Autor Thema: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?  (Gelesen 28186 mal)

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Offline Destroy all Monsters

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #50 am: 2.01.2017 | 12:45 »
Wir haben am Ende des letzten Jahres eine Runde 7. See (2. Edition) gespielt. An die erste Edition habe ich nur dunkle Erinnerungen, und ich fand sie nicht gerade ansprechend. Für mich war die zweite Edition ein Ausflug ins Unbekannte.

Vom Lesen war ich hin und her gerissen. Was die Illus angeht, so stimmt es zwar, dass einige - gerade die zu den Skandinaviern und Schotten - kein Mantel & Degen-Gefühl hinterlassen, aber andere Illus zu den anderen Nationen fand ich wieder ansprechend. Die sehr umfangreiche Weltbeschreibung bietet einige gute Ideen, die sich gerade eben von unserer Erde abheben, aber einige dieser Ideen sind für mich wiederum zu sehr Standardfantasy. Vor allem stört mich die Verbreitung typischer pantheistischer Fantasyreligionen. Das ist schade, denn mit Vaccinischer (?) Kirche (Mainstream) und Inquisition (Radikale), Objektivisten (Rebellen) und Säkularen (Gegnern) hat man bereits eine interessante Ausgangslage für Konflikte. Dazu gibt noch eine Avalonische und eine Ussurische Variante des Glaubens, wofür dann nordische Götter, Naturgeister und Elfenglaube gebraucht werden, erschließt sich mir nicht.

Im Spiel hat aber ein innerkirchlicher Konflikt die Hauptrolle gespielt, der Rest war nicht wichtig. Wahrscheinlich wird sowieso der südwestliche Teil der Spielwelt bei uns im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen und der nordöstliche Teil eher ignoriert werden.

Die Regeln haben mich beim Lesen ebenfalls teils angesprochen, teils in Verwirrung gestürzt. Vom bisherigen Spieleindruck bin ich aber der Ansicht, dass es für einen erzählerischen Ansatz erstmal funktioniert: Leichtgängige Regeln, aber nicht beliebig und bedeutungslos.

Als jemand, der gewissermaßen mit der 2. Edition von 7. Sea in Mantel&Degen-Rollenspiele einsteigt, kann ich nur sagen, dass es sich für mich deutlich anders angefühlt hat als das eher renaissanceorientierte Warhammer (aller drei Editionen). Ich würde es gerne mal in der Praxis vergleichen mit der Savage World Variante von Solomon Kane und mit All for One: Regime diabolique von Ubiquity.
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Offline LushWoods

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #51 am: 2.01.2017 | 13:08 »
Ich würde es gerne mal in der Praxis vergleichen mit der Savage World Variante von Solomon Kane und mit All for One: Regime diabolique von Ubiquity.

Wirklich verleichen kannst du die Regelsysteme eigentlich nicht. Sowohl SW als auch Ubiquity (oder eben H+I) hauen in eine ganz andere Sparte.
Während die 3 genannten Systeme relativ traditionell mit ein paar modernen Elementen daherkommen, ist 7th Sea 2nd was sehr Story getriebenes. Oder soll es sein.
Ich glaube ein Vergleich wird auf reinen Geschmack hinauslaufen.
Tatsache ist das meine Leute jetzt (ohne mich in dieser Gruppe) mit einer Mischversion aus 1st und 2nd spielen und recht zufrieden sind.
Raten würde ich jedem zu den oben genannten Systemen, bei denen H+I bei mir mit einer Nasenlänge Vorsprung gewinnen würde.
Aber wenn du trotzdem einen Vegleich anstellen möchtest oder sogar konvertieren willst, dann her damit. Interessieren würde mich das schon.
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Offline Destroy all Monsters

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #52 am: 2.01.2017 | 16:29 »

Aber wenn du trotzdem einen Vegleich anstellen möchtest oder sogar konvertieren willst, dann her damit. Interessieren würde mich das schon.

Nee, mich würde nur interessieren, wie sich das Mantel & Degen-feeling ändert, wenn man die Regelwerke wechselt. Dass SW einen ganz anderen Ansatz hat, ist mir schon klar, schließlich hab ich das lange geleitet, aber mich würde mal in der Praxis interessieren, wie sich sehr ähnliche Abenteuer mit Mantel & Degen-Flair in den unterschiedlichen Regelwerken anfühlen.

