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Autor Thema: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 5915 mal)

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Offline Thallion

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Königsdämmerung

Abenteuer-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Abenteuer:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,95570.0.html

Klappentext:
Die Sterne stehen günstig.

Hasturs Blick streift die Erde, und Dinge ändern sich!

Oktober 1928. London: Die Hauptstadt eines Reiches, das sich über ein Viertel des Erdballs erstreckt und in dem ein Viertel der Menschheit lebt. Die Bevölkerung ist mit Politik und Regierung, Finanz und Produktion, Arbeit und Freizeit beschäftigt.

Doch wie zerbrechlich das alles ist. Wie groß die Ignoranz ...

Der verderbliche Einfluss einer unmenschlichen Macht wirkt nach und nach wie nie zuvor. Zuerst spüren es die Empfindsamen und Schwachen; nur wenige können den Ursprung erahnen, manche heißen ihn dennoch willkommen. Künstler sehen seltsame Einflüsse in ihrem Werk und nutzen diesen Kreativitätsschub. Literatur und Theater zeigen Szenen des Aufruhrs und der Verwirrung. Und andere Menschen neigen zu Stimmungsschwankungen: Sie spüren, dass sich neue Wege auftun. Manche behaupten, dass Gott zu ihnen spreche.

Alle fühlen den Lockruf der Sterne.

Online Der Läuterer

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 21.06.2016 | 21:48 »
Tatters of the King / Königsdämmerung

Bei der Kampagne handelt es sich um eine recht einfache und überaus gradlinige Geschichte... Diese sieht - aber nur auf den ersten Blick - wie der x-te Aufguss eines alten Schuhs aus. Doch das täuscht. Die Kampagne ist frisch, unverbraucht und wartet mit interessanten Neuerungen auf. Besonders das Ende der Geschichte ist wirklich denkwürdig und packt die Spieler durch seine emotionale und aufwühlende Art.

Wo spielt das Ganze?
Das Ganze setzt 1928 in London ein. Dann geht es nach Schottland, zum Dorf Cannich (bekannt aus Shadows of Yog Sothoth), weiter nach Italien und über Indien und Nepal auf das Dach der Welt zum Plateau von Leng.

Was wird geboten?
Ein detektivischer erster Teil und eine Expedition im zweiten Teil, deren Bedrohungspotential weit höher einzuschätzen ist, als deren Gefährlichkeit.
Kultisten, die keine üblichen Verdächtigen sind; also keine fanatischen, Blut lüsternen Wahnsinnigen, die Unschuldige einem schrecklichen Etwas opfern.
Glaubwürdige NSCs mit viel Tiefe, die gut zur Stimmung beitragen.
Eine Atmosphäre, die fast greifbar ist - melancholisch - leicht unterkühlt - nebulös - Traum ähnlich.
Hastur - Er, der nicht genannt werden darf
Insassen einer Irrenanstalt
Verschwommene Übergänge zw. Realität und Phantasie
Die verfluchte Stadt Carcosa
Traumsequenzen; mysteriös aber völlig belanglos
Der König in Gelb
Tcho-Tchos, die dem Elefantengott Chaugnar Faugn dienen
Reale NSCs: Aleister Crowley und Professor J.R.R. Tolkein

Was passt nicht?
Wenn man etwas an der Kampagne bemängeln möchte, dann sind dies wohl seine Gradlinigkeit und die Pause von einem halben Jahr zw. Teil 1 und Teil 2. Auch könnten sich die Träume, welche die Chars haben, in der einen oder anderen Weise auf Hastur und den König in Gelb beziehen.

Worum geht es?
Wieder einmal versucht ein Kult einem grossen Alten den Weg zur Erde zu ebnen. Die Chars gehen dem Vorfall nach und kommen einem Kult auf die Spur... diesmal ist es Hastur, der Unausprechliche.
Die Aufführung des Bühnenstücks vom König in Gelb endet in einem Tumult, da das Stück bei den Zuschauern kollektiven Wahnsinn auslöst, wobei eine Szene jeweils anders wahrgenommen wird.
Eine Anhörung in einer Irrenanstalt. Ein Patient berichtet von einem Kult, der Carcosa und Hastur auf die Erde bringen will. Ein Jahr später ist der Aldebaran der Erde näher als sonst. Manche Menschen haben seltsame, verwirrende Träume...
Die Kultisten schaffen es die Stadt Carcosa zu beschwören. Doch der Versuch Hastur nach Carcosa zu bringen scheitert. Monate verstreichen, ohne dass etwas geschieht.
Die Chars reisen nach Italien, wo sich ein Mitglied des Kultes befinden soll. Sie verfolgen den Mann bis in die Himalaya Region und treffen dort auf Chaugnar Faugn. Danach geht es weiter zum Plateau von Leng, wo sie den Kultisten und Hastur, in Form des Königs in Gelb, treffen. Dieser versucht einen der Chars dazu zu bringen, ihn mit zurück auf die Erde zu nehmen.
« Letzte Änderung: 2.05.2018 | 20:01 von Der Läuterer »
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Online Der Läuterer

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 21.06.2016 | 21:53 »
Gelbe Mythos Abenteuer...

