Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)
Kaskantor:
Ich mache das was es so gibt an drei Dingen aus.
Leichter Crunch viel erzählen
Mittel crunchig
Extrem crunchig
Als Beispiele dienen hier
Fate
DnD 5
Splittermond
Die Settings sind reine Phantasie und kann alles sein was man im sieht, liest oder hört oder sich eben vorstellen kann.
Ich glaube der wahre Grund für die Vielfälltigkeit kommt einfach daher, dass irgendwann so gut wie jedem entweder das Setting langweilt oder man die Regeln nach zig Jahren nimmer sehen kann und man sich dann nach was neuem umsieht.
Die Industrie versucht uns dann dabei zu "helfen" indem sie ständig neues raushauen:).
Pilzhut:
Einmal zurück zur ursprünglichen Fragestellung. Meiner Meinung nach gibt es nicht zu viele neue Systeme.
Ich glaube Megavolt ist da auf dem richtigen Pfad. Ich selbst sehe zwei Probleme bei der Menge an Systemen.
1) Viele Spieler wissen einfach nicht genau was sie wollen. Und ich meine hier auch genau. Ein Genre und eine grobe Regelkomplexität die ich mir wünsche reicht bei einem so großen Angebot wie wir es haben eben nicht mehr aus. Zugegeben ist dies das kleinere Problem, aber ohne genaue Vorstellung geht man in der Menge an Systemen leicht unter.
2) Uns fehlen Werkzeuge zum Suchen und Bewerten. Selbst wenn ich ganz genau weiß was ich denn möchte, wo finde ich das? Es gibt keine Suchmaschine oder ausgebildete Fachkraft die mir zeigen kann was ich suche. Nein ich muss Google bemühen und in Foren nachfragen und hoffen was zu finden. Und selbst wenn ich dann das eine System was vor 3 Jahren auf Kickstarter lief gefunden habe, wird es noch eine ganze Ecke schwieriger herauszufinden ob es auch hält was es verspricht.
Ich glaube zu Innovation muss man nicht mehr viel Worte verlieren. Unabhängig davon ob es in letzter Zeit nun Innovation gab oder nicht, viele neue Systeme erhöhen nur die Chance auf Innovationen und somit neue spannende Spielerlebnisse.
Achamanian:
--- Zitat von: Pilzhut am 3.02.2017 | 17:52 ---
2) Uns fehlen Werkzeuge zum Suchen und Bewerten. Selbst wenn ich ganz genau weiß was ich denn möchte, wo finde ich das? Es gibt keine Suchmaschine oder ausgebildete Fachkraft die mir zeigen kann was ich suche. Nein ich muss Google bemühen und in Foren nachfragen und hoffen was zu finden. Und selbst wenn ich dann das eine System was vor 3 Jahren auf Kickstarter lief gefunden habe, wird es noch eine ganze Ecke schwieriger herauszufinden ob es auch hält was es verspricht.
--- Ende Zitat ---
Ich behaupte mal: Die meisten wissen eigentlich gar nicht, was sie wollen; und wenn sie ein entsprechendes Wollen formuliert haben, kann es gut sein, dass das eher etwas ist, das sie abstrakt in der Theorie wollen und nicht das, was ihnen in der Praxis auch Spaß macht. Deshalb bringen evtl. auch die besten Rezensionen nicht, weil man, sobald etwas einen auch nur ansatzweise reizt, eigentlich beim Spielen rausfinden muss, ob es das Richtige für einen ist.
Ich glaube, das ist dann auch das Problem mit dem Überangebot: Das Gefühl, so viel ausprobieren zu "müssen", um nicht evtl. das tollste System/Setting zu verpassen. ist natürlich ein Trugschluss, denn eigentlich braucht man in der Regel nur etwas, das halbwegs passt, und dann eine gelungene Runde damit. Und ein Überangebot kann genau das Zustandekommen davon erschweren.
alexandro:
--- Zitat von: Archoangel am 3.02.2017 | 15:39 ---Die Innovation bei V:tM bestand bei mir darin, dass ethisch-moralische Komponetne des Spiels jenseits von "du hast eine Gesinnung und wenn du die nicht spielst kriegst du XP-Abzug" stattfand und die sich erstmalig mit der Degeneration der "murderhobos" - sprich Spielercharaktere - auseinandersetzte ; und aufwieß, dass am Ende der Strecke der Held zum Monster wird. DAS war für mich ein neuer Aspekt. Ich bin aber gerne bereit zu lernen, dass dieses Konzept auch noch älter ist.
--- Ende Zitat ---
Dark Side Points bei WEG Star Wars (und sicher gab es noch was vorher). Und sogar AD&D hatte afaik noch vor 1990 einen Mechanismus, welcher das starre Gesinnungs-System aufbrach und durch eine graduelle Skala ersetzte, bei der sich die Gesinnung abhängig von den Taten der Charaktere änderte.
Wie gut ein solches System geeignet ist, um diese Abwärtsspirale abzubilden, wäre eine andere Frage.
Weltengeist:
--- Zitat von: Kaskantor am 3.02.2017 | 16:47 ---@ Weltenwandler
--- Ende Zitat ---
Es gibt hier zwar einen User Weltenwandler, aber der war seit September 2010 nicht mehr online.
Ich könnte dir "Wandler", "Wellentänzer" oder "Weltengeist" anbieten stattdessen, such dir einen raus... ;D
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