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Ist Arrival sehenswert?

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Issi:
Freier Wille?
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Sie sieht die Option einer Tochter die sicher stirbt. Sonst nichts. Sie sieht nicht welches Kind sie mit einem anderen Mann haben würde. Sie sieht nicht wie sie ihr Kind retten könnte. Sie sieht nur: Wenn Du mit diesem Mann ein Kind bekommst wird der Mann dich sicher verlassen und das Kind sicher sterben. (Das greift auch in den Willen des Vaters ein). Der könnte ja auch bleiben. Aber selbst seine Entscheidungen sind bereits ohne bzw. für ihn getroffen. Der Arme hat offenbar rein gar nichts zu melden. Pech gehabt. Das Kind könnte auch gesunden oder gar nicht erst krank werden. Aber selbst diese Optionen gibt es nicht.- Und die Entscheidung dass die Frau zu dem Ganzen festgelegten Drama ja oder nein sagen kann, ohne Alternativen zu kennen, soll Freier Wille sein?
Sorry, das kann man mit dieser  Interpretation und Umsetzung des Filmemachers einfach nicht verkaufen.

alexandro:
@Issi:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das geht von einem linearen Verlauf der Ereignisse aus, aber so funktioniert Zeit in dem Film einfach nicht. Louise kommt simultan in "Gegenwart" und "Zukunft" zu der Entscheidung, den General anzurufen, ohne dass eine der Zeitlinien Auswirkungen auf die andere hätte (obwohl sie es in der Vergangenheit passiert ist, hatte sie in der Zukunft kein Wissen davon).

Issi:
@ Alexandro.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Em nö- im Gegenteil. Im Film ist das einfach nur Railroading- wie im Rollenspiel. Railroading ist linear, da es nur eine Richtung gibt und nur "scheinbare Abzweigungen". Die Schienen sind bereits gelegt.
In einem zeilosen Zustand gäbe es mMn. nicht weniger sondern mehr Optionen, die parallel zueinander- quasi zeitgleich existieren. Ist aber nicht der Fall, sorry.
Wenn das der Blickwickel eines zeitlosen Menschen sein soll dann finde ich den traurig (vorhersehbar=linear). Und schlicht nicht plausibel. Denn begrenzter geht ja gar nicht.

Sie kommt dazu den General anzurufen, weil sie weiß, dass sie es bereits getan hat.- Und das hat sehr wohl Auswirkungen, denn erst nachdem alles gut und befriedet ist kommt sie mit dem Vater des Kindes zusammen und kann ihre eine Entscheidung treffen, die sie ja ohnehin schon getroffen hat, da sie sich sonst nicht daran erinnern könnte.  Auch sämtlich Vorraussetzungen für ihre Entscheidung zum Kind (Aliens ,Job, Schrift, General) liegen bereits auf der Schiene. Sie fährt die Stationen nur ab.


Ps. Was linear ist ist nicht die Zeit- Was linear ist, ist das was passiert.

alexandro:
So habe ich es nicht gesehen.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Natürlich ist der Film linear, denn anders kann man nicht erzählen. Aber man merkt schon recht deutlich, dass ihre Entscheidungen nicht von "ich muss das tun, weil ich es getan habe" informiert werden, sondern einfach davon, dass sie (anhand ihrer Kenntnis des Gesamtbildes) der Meinung ist, dass es die richtige Entscheidung war.

Issi:
@Alexandro
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat ---Natürlich ist der Film linear, denn anders kann man nicht erzählen
--- Ende Zitat ---
.
Doch hätte man. - Stell Dir vor sie hätte je nach Entscheidung verschiedene Visionen bekommen. Stell Dir vor ihre Vision hätte sich durch ihre Entscheidung (positiv oder negativ)verändert.
Stell Dir vor sie hätte ihr Kind noch nicht sterben sehen, bevor sie den Vater überhaupt getroffen und sich für die Beziehung entschieden hat.
 
--- Zitat ---Aber man merkt schon recht deutlich, dass ihre Entscheidungen nicht von "ich muss das tun, weil ich es getan habe" informiert werden, sondern einfach davon, dass sie (anhand ihrer Kenntnis des Gesamtbildes) der Meinung ist, dass es die richtige Entscheidung war.
--- Ende Zitat ---
- Sie tut etwas, weil sie weiß, dass sie es bereits getan hat. Weil es bereits geschehen ist, weiß sie dass es funktioniert.
Nicht ihr Zeitgefühl  ist linear, sondern das was sie tut, das was passiert. Ihr Zeitgefühl erweitert sich während  ihre Sichtweise(Visionen) dabei auf eine enge Einbandstraße begrenzt wird.
Und natürlich muß sie den General davon abhalten anzugreifen. Die Option es nicht zu tun, gab es für sie als Charakter gar nicht./spoiler]

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