  1. Adventure of the Curious Curate, the --- The Whisperer #3

  2. Asylum-Return of the Yellow Sign --- Tales of the Crescent City

  3. Bosworth House, the --- The Arkham Gazette #1

  4. Children of the Yellow Lake --- online

  5. Curse of the Yellow Sign --- John Wick Presents

  6. Dockside Dogs --- online

  7. Evil Stars, the --- Cthulhu Now

  8. Hands of a Living God, the --- The Unspeakable Oath #13

  9. In Scherben --- Dementophobia - Wahn und geistiger Verfall

      (Hinweis von rillenmanni)

10. King of Shreds and Tatters, the --- Strange Aeons

11. Mansion on the Moon, the --- The Dreaming Stone

12. Mardler House, the --- The Unspeakable Oath #24

13. Must the Show Go On? --- Monograph: Plan 09 from Halloween

14. Night Floors, the --- Delta Green: Countdown / online

15. Pinselstriche --- New York - Im Schatten der Wolkenkratzer

      (Hinweis von rillenmanni)

16. Ripples from Carcosa --- Monograph

17. Tatterdemalion --- Fatal Experiments

18. Tatters of the King

19. Tell Me, Have You Seen the Yellow Sign? --- The Great Old Ones / Tales of the Crescent City
« Letzte Änderung: 1.05.2018 | 10:17 von Der Läuterer »
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Offline Thallion

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 24.10.2016 | 10:56 »
https://seanchuigoesrlyeh.wordpress.com/2016/10/23/rezension-koenigsdaemmerung/?pk_campaign=eignerfeed&pk_kwd=rezension-koenigsdaemmerung

Zitat
Fazit:
„Königsdämmerung“ ist eine sehr lovecrafteske Kampagne mit großartigen Szenen, abwechslungsreichen Herausforderungen, interessanten Gegenspielern und zwei beinharten Finalen. Schwächen zeigt es in der komplexen Aufbereitung und den stark gescripteten Szenen. Wer eine spannende, abwechslungsreiche aber auch trostlose und fordernde Kampagne sucht, wird hier garantiert fündig. Nicht zuletzt dank des niedrigen Verkaufspreises eine glatte Kaufempfehlung für alle Puristen, denen Pulp und Action bei „CTHULHU“ nicht so wichtig sind.

Offline Der Narr

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #4 am: 25.10.2016 | 12:42 »
Ich habe bis jetzt nur in den Vorbemerkungen, im Prolog und ersten Kapitel gelesen und bin mehrfach auf Fehler (Rechtschreibung usw.) gestoßen.

Die Kampagne macht aber einen sehr guten Eindruck. Gut gefällt mir eine gewisse Redundanz der Informationen, z.B. wird bei einem NSC mit Alias dieser Zusammenhang realer Name - Alias mehrmals erwähnt, so dass auch wenn man den Text querliest hier kein Missverständnis erfährt. Die Struktur scheint mir ziemlich gut zu sein, zum Beispiel wird auch am Ende jeden Kapitels noch mal dieses Kapitel zusammen gefasst. Es wird zu Beginn ein vernünftiger Überblick über Motive von NPC gegeben usw.

Es handelt sich seit Horror im Orient Express um die erste Kampagne, die ich mir für Cthulhu anschaue. Eventuell werde ich mir nun wieder öfter welche anschauen.

Weitere Bewertung (und Notenvergabe), wenn ich mit dem Lesen durch bin. Da ich sie wenn dann nur sehr verändert leiten werde (ins frühe 17. Jahrhundert in ein eigentlich nicht cthuloides Sword & Sorcery Gothic Horror Setting übertragen), macht eine Bewertung nach Spiel vermutlich wenig Sinn.
« Letzte Änderung: 25.10.2016 | 12:47 von Der Narr »
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Offline Thallion

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #5 am: 28.10.2016 | 10:45 »
dasZwart -  Durchgeblättert & Nachbesprochen - Königsdämmerung

https://www.youtube.com/watch?v=xAVmscASRNs&index=19&list=WL

Offline Bluecaspar

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #6 am: 8.03.2017 | 09:26 »
Ich habe bis jetzt nur in den Vorbemerkungen, im Prolog und ersten Kapitel gelesen und bin mehrfach auf Fehler (Rechtschreibung usw.) gestoßen.

