Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)
KhornedBeef:
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 15:44 ---Da bin ich ganz bei dir: ich würdige es auch. Meins ist es dauerhaft nicht, aber ich würdige es. Deshalb ist es aber nicht neu und/oder innovativ. Und um nichts anderes ging es mir; meine Behauptung (subjektiv aus meiner Sicht) lautete: seit V:tM ist nichts Neues mehr dagewesen. Weshalb ich mit solch einer Aussage aber als Troll verschrien wurde erschließt sich mir immer noch nicht. Es bleibt nur der böse Nachgeschmack des "Ich bin anderer Meinung, kann und/oder will diese jedoch nicht begründen. Ergo unterstelle ich einfach der andere sei nur ein Troll - dann habe ich gewonnen!" - Ich sage nicht, dass es so war, aber bei mir blieb es irgendwie so hängen, da weder eine Erläuterung, noch eine Entschuldigung, noch eine Klarstellung folgte.
--- Ende Zitat ---
Nicht dass ich dich als Troll bezeichne, aber mein Begründung für "Fate war neu" ist ja letztendlich "Fate war in dieser Form neu". Wenn das Konzept als ganzes nicht schon da war, dann ist dem auch so. Sonst müsste ich ja unfairerweise hingehen und mir den Aspekt bei V:tM herauspicken und sagen (mit näselnder Stimme) "Sorry, Mann, aber die unvermeidliche moralische Degeneration des Protagonisten ist nichts Neues, das gabs schon bei Goethe". Blöd, klar. Weißt du, worauf ich hinaus will?
Caranthir:
Ich finde, die Mischung machts. Für erzähl-lastige Storys verwende ich gerne Fate, für actionreiche würde ich zu Savage Worlds greifen, dann noch ein paar Systeme, die auf ein spezielles Setting geeicht sind wie "Der Eine Ring" und ich bin eigentlich glücklich. Insofern habe ich keine Probleme mit der großen Auswahl. Ich weiß inzwischen sehr gut, was zu mir passt und ich mache dann einfach um manche Mainstream-Sachen, die mir zu verregelt sind (DSA, Splittermond, Shadowrun usw.), einfach einen Bogen und gut ist. Mein Problem ist eher das "Ja, habe ich mal gelesen und nie gespielt".
Archoangel:
--- Zitat von: KhornedBeef am 3.02.2017 | 15:48 ---Nicht dass ich dich als Troll bezeichne, aber mein Begründung für "Fate war neu" ist ja letztendlich "Fate war in dieser Form neu". Wenn das Konzept als ganzes nicht schon da war, dann ist dem auch so. Sonst müsste ich ja unfairerweise hingehen und mir den Aspekt bei V:tM herauspicken und sagen (mit näselnder Stimme) "Sorry, Mann, aber die unvermeidliche moralische Degeneration des Protagonisten ist nichts Neues, das gabs schon bei Goethe". Blöd, klar. Weißt du, worauf ich hinaus will?
--- Ende Zitat ---
Ich kann dir leider immer noch nicht folgen. Zieh mir doch bitte einen direkten Vergleich zu den Prinzen von Amber und sage mir was Fate jetzt wirklich innovativ neu gemacht hätte. Mag sein, dass ich zu wenig Fate gespielt habe um da den merkenswerten Unterschied zu sehen ...
Antariuk:
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 15:22 ---Ich zumindest suche keinen Ärger oder Streit mit dir - mir geht es nur um die Sache und den Austausch von Argumenten.
--- Ende Zitat ---
Nachdem du meinen Beitrag direkt mit einer süffisanten Forderung angegangen bist, ich müsse für meine Meinung ja persönliche Teilnahme an einer von Garys eigenen Runden vorweisen können, kaufe ich dir diese Aussage nicht ab. Und der vorformulierten Absatz, den ich bitte zu (unter)schreiben hätte, weil du mir unterstellst keines der Spieler der Ära wirklich zu kennen, ist ja wohl eine Nummer für sich.
Ich hatte angenommen dass mein originaler Beitrag erkennbar meine Meinung widerspiegelt. Eine andere als deine, offensichtlich. Warum du da jetzt so ein Fass von aufmachst, verstehe ich nicht. Und mit dem Thema hat das auch nichts mehr zu tun.
___
--- Zitat von: Ginster am 3.02.2017 | 12:46 ---Ich stimme dem zu. Meine Bereitschaft, mich in etwas völlig Neues einzulesen schwindet von Jahr zu Jahr. Sofern es nicht völlig neu, im Sinne von völlig neu und noch nie dagewesen ist.
Ich lobe mir die GUMSHOE-Varianten, weil man so viele Settings und Themen bespielen kann, ohne von Grund auf neue Regeln lernen zu müssen. Gleiches gilt z. B. für PbtA-Hacks.
--- Ende Zitat ---
Moment - das klingt so, als wenn du dein Lieblingssystem (oder ein Lieblingssystem) bereits gefunden hast? Dann bist du doch fein raus, musst gar nicht mehr durch zig Kickstarter und Neuankündigungen wühlen um das eine, persönliche Juwel zu finden? ;)
--- Zitat von: Grimtooth's Little Sister am 3.02.2017 | 14:40 ---Ich bin vor allem davon genervt, immer neue Regeln lernen zu sollen. Leider sind ja die Welten oft eng mit dem System verbunden, SpliMo z-B - was ich aber durchaus auch mit d20 bespiele. Neue Regelsysteme brauche ich von dem her wirklich nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Für mich persönlich hängt das davon ab wie umfangreich und komplex die Regeln sind. Einen 400+ Seiten Shelfbreaker tue ich mir nur an wenn er mechanisch interessant genug klingt oder das Setting mich ausreichend reizt. Aber einfach so, um auf "aktuellem Stand" zu bleiben, meide ich umfangreiche Systeme auch.
Und wie viele neue, umfangreiche Systeme sind denn wirklich eng mit der jeweiligen Spielwelt verbunden? Ich habe SpliMo nur angelesen, aber das erschien mir durchaus tauglich zur Fremdbenutzung, genau wie Symbaroum oder Blades in the Dark. Ist dann wohl eine Frage der Definition.
Pyromancer:
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 15:39 ---Die Innovation bei V:tM bestand bei mir darin, dass ethisch-moralische Komponetne des Spiels jenseits von "du hast eine Gesinnung und wenn du die nicht spielst kriegst du XP-Abzug" stattfand und die sich erstmalig mit der Degeneration der "murderhobos" - sprich Spielercharaktere - auseinandersetzte ; und aufwieß, dass am Ende der Strecke der Held zum Monster wird. DAS war für mich ein neuer Aspekt. Ich bin aber gerne bereit zu lernen, dass dieses Konzept auch noch älter ist.
--- Ende Zitat ---
Das gab's doch mit Call of Cthulhu schon 10 Jahre vorher.
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