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Ist Arrival sehenswert?

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Nick-Nack:

--- Zitat von: Wandler am 12.12.2016 | 00:33 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Es opfert sich weil es weiss sein Volk die Hilfe der Menschen braucht. Man kann es natürlich Sehen wir du, nichts im Film spricht für mich dagegen. Es spricht aber auch Leine Szene dafür, zumindest kann ich mich an keine erinnern.
--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Doch, eine Sache spricht dafür: Sie sieht genau eine Form der Zukunft. Welche ist das? Man kann keine Auswahllogik finden, die erklärt, warum es die ihre tatsächliche Zukunft ist, ohne ein zeitliches Paradoxon auszulösen, solange sie freie Entscheidungsgewalt hat. Soetwas wie ihre "bisherige Zukunft" ergibt keinen Sinn, denn das würde ja postulieren, dass es eine für sie vorgegebene "bisherige Entscheidung" gibt, aus der diese "bisherige Zukunft" folgt, also eben wieder kein freier Wille. Das gleiche gilt für eine "wahrscheinlichste Zukunft" oder ähnliches. Auch eine "emotionalste Zukunft" oder "schlimmstmögliche Zukunft" passt nicht, denn da könnte man sich noch viel emotionaleres oder schlimmeres vorstellen. Bei einer "zufällig ausgewählten Zukunft" würde es ausgerechnet die Zukunft ist, für die sie sich dann frei entscheidet (bei Annahme eines freien Willens).
Ein weiterer Punkt der klar dagegen spricht: Die Entscheidung, mit der Tochter die schönen Zeiten zu verbringen, obwohl die schlimmen anstehen, wäre ja noch nachvollziehbar. Aber wenn es wirklich eine freie Entscheidung gäbe, dann hätte sie sich nicht daüfr entschieden, ihrem Mann davon zu erzählen, obwohl sie wusste, dass dieser dann die Familie verlässt, worunter nicht nur sie selbst sondern auch die Tochter leiden mussten.

nikol ogg:
Die Diskussion beantwortet die Einstiegsfrage mit einem klaren Ja!  ;)

Bad Horse:

--- Zitat von: Nick-Nack am 12.12.2016 | 15:02 --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Doch, eine Sache spricht dafür: Sie sieht genau eine Form der Zukunft. Welche ist das? Man kann keine Auswahllogik finden,[...]
--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Das mit der Auswahllogik ist genau der Punkt. Eine Existenz in mehreren Zeitebenen zugleich ist für uns nicht wirklich vorstellbar, und im Film nicht darstellbar. Wie und wann werden Entscheidungen getroffen? Warum verläuft das Leben der Menschen / der Aliens genau so, wie wir das sehen? Der Entscheidungs- und Auswahlprozess wird nicht dargestellt, aber liegt das daran, dass es keinen gibt, oder liegt das daran, dass wir mit unserer linearen Wahrnehmung uns keinen vorstellen können, bei dem Ursache und Wirkung nicht chronologisch fixiert sind?

Stell dir vor, da gestaltest dein Leben wie ein Gemälde - mal hier ein Kleks, mal da einer, am Ende hast du das Gesamtbild. Wir haben jetzt das Gesamtbild gesehen, aber zu sagen, der Maler hätte keine Wahl gehabt, weil das Bild ja nun mal so aussieht?
So ungefähr stelle ich es mir vor, wenn jemand zu allen Zeiten gleichzeitig Zugang hat.

Issi:
@ Badhorse
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat ---Ein Gemälde ist ein guter Vergleich. Wenn ich der Maler des Gemäldes bin, dann habe ich eine Draufsicht auf das Gesamtwerk und kann mich entscheiden, ob ich hier oder da noch einen Tupfer hin mache. Ich habe die Übersicht und die Entscheidungsmöglichkeit das Bild selbst zu gestalten. Wenn mir aber die Draufsicht oder die Übersicht fehlt, und damit eine Idee was als Gesamtbild möglich wäre , je nachdem wofür ich mich entscheide, dann bin ich nicht derjenige der das Bild malt oder der den Lebensfilm dreht. -Dann bin ich nicht der Regieseur oder Autor, sondern nur der Actor.- Vielleicht verstehe ich auch warum etwas passiert, dass es passieren muß oder Sinn macht. Aber im Film war es eher so, dass sie das Bild bereits fertig gesehen hat, bevor die erste Farbe drauf war. - Sie war hier eher das Werkzeug einer höheren Intelligenz oder Vorsehung. Sie hat Dinge getan die ihr vorherbestimmt waren. Dinge die auch die Aliens bereits wussten. Es war wie ein Stück in dem Jeder seine vorgegebene Rolle spielt. (Bei ihr sogar ohne bewusst zu wissen wohin das führen soll)
- Der Glaube an ein vorbestimmtes Schicksal und die Vorhersehung ist ja auch nichts neues, und sogar Teil vieler Kulturkreise. Insofern darf man sich da nicht wundern wenn der Film damit eingefärbt ist.
Ich finde nur nicht dass diese alte Einfärbung- Erfülle dein vorbestimmtes Schicksal- gut zu neueren Bildern von Zeitlosigkeit und Selbstbestimmung passt. Es schließt sich mMn. sogar gegenseitig aus.
Ich kann nicht selbstbestimmt meine eigene Wege gehen und zeitgleich einem vorgetrampelten Pfad folgen.
Wenn ich mein "Schicksal" annehme, passiert vielleicht alles so wie es von einer höheren Instanz (dem Maler) bestimmt wurde. - Wenn  nicht, wird ein Kind nie geboren, die Aliens werden angegriffen, die vorbestimmte Beziehung kommt nicht zustande. Nunja , fällt es da wirklich so schwer eine "Entscheidung" für oder gegen sein Schicksal zu treffen? Ich finde nicht.[ ;)/quote]
--- Ende Zitat ---

alexandro:
@Issi:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Es ist trotzdem eine Entscheidung. Natürlich gibt es eine offensichtlich bessere Entscheidung, und wenn man das Gesamtbild gesehen hat wählt man natürlich die (warum sollte man auch nicht?), aber daraus eine fehlende Entscheidungsfreiheit zu konstruieren halte ich schon für eine ziemlich steile Behauptung. Es ist ja eben kein vorgesehener Pfad, sondern einen die sie sich selbst (wenn auch mit Kenntnis der Zukunft) erschließt.

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