Ich schätze mal, dass Pegasus nicht gerade für sein gutes Lektorat bekannt ist.

Offline angband

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #7 am: 8.03.2017 | 09:32 »
Ich habe die Kampagne als Spielleiter kürzlich nach 11 sessions abgeschlossen. Dazu habe ich im Pegasus Forum einen ausführlichen spielbericht verfasst,bei dem ich mich bemüht habe auf der Metaebene zu bleiben.

http://www.foren.pegasus.de/foren/topic/26311-spielbericht-kampagne-königsdämmerung-tatters-of-the-king-komplett/page-5#entry508371

Ich zitiere mein Fazit daraus :

Zitat
Unter einem Aspekt zusammengefasst, würde ich die Einzigartigkeit der Art der Kampagne bzw. den merkbaren Unterschied zu anderen erschienen Kampagnen besonders wertschätzend hervorheben. Jeder mag für sich selbst die einzelnen Unterpunkte beurteilen. Alle Punkte sind aus rein subjektiver Sichtweise geschrieben, es ist wahrscheinlich, dass andere Gruppen/SL manche Dinge anders beurteilen. Ich werde auch nochmal meine Spieler um Feedback bitten. Die nachfolgenden Punkte sind in absteigender Reihenfolge gewichtet, d.h. je höher, desto wichtiger schätze ich sie für mich ein.
 
Schulnote (SL): 2+
 
Das Positive
 
Hastur bzw KiY Mythos. Das Thema KiY trägt die gesamte Kampagne. Okkultismus, Esoterik, Religion und Kunst sind sehr ausgeprägt Motive. Dazu kommt, dass der Mythos sehr menschlich erscheint und auch die Kultisten nachvollziehbare Ziele verfolgen, anstatt unberechenbar  wahnsinnig zu sein. Während die einzelnen Kampagnenteile sich deutlich voneinander unterscheiden, taucht der KiY-Mythos als "verbindendes" Thema immer wieder auf (oder lässt sich gut einbinden). Ähnlich wie in guter Literatur wirkt das auch im Rollenspiel sehr elegant und fehlt anderswo oft. Im Orient Express gibt es so etwas beispielsweise nicht wirklich.
 
Persönliche Ebene. In dieser Kampagne, bzw. besonders im ersten Teil in London, ist es sehr gut möglich, die persönlichen Hintergründe der SC mit einzubeziehen. Das mag ein Faible von mir sein, aber ich finde das gibt einer Kampagne durch die besser Möglichkeit zur Charakterentwicklung nochmal zusätzlich Attraktivität / Immersion. Das ging bei uns sogar noch weiter. Andeutungen aus den (persönlichen) Prologen tauchten ganz am Ende im Finale wieder auf und ließen die Kampagne sehr rund wirken. Die persönliche Ebene finde ich gerade für das Finale in Nepal besonders wichtig und stellt dafür wirklich nochmal das Tüpfelchen auf dem i dar.
 
Diversität. Während zuerst London und ausgedehnte Recherchen im Vordergrund stehen, unterscheidet sich die zweite Hälfte mit der Expedition grundlegend hiervon. Unter diesen Stichpunkt gehört auch die ausgewogene Mischung aus Atmosphäre, Recherchen und Action. Damit ist auch dafür gesorgt, dass unterschiedliche Charaktertypen auf ihre Kosten kommen.
 
Dramaturgie. Beide Hälften der Kampagne weisen einen sehr guten dramatischen Spannungsbogen auf, der in fantastischen Finals gipfelt,die sich wiederum fundamental voneinander unterscheiden.
 
NSC mit Motivationen. Obwohl viele Ereignisse geskriptet sind, kann sie SL an vielen Stellen sich auch zurücklehnen und die NSC auf Spieleraktionen reagieren lassen. Die NSC sind sehr gut beschrieben und keine Kultisten-Abziehbilder, sondern verfolgen oft persönliche, unterschiedliche Ziele. In diesem Sinn ist die Kampagne nicht absolut linear (Vergleich: Orient-Express). Es ist in Ordnung, wenn manchen Hinweisen nicht nachgegangen wird (bei uns u.a.: Springer Mound, Dr. Trollope), da man immer weiß, was auch ohne Intervention der SC passieren würde.
 
Anhänge. Sehr gut haben mir die Anhänge gefallen, die der SL helfen, Hastur-typische Träume und Visionen einzubauen.
 