Aber vielleicht komme ich mal auf die Idee, ein paar Solomon Kane Savage Tales als Vorbild für einen 7. Sea One Shot zu nehmen. Wie es funktioniert hat, teile ich dann hier mit :)

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Offline LushWoods

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #53 am: 3.01.2017 | 11:12 »
Tatsächlich ist Honor + Intrigue das einzige Swashbuckling System das ich kenne, das sich wirklich viel Mühe macht Genre typische Elemente in das System zu verankern.
Was The One Ring für Mittelerde ist ist H+I irgendwie für das Rumheswashbuckele.
Solomon Kane bietet eigentlich fast gar nichts in der Richtung, Pirates of the Spanish Main schon eher.
Und All for One bringt seltsamerweise dieses Genre auch kaum rüber. Kann man ganz gut an den lieblos dahin geklatschten Kampfschulen sehen.
Is aber jetzt nur meine Meinung ...
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Offline Jiba

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #54 am: 19.02.2017 | 17:24 »
Die sehr umfangreiche Weltbeschreibung bietet einige gute Ideen, die sich gerade eben von unserer Erde abheben, aber einige dieser Ideen sind für mich wiederum zu sehr Standardfantasy.
Ja, und ich finde, dass es dahingehend in der neuen Edition tatsächlich schlimmer geworden ist. Eine Sache die mir bei der Lektüre der Zusatzbücher, die jetzt rausgekommen sind, aufgefallen ist und die diesen Eindruck hervorrufen könnte (mehr High-Fantasy):

Das neue "7te See" ist viel stärker magie-zentriert als das alte.

Ich will nicht sagen Magier und Fechtschüler waren in der ersten Edition gleichberechtigt was das Powerlevel anging (einige Magier konnten schon wirklich viel, viel, viel Zeugs (Glamour) und Fechtschulen waren im direkten Konflikt zumindest immer sehr effektiv (Soldano, anyone)... aber es herrschte eine gewisse mechanische Gleichheit. Vier Kniffe bei den Schulen, vier Kniffe bei den Magiern. Dazu dann Techniken, die nur ein Schwertmeister beherrscht und Techniken, die nur ein Meister der Magieschulen beherrscht. Alles war einheitlich und in dieser Einheitlichkeit auch irgendwo fair verteilt. Vielleicht nicht perfekt gebalanced (höchstwahrscheinlich sogar nicht), aber eben kein Fokus auf das Eine oder das Andere durch die Mechanik.

In der neuen Edition dreht sich hingehen so gefühlt quasi alles um Magie. Nicht nur hat sich die Zugangsvoraussetzung verändert (nicht mehr auf den Adel beschränkt): Die Zahl an Magieschulen ist stark angestiegen und viele Schulen (außer den stilvollsten: Porte und Sorte) kommen gleich mit einem Riesenhaufen Boni und Effekten daher, aus denen ich wählen kann: "Du bist Kap Seví-Magier... hier 5 Lwas mit je 5-6 Effekten. Lies dir die folgenden 6 Seiten Magiebeschreibung durch." Jemand der wirklich Mantel-und-Degen spielen will (also mit Degen und so!), bekommt beim neuen "7te See" einfach nur eine Schwertkampfschule um die Ohren gehauen, die auf eine halbe Seite passt. Dazu dann ein Einzelvorteil, der meistens darauf hinausläuft, dass man in irgendeiner Situation zusätzliche Wunden anrichtet. (Man sieht wirklich, wie die Wannabe-Indie-Mechanik hier an ihre Grenzen stößt, weil man merkt, dass die Regelautoren mechanisch was Ausgefallenes machen wollen, ihr eigenes System ihnen aber starke Beschränkungen auferlegt. Auch prophezeie ich, dass bei den ganzen neuen Vorteilen und Quirks und so, die allein im "Pirate Nations" dazu kamen, man am Ende doch wieder 30 DinA4-Seiten Charaktererschaffung hat und das 0 gebalanced sein wird.)

Daher kommt für mich das Gefühl der Standard-Fantasy. Der Magier strotzt nur so an Möglichkeiten, der Krieger bleibt auf der Strecke. Was mir am alten 7te See so gefiel war auch die Kopplung von Magie an eine soziale Rolle (Adliger). 

