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Suche einen Dungeoncrawler ohne Map

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Greifenklaue:

--- Zitat von: YY am 25.01.2017 | 10:58 ---Gerade die genannten PC-Vorlagen kämen auch gut ohne Karte aus.

--- Ende Zitat ---
Am PC sehe ich ja auch ggf., wer wo steht etc., wie groß der Raum ist etc.

Klar, das kann auch die Battlemap erledigen. Aber ich versteh ihn so, dass er die nicht will.

YY:
Kommt auf das Spiel an.

In den ganz altmodischen Spielen stehen die Helden und die Gegner voreinander, jeder kann jeden angreifen (oder wird durch Sonderfertigkeiten u.Ä. auf bestimmte Ziele begrenzt) und der Raum ist eh nur Hintergrunddeko oder hat höchstens einen abstrahierten Effekt (alle X Runden ein paar Schadenspunkte o.Ä.).
Das kann man dann ganz ohne Karte umsetzen.

Greifenklaue:

--- Zitat von: YY am 25.01.2017 | 12:16 ---Kommt auf das Spiel an.

In den ganz altmodischen Spielen stehen die Helden und die Gegner voreinander, jeder kann jeden angreifen (oder wird durch Sonderfertigkeiten u.Ä. auf bestimmte Ziele begrenzt) und der Raum ist eh nur Hintergrunddeko oder hat höchstens einen abstrahierten Effekt (alle X Runden ein paar Schadenspunkte o.Ä.).
Das kann man dann ganz ohne Karte umsetzen.

--- Ende Zitat ---

Sagen wir es so: das kann man so machen.

Für mich würde da eigentlich alles wegfallen, was mir an Dungeoncrawls Spaß macht: Exploration, spannende Räume, taktische Kämpfe, wichtige Entscheidungen.

Und das - zumindest einige - können diese alten Spiele.

Von daher zumindest das kritische hinterfragen: Bist Du Dir sicher, dass Du das so willst {und dafür Mitspieler findest}?

YY:
Taktische Kämpfe und wichtige Entscheidungen gibt es dann immer noch, nur eben abstrahiert oder zumindest in spürbar anderer Form als mit Karte und darauf ausgerichteten Regeln.

Aber ja, das muss man in der Form schon wollen :)

Chruschtschow:
Torchbearer. Das Ding ist explizit auf's Dungeon Crawling ausgelegt.

Für Karten gibt es die explizite Anweisung, dass die Spieler nicht jenseits eines Flussdiagramms der Räume mitzeichnen sollen (und selbst das ist nicht notwendig). Dafür gibt es eine Cartographer-Fertigkeit mit entsprechenden Ergebnissen bei Erfolg oder Misserfolg, wenn die Gruppe "schnellreisen" im dem Sinne nutzt, dass sie nicht rückwärts alle Räume wieder einzeln abklappern.

Im Konflikt ist es halt ein Burning-Wheel-Ableger. Die Kämpfe sind regelseitig relativ abstrakt, erlauben aber als Konflikt alles vom klassischen Drachen- und Orksklatschen bis zum rein mentalen Duell oder auch Streitgespräch mit dem gleichen Regelkern. Das klappt so gut, dass mein erster Crawl nicht mit Waffengewalt endete, sondern in einem Willensduell um einen der SC, der dann zurückgelassen wurde, als die beiden anderen die Beine in die Hände nahmen und sich erst wieder umdrehten, als sie die nächste Siedlung erreichten. Hier hat es tatsächlich Auswirkungen, dass ein Lich ein grauseliges Ding ist jenseits von Angstauren für Tabletop-Kämpfe.

Torchbearer ist dabei ein ziemlicher Elendssimulator. Gerade mit Blick auf den Hintergrund von Dungeon Master und Grimrock, in die die SC ohne Möglichkeit zum Entkommen eingesperrt sind, kann dir Torchbearer da eine schöne Geschichte vom physischen und psychischen Niedergang der Gruppe erzählen helfen.

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