Wenig Kämpfe. Bei uns kam es nur an 3 Stellen zu Kämpfen, nämlich mit Bacon, Coombs und mit dem wahnsinnigen Schippone. Es hätte noch einige weitere geben können, die allerdings vermieden wurden.
 
Modularität. Man könnte die einzelnen Teile der Kampagne auch einzeln spielen. Gerade Teil 1 ergibt für sich genommen schon eine gutes längeres Szenario. Zudem ist es leicht, die Kampagne oder einzelne Abschnitte zu verändern und für sich anzupassen, da der große Plot das mitträgt.
 
Länge. Da bei unserem Spielrhythmus überlange Kampagnen (20+ Sessions) nicht gut möglich sind, habe ich mich sehr über die moderate Länge der Königsdämmerung gefreut!
 
 
Das Negative
 
Unzutreffende oder unelegante Passagen. An einigen Stellen ist die Chance extrem gering, dass die Spieler so reagieren, wie es im Buch steht. Der Abenteuerfluss ist teilweise unelegant. Beispiele: die Verhandlung um Roby wird wahrscheinlich so nicht stattfinden, verworrene Geschichte um Gresty mit den Briefen und mit Wales, Shub-Niggurath passt nicht wirklich rein; Begegnung mit Chaugnar Faugn ganz am Ende wirft zu viele Fragen auf für ein Finale und wird vorher kaum angedeutet. Das die Thematik KiY so super ist, würde ich überlegen auf andere Mythos-Elemente komplett zu verzichten.
 
Skripte. An einigen Stellen werden die SC zu Statisten degradiert. Oft können sie nur weiterkommen, indem die SL Briefe an sie schickt oder ähnliches. Ich finde so etwas ist dann schlecht geschrieben, zumindest wenn es mehrfach vorkommt. Das kann man allerdings ändern, wenn man will.
 
Das Zwischenszenario in Wales. Das hat bei mir einfach nicht sehr gut funktioniert und es gibt auch einfach nicht viel zu tun für die SC. Sie kommen an, schauen was passiert und helfen oder hauen ab. Wenn sie helfen, wird ihnen gesagt was sie tun sollen. Da ist kaum eigene Initiative nötig oder möglich. Würde ich evtl umbauen oder komplett weglassen, da die Geschichte um Shub-Niggurath sich nicht gut in die Gesamtthematik einfügt, meines Erachtens.

Online Der Läuterer

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #8 am: 8.03.2017 | 09:44 »
Anal Phabetismus ???
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Offline angband

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #9 am: 8.03.2017 | 09:50 »
?

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #10 am: 8.03.2017 | 11:08 »
Ich nehme mal an, die Anal-Bemerkung ging in Richtung des Pegasus-Lektorats. Der Läuterer hat bislang nicht an Koprolalie gelitten.

Vielen Dank übrigens für Deine Gedanken zur Kampagne, angband. Ich werde sie ab Mitte des Jahres leiten und bin für Inspirationen immer dankbar.
Während die Opfer sich umkrempeln und der Professor nicht zu erreichen ist, reißt Rillen-Manni voller Wut eine Waffe an sich ...

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #11 am: 8.03.2017 | 11:32 »
Ich nehme mal an, die Anal-Bemerkung ging in Richtung des Pegasus-Lektorats.
Anhand der vielen Fehler ging ich bislang davon aus, dass die keinerlei Lektorat haben würden. Oder sie lesen drüber wie ein Blinder über ein Mohnbrötchen.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #12 am: 2.07.2017 | 08:07 »
http://www.weltenraum.at/cthulhu-koenigsdaemmerung/
Zitat
90 VON 100%

POSITIVES

eine sehr stimmungsvolle Cthulhu Kampagne
zahlreiche Informationen helfen die Kampagne gut umzusetzen
für die Spieler gibt es zahlreiche Spuren zu verfolgen
wunderschön gestaltete Handouts
überraschende Wendungen innerhalb der Kampagne
die NSCs sind wesentlich vielschichtiger als in üblichen Abenteuern

NEGATIVES

Portraitzeichnungen sind nicht gelungen
Handouts beziehen sich immer nur auf männliche Charaktere
die vielen Spuren im ersten Buch können einen SL überfordern

Online rillenmanni

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #13 am: 23.08.2017 | 00:25 »
So, es wurde ja schon lange Zeit, mal wieder was zu den Rezensionen / Bewertungen hier beizusteuern!