Zitat
Vor allem stört mich die Verbreitung typischer pantheistischer Fantasyreligionen. Das ist schade, denn mit Vaccinischer (?) Kirche (Mainstream) und Inquisition (Radikale), Objektivisten (Rebellen) und Säkularen (Gegnern) hat man bereits eine interessante Ausgangslage für Konflikte. Dazu gibt noch eine Avalonische und eine Ussurische Variante des Glaubens, wofür dann nordische Götter, Naturgeister und Elfenglaube gebraucht werden, erschließt sich mir nicht.

Sehr guter Punkt. Erschließt sich mir auch nicht. Und mit dem ersten "richtigen" Sourcebook(die NPC-Sammlung "Heroes & Villains" zähle ich erstmal nicht), dem "Pirate Nations" wird es dahingehend schlimmer. Ich bin fast durch das Buch durch... und hatte an einigen Beschreibungen und Settingelementen durchaus viel Spaß. Aber: Das Buch zementiert "7te See" vollkommen als ein animistisches Spiel, bei dem der vaticinische Glaube ein totaler Exot ist. Denn in der Realität, wie sie sich darstellt, prägen Naturgeister die spirituelle Sphäre mehr als es ein monotheistisches Weltverständnis tut.

Gleich drei Völker haben irgendeine Form vom Glauben an Naturgeister, die auch funktioniert: Die karibische indigene Bevölkerung kommuniziert mit ihren Toten (die auch wirklich in physischer Form bei ihnen vorbeischauen), die schwarzen Sklaven aus Ifri beschwören in bester Voodoo-Manier die Lwa - bis hierhin ist das sogar noch cool, zumindest die Lwa-Variante mag ich ganz gern - und dann die Numanari (aus Numa, was in dieser 7te See-Variante 100% Griechenland ist). Unsere Pseudo-Griechen berufen sich nämlich noch effektiv auf das antike Götterpantheon. Gut, sie haben jetzt keine Kirchen oder Tempel für die und beten sie auch nicht an, aber sie spielen als gesellschaftliche Größen immer noch die erste Geige, vor Theus und den Vaticiniern und so. Hier hätte man die Möglichkeit gehabt, eine coole griechische Orthodoxie zu entwickeln oder auf den Einfluss des Halbmondes aufmerksam zu machen... nein, stattdessen gibt es Spartaner, die in ihrer Kampfschule noch mit Speer und Bogen in die Schlacht ziehen. Zuerst habe ich gedacht "Yay, Griechenland!" und inzwischen denke ich mir "D'oh, Homer". Gerade in der Epoche haben sich n Europa die anderen Nationen die griechischen Sagen längst zum Teil des eigenen Kulturschatzes gemacht (Ludwig XIV berief sich auf Apollon, deutsche Dichter werfen mit römisch-antiken Stoffen nur so um sich...) Die Idee, dass die Pseudo-Griechen da viel lockerer mit umgehen, hätte dem einen besseren Twist gegeben als: "Hey, die Numanari-Magie ist so eine Art Geheimlehre, womit man die Macht eines Gottes bekommt... aber nicht wirklich, wird ja niemand angebetet oder so."

Also inzwischen bin ich der Ansicht, die neue 7te See-Redaktion hat gar keine Ahnung von der Epoche, in der sie ihr Spiel ansiedeln. "7te See" ist klassische Fantasy... nur ein paar Leute tragen lustige Hüte oder aufgeklebte Schönheitsflecken.

(Um nicht als notorischer Meckerer rüberzukommen: Ich mag die Atabean Trading Company als Schurkenorganisation in der Pseudo-Karibik. Und die Sache mit den Piratenkodizes und Aragosta und dem Rat der Piraten ist auch cool.)

Tatsache ist das meine Leute jetzt (ohne mich in dieser Gruppe) mit einer Mischversion aus 1st und 2nd spielen und recht zufrieden sind.

Oh, habt ihr das was schriftlich? Das interessiert mich doch sehr.

Um schließlich nochmal eine neue Kontroverse anzuschneiden...

