Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)
KhornedBeef:
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 15:29 ---[...]Fate erkenne ich in Maßen an: innovativ hat Fate viel bewegt, auch wenn es sich nicht wirklich neuen Überlegungen bediente, sondern - wie auch Burning Wheel - nur erfolgreich bündelte und wiederverwertete.
[...]
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I gainsay thee!
Fate hat für mich subjektiv neue Überlegungen eingebracht, weil ich wohl die ungebündelten nie irgendwo gesehen habe. Ich meine damit, wenn man Gedanken, die schonmal in zig Quellen herumflogen, a) bündelt und b) strukturiert und erläutert , kann das durchaus ein würdigenswerte Leistung sein. Wissen geht verloren...
alexandro:
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 15:22 ---Bei "Basic D&D" von Evolution zu sprechen ist auch ... interessant. Evolution von was?
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Kriegsspiel. Und World Building. Und sicher auch Improtheater, obwohl das am Anfang wohl eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat.
Archoangel:
--- Zitat von: alexandro am 3.02.2017 | 14:48 ---Um mal deine eigene Argumentation zu verwenden: Die Regeln gab es doch schon vorher. Man brauchte nicht D&D, um Rollenspiel zu betreiben, das macht jedes Kind im Sandkasten von ganz alleine. D&D war nicht einmal von den Regeln her besonders innovativ (aber dass jemandem erklären zu wollen, der selbst VtM für eine Innovation hält - welches, und das sage ich bei aller Liebe die ich für mein Einstiegssystem in dieses Hobby habe, ja absolut nichts eigenes hatte - dürfte wohl vergeblich sein).
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da wären wir dann mitten in einer guten PESA-Diskussion :) . Letztlich ist Rollenspiel natürlich in einer guten alten Tradition des "Geschichtenerzählens am Lagerfeuer" verankert. Tatsächlich hat es sich dann natürlich aus den Wargames hervorentwickelt und wollte bekanntlich zunächst "nur" ein Wargame in einem phantastischen Setting erzeugen, bei dem jeder "Spieler" nur noch eine Figur statt einer Armee führte und daher ein Spieler mit Sonderrechten die Gegner simmulieren musste. Das ist dann letztlich eben doch kein Sandkasten mehr.
Die Innovation bei V:tM bestand bei mir darin, dass ethisch-moralische Komponetne des Spiels jenseits von "du hast eine Gesinnung und wenn du die nicht spielst kriegst du XP-Abzug" stattfand und die sich erstmalig mit der Degeneration der "murderhobos" - sprich Spielercharaktere - auseinandersetzte ; und aufwieß, dass am Ende der Strecke der Held zum Monster wird. DAS war für mich ein neuer Aspekt. Ich bin aber gerne bereit zu lernen, dass dieses Konzept auch noch älter ist.
Alles was danach kam empfand ich eben nicht mehr als neu und/oder innovativ ; zumindest nicht genug um die gesammte Szene zu beeinflussen. Letztlich ist es aber, denke ich, seit vampire ohnehin schwieriger geworden noch von einer emhr oder weniger homogenen Szene zu sprechen. Wahrscheinlich spielen wir längst nicht mehr alle Rollenspiele, sondern eben verschiedene Spiele, die sich aus ihnen herausentwickelt haben und nur noch ähnlich miteinander verwandt sind wie "Ballspiele" untereinander. Zumindest erscheint es mir manchmal so, dass ein Fate-Spieler und ein D&D-Spieler mittlerweile ähnliche Kommunikationsprobleme haben wie ein Feldhokeyspieler und ein Golfer.
Archoangel:
--- Zitat von: KhornedBeef am 3.02.2017 | 15:33 ---I gainsay thee!
Fate hat für mich subjektiv neue Überlegungen eingebracht, weil ich wohl die ungebündelten nie irgendwo gesehen habe. Ich meine damit, wenn man Gedanken, die schonmal in zig Quellen herumflogen, a) bündelt und b) strukturiert und erläutert , kann das durchaus ein würdigenswerte Leistung sein. Wissen geht verloren...
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Da bin ich ganz bei dir: ich würdige es auch. Meins ist es dauerhaft nicht, aber ich würdige es. Deshalb ist es aber nicht neu und/oder innovativ. Und um nichts anderes ging es mir; meine Behauptung (subjektiv aus meiner Sicht) lautete: seit V:tM ist nichts Neues mehr dagewesen. Weshalb ich mit solch einer Aussage aber als Troll verschrien wurde erschließt sich mir immer noch nicht. Es bleibt nur der böse Nachgeschmack des "Ich bin anderer Meinung, kann und/oder will diese jedoch nicht begründen. Ergo unterstelle ich einfach der andere sei nur ein Troll - dann habe ich gewonnen!" - Ich sage nicht, dass es so war, aber bei mir blieb es irgendwie so hängen, da weder eine Erläuterung, noch eine Entschuldigung, noch eine Klarstellung folgte.
Archoangel:
--- Zitat von: alexandro am 3.02.2017 | 15:38 ---Kriegsspiel. Und World Building. Und sicher auch Improtheater, obwohl das am Anfang wohl eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat.
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Da war ich dann mit meinem Folgepost eine Minute zu spät, um mich selbst zu verbessern. Danke dir: ja, natürlich.
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