Ich kehre zurück mit der Königsdämmerung, weil dies das nächste Abenteuer ist, das ich leiten soll. Ich hatte einst sogleich ein mulmiges Gefühl, da ich ohnehin ein kritischer Abenteuerleser bin: Würde von allen verfügbaren Abenteuern der Welt ausgerechnet ein dicker CoCeldu-Band meinen Ansprüchen genügen? Aber nun, die altehrwürdige Bubenrunde, mit der ich schon seit 16 Jahren CoC-Abenteuer spielte, hatte gesprochen! Da ist die Herausforderung dann nicht mehr, ein gutes Abenteuer zu finden, sondern das Beste aus dem vorliegenden Abenteuer herauszuholen. Aber tatsächlich, es kam in den letzten Wochen des Lesens wie erwartet: Ich bin ziemlich ernüchtert und stehe vor einem Kampagnenscherbenhaufen. Es gibt ein paar Details, die mich davon abhalten, nicht nur 1 Punkt zu vergeben, sodass ich immerhin 2 Punkte vergebe.

Und ab jetzt wird gespoilert wie blöde!

Das große Plus:
Das Abenteuer fährt so viel Potential auf, und die Informationsaufbereitung/-darbietung ist tatsächlich löblich. Nun ja, man könnte die Info sogar noch besser aufbereiten, nämlich durch ein zusätzliches Schaubild, das alle Spuren und Personen miteinander in Beziehung setzt. Gerade für den ersten Abenteuerteil wäre das sehr hilfreich. Aber hey, ich will ja nicht mäkeln! :) Der Autor hat seine Sache hier gut gemacht.

Das fette Minus:
Der Autor hat ein solches Faible für die "schöne Szene", dass die Spieler über weite Teile des Abenteuers völlig unnötig am Nasenring durch die Manege geführt werden. Und ich meine wirklich primär die "schöne Szene" und nur sekundär den "vorhergesehenen Ausgang", da das Abenteuer durchaus offen für jeweils mehrere Enden der einzelnen Hauptteile ist: Was passiert, wenn der Große Alte tatsächlich in Schottland eincheckt?, ... wenn Hastur zur Erde geführt wurde und fortan auf Erden wandelt? Etc. Natürlich gibt es die klassischen RR-Momente mit dem Zweck, die einzelnen Handlungselemente zum richtigen Zeitpunkt passieren zu lassen. Und das hätte man oft eleganter lösen können. Aber grundsätzlich sind zumindest die Zwischenresultate und die Endsumme Folgen der Spielerhandlungen. Und man hat den Eindruck, dass der Autor sein Hobby reflektiert hat. Also, ich habe noch nie jemanden schreiben sehen "Und an dieser Stelle benötigen wir einen Deus Ex Machina, um sicherzustellen, dass ..." (Wortlaut im Original etwas anders). Der Autor wusste also, welches Verbrechen er begeht was er da tut. Aber unter dem Diktat der "schönen Szene" macht der Autor ein ums andere Mal und geradezu exzessiv Gebrauch von festen Abläufen und sinnlosen, da unterschiedslosen Handlungsoptionen. Und das ist so schade, so massiv, dass ich die Kampagne nicht ohne größere Änderungen leiten kann, will ich mich nicht als Verräter an meinen Rollo-Idealen und an meiner Bubenrunde fühlen.

Der Autor lässt seine NSC hin und wieder doofe Sachen tun. Das ist manchmal OK, wenn nachvollziehbar, oft aber eben nur erzwungen durch die "schöne Szene". Exemplarisch möchte ich hier gleich drei Stellen aus dem Springer-Mound-Kapitel:
1. Es ist dämlich, die neun Monolithen, die während der Herabrufung Hasturs in der Vorgeschichte zum Einsatz kamen, so lange vor Ort zu lassen. Cheffe lässt die Spedition zwecks Abholung erst kommen, nachdem die Investis alle mal gucken durften.
2. Es ist dämlich, zum Schutz der Monolithen zwei Byakhees abzustellen, die jeden Randalierer grausam ins Jenseits befördern. Um ein Geheimnis zu wahren, geht dies im Ernstfall kaum auffälliger. (Das macht der eine Künstler in Mailand viel geschickter: Sein Byakhee trägt missliebige Personen einfach weit fort.)
3. Es ist vom Kultisten-Wirt selten dämlich, seinen Byakhee in der gegebenen Situation zu rufen. Er stirbt ja auch daran. Und ja, das Abenteuer betont die Dämlichkeit des Kultisten. Aber dennoch.