Bin ich eigentlich ein Sexist, wenn mir die Diversität im neuen 7te See zu plakativ ist? Überhaupt nicht falsch verstehen: Dass das Geschlecht nicht bestimmt, welche soziale Rolle man in dieser Welt erfüllt, ist super. Auch dass viele der ärschetretenden Helden und Schurken Frauen sind. Aber... und vielleicht irre ich mich auch und jemand wirft mir gleich Zahlen um die Ohren, die das widerlegen... ich finde es nur wenig divers, dass so gut wie alle Rebellenführer oder kriegerischen Warband-Leader, etc. beim neuen 7te See-Frauen sind. Nicht, weil die Frauen das nicht machen könnten, sondern weil ich das Gefühl habe, dass die Autoren sich gedacht haben: "Oh, wir haben eine brutale Kriegernatur: Das muss jetzt eine Frau sein, sonst nimmt man uns die Diversität nicht ab." (Im Umkehrschluss gibt es aber mitnichten auch mehr Männer in "Frauenrollen", sondern, genau, gar keine.)

Das geht soweit - und das ist der Kern meiner Beschwerde - dass alte NSCs aus dem früheren 7te See-Kanon plötzlich andere Geschlechter bekommen haben: Allende ist jetzt eine Frau, Reis ist jetzt eine Frau. Ich weiß nicht, warum das notwendig war. Allende hat jetzt eine sehr andere Hintergrundgeschichte (bei der mir die Alte aber definitiv besser gefiel: Ein Thronfolger, der von seinem todkranken Vater am Sterbebett ins Exil geschickt wird, und dann zu einem gefürchteten Piratenkapitän wird (IIRC) - das ist ein echter Piratenfilm-Plot; die neue Allende ist eine Montaignerin niederen Adels, die auf die Gefängnisinsel geschickt wurde und jetzt da die Kontrolle übernommen hat; gibt es so als NSC an anderen Stellen auch.) Reis ist noch genauso wie in der alten Edition, nur jetzt eben weiblich. Ich habe keine Ahnung, was man sich davon verspricht. Man hätte doch sehr gut coole andere weibliche NSCs hinzuerfinden können, hat man sogar regen Gebrauch von gemacht. Es gibt auch coole, weibliche Piratenkapitäne. Also warum auf Devil Jonah komm raus, an den alten NSCs rumdoktern.

Bin ich jetzt ein engstirniger Chauvi... oder wie sehr ihr das?
« Letzte Änderung: 19.02.2017 | 17:32 von Jiba »
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Offline LushWoods

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #55 am: 19.02.2017 | 18:06 »
Muss ich mal fragen ob es da was gibt.

Aber zu deiner Frage: Nein, bist du nicht. Zumindest nicht meiner Ansicht nach. Ich hab ja schon meinem Unmut über die Bebilderung Ausdruck verliehen.
Das Ganze Werk macht in allen möglichen Bereichen einen absolut stümperhaft und krampfhaft bemühten Eindruck.
Egal ob es jetzt um die Regeln, Bilder oder den Hintergrund geht.
Man versucht die Zeit abzubilden ohne Ahnung zu haben. Man versucht ein "modernes" Regelsystem hinzubekommen ohne zu wissen was man da tut... und hinter allem steht so ein clownhafter Zwang sich bei einem bestimmten Käuferklientel anzubiedern.
Das ist das was ich mit "schleimig" gemeint habe.
Eigentlich das gefundene Fressen für den RPGpundit und ich würde zur Abwechslung vermutlich sogar mal zustimmen.
Ich finde der gute Wick hätte nach L5R und dem originalen 7th Sea die Finger vom Rollenspiel Design lassen sollen.
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Offline La Cipolla

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #56 am: 19.02.2017 | 18:18 »
Dann wäre er jetzt aber erheblich ärmer. 8D

Offline Skyrock

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #57 am: 19.02.2017 | 18:56 »
Um schließlich nochmal eine neue Kontroverse anzuschneiden...

