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Gibt es zu viele neue Systeme? Oder: Wer soll das alles spielen? (rant-ish)

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Samael:
Aber nur selten Szenarien...

Vasant:

--- Zitat von: Samael am  1.02.2017 | 22:30 ---Tausend Regelwerke und immer neue Spielhintergründe aber wenig bis kein Support in Richtung Spielmaterial. Warum? Wird das nicht benötigt, weil alle selber ihre Kampagnen stricken? Ich glaube da nicht dran - wer hat schon die Zeit dazu in der heutigen Kernzielgruppe?

--- Ende Zitat ---
Ist Zeit wirklich so ein Faktor? Nach einem Rundenstart (soll heißen, sobald ich die Spieler und ihre Vorlieben und Charaktere/Figuren/Rollen/Personnagen kenne) brauche ich für die Anpassung eines Kaufabenteuers an die Gruppe meist mindestens so lang (wenn nicht länger!), als das Ding direkt selbst zu schreiben. Ich hätte jetzt einfach gedacht, dass es mittlerweile vielen so geht.
Ich hab keinen Einblick in Verlagsbilanzen, aber schon den Eindruck, dass sich Splatbooks und die siebzehnte Ausgabe von "zehn Zusatzregeln, mit denen du deinen SL in den Wahnsinn treiben kannst!" deutlich besser verkaufen als Abenteuer. Da ist's wohl auch leichter, mehr als "pay what you want" zu verlangen. Da die Zeit von so Riesensystemen mit nem Haufen Erweiterungen andererseits auch schon wieder vorbei zu sein scheint, verkauft man also einfach komplett neue Regelwerke.
Eine Fülle an kaufbaren Abenteuern oder Regionsboxen vermisse ich jedenfalls kaum, weil sie mich sowieso nicht interessieren würden. Tatsächlich kaufe ich eigentlich hauptsächlich Settings, nehme die Regelanpassungen / -erweiterungen von dort und ignoriere mitgelieferte Abenteuer. Allerhöchstens die Zusammenfassung davon geb ich mir vielleicht mal.

Der Läuterer:
Das Wildern in anderen Systemen auf der Suche nach neuen Plots ist doch okay.
Etwas graben und man findet mit Sicherheit eine Perle zu dem Sujet das man sucht.

Archoangel:
Bei mir verstärkt sich auch der Eindruck, dass viele Systemschmiede ihre Produkte gar nicht mehr für die Ewigkeit auslegen. Die haben ne gute Idee, die kommt dann in den Druck, noch 2W6 Supplements hinterher und dann auf zum Nächsten. Früher hatte ich zumindest den Eindruck die Spieleschmieden hätten auch mit Gedanken an eine ferne Zukunft produziert.

Weltengeist:

--- Zitat von: Vasant am  2.02.2017 | 07:59 ---Ich hab keinen Einblick in Verlagsbilanzen, aber schon den Eindruck, dass sich Splatbooks und die siebzehnte Ausgabe von "zehn Zusatzregeln, mit denen du deinen SL in den Wahnsinn treiben kannst!" deutlich besser verkaufen als Abenteuer.

--- Ende Zitat ---

Macht ja auch Sinn, denn das Abenteuer kauft höchstens der Spielleiter (und nicht mal der unbedingt), den Ausrüstungsband dagegen kaufen oft gleich alle Gruppenmitglieder.

Allerdings haben schlauere Verlage inzwischen auch bemerkt, dass Abenteuer sich zwar nicht so gut verkaufen wir Regelbücher, dass ohne Abenteuer aber irgendwann auch das beste Regelwerk immer weniger Abnehmer findet. Es gibt eben doch - egal was manche Tanelornis für den einzig wahren Spielstil halten - ziemlich viele Gruppen, die Kaufabenteuer wollen und brauchen. Und zwar möglichst nicht nur eins oder zwei, sondern zumindest so viele, dass sie eine Auswahl haben (nach Region, Genre usw.).

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