Carcosa (und ein bisschen Plateau von Leng): Ich kann verstehen, dass es reizvoll ist, dieser Episode einen träumerischen Anstrich zu geben. Und auf seine Weise ist diese Episode auch höchst stimmungsvoll. Nein, sie hat das Potential zu, und die Wahrheit wird am Spieltisch erspielt. Aber unterm Strich macht man das ganze Kapitel über nichts Gehaltvolles, bis man sich schließlich in die Endszene gelotst wiederfindet und dann - immerhin, siehe oben - es selbst in der Hand hat, ob Hastur eine Zeitlang in Schottland wütet oder nicht. Aber wirklich: Bis dahin wird man eigtl nur durch die Manege geführt und die Spieler werden teils im bloßen Glauben gelassen, vielleicht doch etwas "bewirken" zu können. Und obschon der Läuterer (oder war es Angband) schrieb, dass das zweite große Hastur-Finale am Ende des Bands ja ganz anders sei - was auf eine Weise stimmt - so muss eben diese Gängelei auch für das zweite Finale konstatiert werden: Über viele Spielstunden bist du bloß der Aff', dessen Eigeninitiative die Angelegenheit eigtl nur erschwert. Tatsächlich gilt hier die Maßgabe, die ich mir vor vielen Jahren schon bei DSA-Abenteuern auferlegt habe, wenn die die Gruppe mal wieder zu Statisten im Film des Autors machten: Investiere nichts! Gib keine Punkte aus, bleibe so passiv wie möglich, bis du die Szene wieder verlassen darfst.

Das Ende, dh die Auswirkungen eines möglichen Wandelns des Königs in Gelb auf Erden, ist ziemlich fade: Schwarzer Börsendonnerstag 1929 (aha!?); Massenselbstmord okkultistischer Gruppen im Frühjahr 1930; Revolution in Argentinien und Brasilien in 1930 (wie schon der Börsencrash reale Ereignisse); der Expressionismus geht weltweit voll ab. ... Da hast Du nun einen Großen Alten auf Deinem Planeten, und das ist dann alles? Da hätte ich mir mehr erwartet, ohne gleich apokalyptisch zu enden.

Meine Perspektive:
Das Abenteuer bewegt sich in seinem Handlungsrahmen, in letztlich vier Episoden (Spurensuche in Süd- und Mittelengland, Hastur-Clash in Schottisch-Carcosa, Shub-Niggurath-Exkurs, Finale auf dem Dach der Welt). Dabei werden handfeste chronologische Abhängigkeiten / Verzahnungen aufgebaut, was nicht weiter verwundert. Der Autor stellt sicher, dass die Spieler "den Plot" nicht zersägen, indem er die Investis nicht an die entsprechenden Hebel heranlässt. Dabei kommt es mehrfach zu unschönen Stop-and-Go-Herangehensweisen: Es geht nicht weiter, bis schließlich zu einem festen Zeitpunkt von Außen eine weitere Spur ins Spiel getragen wird. Bei so etwas inkl des oben Geschriebenen kommen mir oft radikale Gedanken: Man muss das Abenteuer auf den Kopf stellen! Stelle den Herausforderungscharakter an erste Stelle: Verabschiede dich von der Vorstellung, das Abenteuer nachzuspielen, sondern akzeptiere die Möglichkeit, dass die Spieler die Kultaktionen vor deren dramatischer Verdichtung durchkreuzen. Hierzu verstehe das Abenteuer zunächst komplett. Erstelle dir Diagramme: Wie stehen die einzelnen NSC miteinander in Verbindung? Welche Informationen haben diese? Welche Spur führt wohin? Welcher Zeitplan erwächst daraus? In einem nächsten Schritt überlege, wo du den Zeitplan ändern möchtest und was du dazu ändern möchtest. (Ich gebe zu: Das kann ein großer Punkt werden.)  Wenn du dann den Eindruck gewonnen hast, dass das Abenteuer solcherart - sie werden ja nicht mehr auf die Plotschiene gestellt - ein Kinkerlitz für die Spieler wird, dann lege ihnen vorab noch Steine in den Weg und mache es teils bullig schwer. (Oft aber täuscht der Eindruck: Spieler verlieren oft eher die Orientierung, als dass sie schwupps den Durchblick kriegen und dann effizient zum Ziel stratzen.) Und dann beginne das Spiel. ...

Ein Punkt, den ich unter Bezugnahme auf das soeben Geschriebene sehr schade am Abenteuer fand: Die (jeder für sich genommen mehr oder weniger ahnungslosen) Mitglieder des Londoner Hasturzirkels dürfen bis zum Hastur-Clash in Schottisch-Carcosa nicht aufgestöbert werden - damit es auch ja zur dramatischen Zuspitzung kommt. Und dann plötzlich, auf der Zugfahrt nach Inverness, setzt sich ausgerechnet ein solcher Kultist ins selbe Abteil und beginnt (ahungslos) zu plaudern. Herrje! Ich persönlich fände es so viel geiler, wenn es grundsätzlich möglich und ein Vorteil ist, einzelne Mitglieder eben doch schon in London ausfindig zu machen.