Bin ich eigentlich ein Sexist, wenn mir die Diversität im neuen 7te See zu plakativ ist? Überhaupt nicht falsch verstehen: Dass das Geschlecht nicht bestimmt, welche soziale Rolle man in dieser Welt erfüllt, ist super. Auch dass viele der ärschetretenden Helden und Schurken Frauen sind. Aber... und vielleicht irre ich mich auch und jemand wirft mir gleich Zahlen um die Ohren, die das widerlegen... ich finde es nur wenig divers, dass so gut wie alle Rebellenführer oder kriegerischen Warband-Leader, etc. beim neuen 7te See-Frauen sind. Nicht, weil die Frauen das nicht machen könnten, sondern weil ich das Gefühl habe, dass die Autoren sich gedacht haben: "Oh, wir haben eine brutale Kriegernatur: Das muss jetzt eine Frau sein, sonst nimmt man uns die Diversität nicht ab." (Im Umkehrschluss gibt es aber mitnichten auch mehr Männer in "Frauenrollen", sondern, genau, gar keine.)

Das geht soweit - und das ist der Kern meiner Beschwerde - dass alte NSCs aus dem früheren 7te See-Kanon plötzlich andere Geschlechter bekommen haben: Allende ist jetzt eine Frau, Reis ist jetzt eine Frau. Ich weiß nicht, warum das notwendig war. Allende hat jetzt eine sehr andere Hintergrundgeschichte (bei der mir die Alte aber definitiv besser gefiel: Ein Thronfolger, der von seinem todkranken Vater am Sterbebett ins Exil geschickt wird, und dann zu einem gefürchteten Piratenkapitän wird (IIRC) - das ist ein echter Piratenfilm-Plot; die neue Allende ist eine Montaignerin niederen Adels, die auf die Gefängnisinsel geschickt wurde und jetzt da die Kontrolle übernommen hat; gibt es so als NSC an anderen Stellen auch.) Reis ist noch genauso wie in der alten Edition, nur jetzt eben weiblich. Ich habe keine Ahnung, was man sich davon verspricht. Man hätte doch sehr gut coole andere weibliche NSCs hinzuerfinden können, hat man sogar regen Gebrauch von gemacht. Es gibt auch coole, weibliche Piratenkapitäne. Also warum auf Devil Jonah komm raus, an den alten NSCs rumdoktern.

Bin ich jetzt ein engstirniger Chauvi... oder wie sehr ihr das?
Es ist eben im Moment hipp und fortschrittlich bestehende Charaktere mit dem Holzhammer zu diversifizieren, genauso wie bei Marvel Thor jetzt eine Frau ist und Iron Man eine Schwarze.

In 20 Jahren werden wir uns darüber als 2010er-Geschmacksverirrungen genauso fremschämen und kaputtlachen wie über 70er-Blaxploitation-Geschmacksverirrungen nach dem Strickmuster von Blacula und Tyroc.
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Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #58 am: 19.02.2017 | 19:33 »
Um schließlich nochmal eine neue Kontroverse anzuschneiden...

Bin ich eigentlich ein Sexist, wenn mir die Diversität im neuen 7te See zu plakativ ist? Überhaupt nicht falsch verstehen: Dass das Geschlecht nicht bestimmt, welche soziale Rolle man in dieser Welt erfüllt, ist super. Auch dass viele der ärschetretenden Helden und Schurken Frauen sind. Aber... und vielleicht irre ich mich auch und jemand wirft mir gleich Zahlen um die Ohren, die das widerlegen... ich finde es nur wenig divers, dass so gut wie alle Rebellenführer oder kriegerischen Warband-Leader, etc. beim neuen 7te See-Frauen sind.

Ich kenne zugegebenermaßen das neue 7te See nur vom Durchblättern, aber immerhin kann ich damit zu genau dem Punkt eine qualifizierte Meinung abgeben: Ich finde die Illustrationen zwar stilistisch nicht gerade inspiriert, sondern eher das Gegenteil - aber mir ist jetzt nicht aufgefallen, dass alles immer nur voller Frauen wäre. Muss vielleicht noch mal genauer hinsehen ...

Ansonsten finde ich, dass man ein ziemlich durchgängiges Gender-Switching für bestimmte Archetypen durchaus auch bewusst als Konzept fahren kann und dass das cool sein kann. Prinzipiell fühle ich mich damit tausendmal wohler, als wenn alles schön ordentlich Gendertypisch verteilt ist.
Aber ob bei 7te See nun Konzept dahinter ist oder nicht, kann ich schwerlich beurteilen. Wie dem auch sei, mir ist es natürlich in jedem Fall lieber, wenn die sich an so Gutmenschen anbiedern wie mich als an die Trump-Wähler. Und ich für meinen Teil würde hoffen, dass das in ein paar Jahrzehntchen einfach niemandem mehr auffällt, weil die Wahrnehmung von Geschlecht als relevanter Kategorie dann eh gegen Null geht (man darf ja noch träumen ...).
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #59 am: 19.02.2017 | 20:42 »
Ich kenne zugegebenermaßen das neue 7te See nur vom Durchblättern, aber immerhin kann ich damit zu genau dem Punkt eine qualifizierte Meinung abgeben: Ich finde die Illustrationen zwar stilistisch nicht gerade inspiriert, sondern eher das Gegenteil - aber mir ist jetzt nicht aufgefallen, dass alles immer nur voller Frauen wäre. Muss vielleicht noch mal genauer hinsehen ...
Meine Wahrnehmung dieses Faktes bezog sich nicht auf die Illus. Da hat eine Bloggerin sogar festgestellt, dass Frauen da dezidiert eher unterrepräsentiert sind.

Mir geht es tatsächlich um den Text und die Beschreibungen von Spielwelt und NSCs. Und ich muss sagen, dass ich das Haupt senke, da ich das NSC-Buch bislang nicht gelesen habe. Vielleicht gibt es da Männer in Frauenrollen.

Zitat
Ansonsten finde ich, dass man ein ziemlich durchgängiges Gender-Switching für bestimmte Archetypen durchaus auch bewusst als Konzept fahren kann und dass das cool sein kann. Prinzipiell fühle ich mich damit tausendmal wohler, als wenn alles schön ordentlich Gendertypisch verteilt ist.

Und hier ziele ich auf den Mittelweg ab. Natürlich soll nicht alles Gender-typisch verteilt sein, vor allem weil der Settingtext betont, dass Théah mehr Diversität hat, als Europa. Ein durchgängiges Gender-Switching als Konzeptbruch findet so auch nicht statt, insofern, dass ich zumindest im Grundbuch und im Pirate Nations keine männlichen Charaktere in weiblich zugeschriebenen Rollen finde.

Mein Problem ist auch mehr, dass bekannte und schillernde NPCs aus der alten Edition plötzlich gegenderswitched werden, obwohl es...

a) bereits eine Menge coole weibliche NPCs in der alten Edition gab (Fauner Pösen, Katherina Fischler Dimitrowa, Bloody Bonnie McGee)
b) es auch eine Menge neue coole weibliche NPCs gibt (Captain Bonaventura...)
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #60 am: 23.02.2017 | 17:43 »
... ich hab den Schnellstarter gestern im Laden bekommen. Schon in der Einleitung sind falsche Behauptungen (des Originals?) drin, die einen Geschichtsliebhaber zum Würgen bringen.

@ Bilder: Das Klischee vom tumben Mob scheint wieder ganz den Männern überlassen worden zu sein. :q
Wenn sie da aus einigen der entindividualisierten Gefolgsleute Frauen gemacht hätten, dann würde wahrscheinlich auch die Quote wieder stimmen.
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Offline Swafnir

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #61 am: 7.04.2017 | 21:13 »
Ich wunder mich sehr wie ernst hier auf die Epoche bzw. historische Ähnlichkeit wert gelegt wird. Vergleicht ihr Pathfinder auch mit dem Mittelalter?

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #62 am: 7.04.2017 | 22:46 »
Ich wunder mich sehr wie ernst hier auf die Epoche bzw. historische Ähnlichkeit wert gelegt wird. Vergleicht ihr Pathfinder auch mit dem Mittelalter?

7th Sea ist ein Fantasysetting und keine historisch korrekte Anderswelt mit komischen Namen.

Ich denke, es geht weniger um Historizität als um Genre - wenn bei "Pirates of the Caribbean" plötzlich Braveheart-Schotten, Wikinger und schwertschwingende Ritter mitmachen würden, fände ich das ebenso befremdlich.

Außerdem geht es ja um ein vorher bestehendes, komplexes, beliebtes Setting, das aus unerfindlichen Gründen "pathfinderisiert" wurde, mit mehr Monstern, Zauberkram und Langschwertern.