Ich denke, ich könnte hier noch viel schreiben, aber irgendwann liest das ja keiner mehr! :) Also denn!

Oh, abschließend noch eine Randbemerkung zum PDF: Kein Inhaltsverzeichnis und keine Verlinkungen. Das ist meh! Bspw Splittermond-PDFs spielen hier in einer anderen Liga.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #14 am: 23.08.2017 | 17:56 »
@rillenmanni
Deckt sich mit meiner Einschätzung nach dem ersten Überfliegen des Buches. Eine wirklich valide Meinung kann ich aber nicht wirklich abgeben, da ich nach meinen Überflug keine Lust hatte mich intensiver mit dem Buch zu beschäftigen.

Zum ergänzenden Kampagnentagebuch hab ich hier mal was geschrieben: https://tentakelspiele.blogspot.de/2016/06/cthulhu-konigsdammerung-tagebuch-fur.html

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #15 am: 24.08.2017 | 09:11 »
Dt. Übersetzungen kommen ja zumeist recht aufgeblasen daher.

Gut gemeinte (vielleicht aber auch nicht) Zusätze, die sich gemeinhin eher als Ballast entpuppen.

Mich würde deshalb kurz ein Vergleich zw. der engl. und der dt. Version interessieren, wenn den jemand zu ziehen vermag.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #16 am: 24.08.2017 | 16:06 »
In diesem Fall hat Pegasus wohl tatsächlich nur leicht verbessert: richtige NSC-Kästen (bei gleichem Inhalt), und Handouts wie handschriftliche Briefe werden im Text fein gedruckt dem SL an die Hand gegeben. (Man hätte noch die Portraits und das Kartenwerk verbessern können, da beides im Original nicht wirklich berauschend ist.) Auf den ersten und zweiten Blick - ich hatte die erste Hälfte des amerikanischen PDF gelesen und den Rest überflogen, zudem stimmen ja die Seitenzahlen grob überein - entspricht die deutsche Fassung inhaltlich der amerikanischen. Was ich nicht ausschließen kann: die Existenz vereinzelter ergänzter Absätze in den stark athmosphärischen Kapiteln Carcosa und Hohes Haus.
Aber grundsätzlich ist man bei Königsdämmerung minimalistisch geblieben, anders als bei der Bestie, die im Original, wie wir wissen, bei unter 100 Seiten angefangen hat und bei Pegasus zu drei fetten Bänden wurde.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #17 am: 25.08.2017 | 10:46 »
Vielen Dank.
Das setzt meinen Dang von -haben muss- abrupt auf null -muss nicht-.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #18 am: 25.08.2017 | 15:01 »
Ich habe keinen detaillierten Vergleich gemacht, aber inhaltlich scheinen beide Versionen sehr ähnlich zu sein.

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #19 am: 2.05.2018 | 20:16 »
So, es wurde ja schon lange Zeit, mal wieder was zu den Rezensionen / Bewertungen hier beizusteuern! [...]
Aufgrund der Interessen meiner Gruppe beschäftige ich mich gerade intensiv mit dem König in Gelb. Nach Tatterdemalion wird es weiter gehen, allerdings ohne TotK.

rillenmanni, Du hast Deine Rezension hier, wie andere Beurteilungen auch, recht schonungslos dargelegt. Und ich teile Deine Meinung, auch wenn meine Note weniger hart ausfällt.

Du hast hier auch beschrieben, was Du von einem herausstechenden Szenario erwartest.
Zugegebenermassen verlangst Du nicht gerade wenig vom Autor.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Was mich wirklich mal interessieren würde: Gibt es ein Werk, das Deinen Ansprüchen entsprechend 5* erreichen würde?
Ich bin gespannt.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #20 am: 2.05.2018 | 21:16 »
Ich habe die Kampagne mit „gut“ bewertet. Allerdings gibt es aus meiner Sicht eine wichtige Einschränkung: Alle Abenteuer mit dem King (die ich kenne) haben so viele wiederkehrende Elemente, dass man auch diese Kampagne nur mit solchen Spielern spielen kann, die noch nie/kaum Kontakt mit dem KiY hatten.