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #63 am: 7.04.2017 | 22:56 »
Ich wunder mich sehr wie ernst hier auf die Epoche bzw. historische Ähnlichkeit wert gelegt wird. Vergleicht ihr Pathfinder auch mit dem Mittelalter?

7th Sea ist ein Fantasysetting und keine historisch korrekte Anderswelt mit komischen Namen.

7th Sea ist ein Fantasysetting mit starken Anleihen an Europa, und es ist schade, wenn die jetzt zugunsten von Standard-Fantasy verdrängt werden. Klar waren die Anleihen bislang im Detail manchmal ganz schön unplausibel, aber ich habe nicht das Gefühl, dass jetzt alles glaubwürdiger geworden ist... (außer der Karte)
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #64 am: 10.04.2017 | 17:45 »
7th Sea ist ein Fantasysetting mit starken Anleihen an Europa, und es ist schade, wenn die jetzt zugunsten von Standard-Fantasy verdrängt werden. Klar waren die Anleihen bislang im Detail manchmal ganz schön unplausibel, aber ich habe nicht das Gefühl, dass jetzt alles glaubwürdiger geworden ist... (außer der Karte)

Sorry, aber das war doch schon immer alles unplausibel und wird jetzt auf einmal aus Fanrage als angeblicher Bug hervorgekramt. In der ersten Auflage hat sich keiner an den Fantasywikingern gestört.
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Offline Crimson King

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #65 am: 10.04.2017 | 17:57 »
7te See ist vor allem ein Swashbuckling-Setting, das klar mit Musketieren und Piraten im Stil der entsprechenden Abenteuerfilme und -romane wirbt. In dieser Genre-Emulation haben Elemente, die mit diesem Ansatz brechen, eigentlich nichts zu suchen.

Das war auch schon in der ersten Ausgabe so. Dementsprechend hat in den Runden, in denen ich mitgespielt habe, der Background wenig und Vesten sowie Feenkram keine Rolle gespielt.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #66 am: 11.04.2017 | 08:51 »
7te See ist vor allem ein Swashbuckling-Setting, das klar mit Musketieren und Piraten im Stil der entsprechenden Abenteuerfilme und -romane wirbt. In dieser Genre-Emulation haben Elemente, die mit diesem Ansatz brechen, eigentlich nichts zu suchen.

Das war auch schon in der ersten Ausgabe so. Dementsprechend hat in den Runden, in denen ich mitgespielt habe, der Background wenig und Vesten sowie Feenkram keine Rolle gespielt.
In unserer Runde damals (Theus hab'sie selig)haben wir uns an den Fantasy-Elementen im Spiel nicht gestört. Wir haben sie auch eher als Feature und nicht als Bug gesehen. Gut, Vesten mit seinen Wikinger-Anleihen hat bei uns (abgesehen von einer Minikampagne) nie eine wirklich große Rolle gespielt. Die Sidhe bzw. der Feenkram hingegen schon, was allein schon daran lag, dass wir  einen Glamourmagier in der Runde hatten, der auch noch einen persönlichen (Charakter)Hintergrund besaß, der mit dem Feenreich zu tun hatte, und zudem hat sich der Spieler sehr stark für Avalon bzw. das Feenreich interessiert. Aber auch unser SL hatte ein starkes (persönliches) Interesse an Avalon &Co. Was uns allen damals eher nicht so gefallen hat, waren die exotischen Ländereien wie Catay oder das Halbmondreich. Dementsprechend wenig bis selten haben wir da gespielt. Unsere Charaktere sind eigentlich nie so wirklich über Theá hinaus gekommen-wenn man von Brynn Bresail mal absieht. Aber großartig gestört hat uns das nicht wirklich.
Was unser SL damals weggelassen hat waren gewisse Elemente aus dem Metaplot. Im Nachhinein betrachtet war das aber auch gut so.
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Offline Swafnir

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #67 am: 18.04.2017 | 15:21 »
Ich hab mir die zweite Edition jetzt genau durchgelsesen und bin sehr angetan. Endlich ist 7te See ein reinrassiges Erzählspiel, das auch zu dem Mantel und Degen-Flair passt.