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #21 am: 2.05.2018 | 21:50 »
Ich habe die Kampagne mit „gut“ bewertet. Allerdings gibt es aus meiner Sicht eine wichtige Einschränkung: Alle Abenteuer mit dem King (die ich kenne) haben so viele wiederkehrende Elemente, dass man auch diese Kampagne nur mit solchen Spielern spielen kann, die noch nie/kaum Kontakt mit dem KiY hatten.
Einspruch.
Gerade die wiederkehrenden Elemente des KiY machen es in meinen Augen interessant, ein paar Szenarien dieser Art aneinander zu reihen. Die Chars sind dann nämlich sog. Experten und wissen das Kind zu schaukeln bzw. müssten es wissen.

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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #22 am: 2.05.2018 | 22:13 »
Lange Rede, kurzer Sinn.
Was mich wirklich mal interessieren würde: Gibt es ein Werk, das Deinen Ansprüchen entsprechend 5* erreichen würde?
Ich bin gespannt.

Darauf kann ich natürlich nicht nichts sagen. :) Willst Du das auf den Chtulhu-Abenteuerkreis beschränkt wissen oder ohne jede Genre-Einschränkung? Falls Erstes, dann kann ich bspw im Cthulhu-Smalltalk darauf antworten. Falls Zweites, dann irgendwo im Rezi-Bereich? Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, einen eigenen Faden dafür aufzumachen. (Obschon ... vielleicht beteiligen sich ja viele?)

Zu Maischens Einwand: Den kann ich durchaus nachvollziehen. Es läuft ja oft darauf hinaus, dass durch das Theaterstück entweder/oder bzw sowohl/als auch der Kini und Carcosa ins Spiel kommen. (Es gibt aber Ausnahmen! :) ) Und dabei stellt jedes Abenteuer ganz eigene Regeln auf, unter welchen Voraussetzungen das passiert. Ich verstehe aber auch den Reiz, die damit verbundene Option: Falls man Investigatoren am Start hat, die ihren kleinen Feldzug gegen die Yellowritis durchführen, dann wissen sie beim nächsten Mal besser, worauf sie achten müssen. (Was aber mE Änderungen am jeweiligen Kaufabenteuer erforderlich macht.)

Ich habe zum Themenkreis Hastur/König in Gelb nun mW fast alle Abenteuer, diverse Spielhilfen, Regelbücher und auch Geschichten gelesen. Dadurch weiß ich zB nun auch, welche Quellen der Autor von Tatters of the King vorab konsultiert hatte und was er daraus machte. :) Unterm Strich aber hat das meine Meinung übers Abenteuer nicht verbessert, insofern die CoC-Informationen die Oberhand behielten. Die besseren Ideen zu Hastur gibt es mE in Delta Green und in mindestens einem ToC-Abenteuer.
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #23 am: 2.05.2018 | 22:21 »
Ich habe 4 Sterne gegeben, da ich die Kampagne als Spielerin über rund 150 Stunden hinweg als sehr spannend und stimmungsvoll empfunden habe. Allerdings hat unser SL sicher einen großen Teil zum Erfolg beigetragen, viele der hier genannten Kritikpunkte sind mir als Spielerin nicht aufgefallen.
Agathe Lohenstein
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Re: Königsdämmerung (Cthulhu) / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #24 am: 2.05.2018 | 23:44 »
Als ich das Szenario vor gut zehn Jahren gespielt habe, hätte ich sogar 5 Sterne vergeben. Ich bin über die Jahre jedoch immer kritischer geworden. Momentan kommt das Szenario bei mir auf solide 3 Sterne und ist somit absolut spielenswert.

Spieler und der SL haben immer grossen Einfluss auf das Gelingen eines Szenarios. Beide Blicke auf den Plot sind jedoch grundverschieden.
Nehmen wir den Insassen der Irrenanstalt, den die Chars begutachten sollen.
Sind die Chars für seine Freilassung, wird er freigelassen. Sprechen sie sich dagegen aus, gelingt ihm gewaltsam die Flucht. Das Ergebnis ist dasselbe. Von dieser 'Verarsche' des Autors bekommt der Spieler natürlich nichts mit. Für mich ist das ein Führen am Nasenring.

Was mich auch massiv gestört hat, war der m.M.n. übermässige Einsatz von Briefen. Bsp.: Die Chars führen ein Interview. Kurz darauf wird der Mann ermordet. Aber, oh Wunder, die Chars erhalten noch einen Brief von ihm, den er kurz vor seinem Tod geschrieben hatte.
Weshalb der Mann nicht alles beim Interview gesagt hat, bleibt ein ewiges Rätsel.

Dass das Szenario dennoch klar seine Reize hat, ist unbestritten.
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