Die Aufmachung ist ebenfalls sehr stark und ich muss mich über die Fanrage hier schon schwer wundern. Klar hat das nicht mehr viel mit dem alten 7th Sea zu tun, aber wers nicht mag soll doch das alte weiterspielen, aber doch nicht dauern das neue schlecht machen.  Ich hab hier jetzt schon so viele falsche Sachen gelesen, dass ich mich frage wer das GRW überhaupt richtig gelsen hat.
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #68 am: 19.04.2017 | 09:50 »
Mal ne kurze Frage an die Leute, die das Regelsystem schon gelesen haben. Ich überlege mir gerade, ob es sich lohnt das Teil zu kaufen. Es wäre für mich aber vor allem dann interessant, wenn es interessante Ansätze zu Darstellung von Schiffskampf bietet. Die klassischen Breitseitengefechte gehören für mich schon zum Genre dazu, aber ich habe bisher noch nie eine gute Variante davon gesehen. Hat 7te See da was interessantes in petto?
Hans Hermann Lohenstein
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #69 am: 19.04.2017 | 10:09 »
Mal ne kurze Frage an die Leute, die das Regelsystem schon gelesen haben. Ich überlege mir gerade, ob es sich lohnt das Teil zu kaufen. Es wäre für mich aber vor allem dann interessant, wenn es interessante Ansätze zu Darstellung von Schiffskampf bietet. Die klassischen Breitseitengefechte gehören für mich schon zum Genre dazu, aber ich habe bisher noch nie eine gute Variante davon gesehen. Hat 7te See da was interessantes in petto?

Das ist ein Teil den ich nur überflogen habe. Ich les es mir nachher mal durch  ;) Im Juni kommt aber der Piratenband - gut möglich, dass da Regeln dazu drin sind.
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #70 am: 19.04.2017 | 10:51 »
Mal ne kurze Frage an die Leute, die das Regelsystem schon gelesen haben. Ich überlege mir gerade, ob es sich lohnt das Teil zu kaufen. Es wäre für mich aber vor allem dann interessant, wenn es interessante Ansätze zu Darstellung von Schiffskampf bietet. Die klassischen Breitseitengefechte gehören für mich schon zum Genre dazu, aber ich habe bisher noch nie eine gute Variante davon gesehen. Hat 7te See da was interessantes in petto?

Habs nachgelesen: Im Grunde laufen die ab wie normale Actionsequenzen, nur das die Spieler eben Dinge auf dem Schiff tun (Kanonen abfeuern, Reparaturen machen etc.). Die Schiffe haben dabei auch Wunden und kritische Wunden. Und die gilt es dann eben dem anderen Schiff mit Steigerungen zuzufügen (Chancen) und bei sich zu vermeiden (Risiken).
Ist sehr action- und erzähllastig.

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #71 am: 19.04.2017 | 11:16 »
Ok. Vielen Dank fürs nachsehen. Ich werd dann mal im lokalen Laden einen genaueren Blick drauf werfen . .
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #72 am: 19.04.2017 | 11:17 »
Bei dem Preis kannst Du kaum was falsch machen...
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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #73 am: 19.04.2017 | 11:29 »
Mal ne kurze Frage an die Leute, die das Regelsystem schon gelesen haben. Ich überlege mir gerade, ob es sich lohnt das Teil zu kaufen. Es wäre für mich aber vor allem dann interessant, wenn es interessante Ansätze zu Darstellung von Schiffskampf bietet. Die klassischen Breitseitengefechte gehören für mich schon zum Genre dazu, aber ich habe bisher noch nie eine gute Variante davon gesehen. Hat 7te See da was interessantes in petto?

Wirf doch mal nen Blick in Fragged Seas. Die Schiffgefechte finde ich gut gemacht.

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Re: [7th Sea 2nd Edition] Meinungen?
« Antwort #74 am: 19.04.2017 | 14:29 »
Zitat
Im Juni kommt aber der Piratenband
Auf den ich schon recht gespannt bin. Glücklicherweise hat Theá in der neuen Edition ja eine erreichbare Aussenwelt. Sowas wie eine vernünftige Karibik und eine "Neue Welt" waren das, was 7te See IMHO immer sehr gefehlt hat. Mal schauen, was sie mit dem Band über die Neue Welt und dem Band über die Kolonien so im Petto haben. (Leider bietet das GRW außer etwas Namedropping ja keinen echten Überblick über die Welt außerhalb Theas)
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