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Attack of Opportunity - Nutzen und Zielsetzung

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alexandro:
Viel Nutzen hat sie nicht.

Die Kontrollzonen sind nett, dass man sie aber umgehen kann, wenn man nur 1,5 m vor den Bodyguards vorbeiläuft, ist glaube nicht im Sinne des Erfinders. Letztendlich ist sie ein Konstrukt, welche mit bestimmten Regeln zusammenhängt. Wendet man diese Regeln nicht an, so vermisst man nichts, wenn man keine AoOs verwendet.

CK:
@YY:
Beides hat Vor- und Nachteile - sowohl das Spiel mit als auch ohne AoO.
Bei Dungeonslayers wurde die "Gelegenheitsattacke" ganz bewusst gekickt, um ein dynamischeres Spielgeschehen (in Form von mehr Bewegung bei der Verwenung von Miniaturen) zu haben.
Grund war, dass ich bei D&D & Co die AoO eher als störend und ausbremsend empfand, dennoch hat sie auch ihre klare Berechtigung und Vorteile.
Bei DS haben wir ihr Fehlen allerdings durch Sturmangriffe (doppelter Move, wenn Du jemanden direkt attackierst) umgangen, so dass man zwar wegschlendern kann, der Stehengelassene das aber negieren kann, wenn er denn will - aber es gibt kein automatisches Ausbremsen mehr. Nachteile an dieser Vorgehensweise habe ich in all den Jahren nicht festgestellt, es flutscht imho nur besser, ohne dass die Bindung wirklich entfällt, aber am Ende bleibt es Geschmackssache.

YY:

--- Zitat von: KhornedBeef am  8.02.2017 | 08:22 ---Mein Eindruck zu AoO/Passierschlägen: Sie treten z.B. zusammen mit System auf, in denen man sonst einen Vorteil daraus gewinnen könnte, zwischen Nahkämpfen vor und zurück zu springen, der nicht im Verhältnis zu den Kosten steht.

--- Ende Zitat ---

Das ist ja nur problematisch, wenn man über die Runden unterschiedliche Initiative und/oder die Möglichkeit hat, sich sowohl vor als auch nach einem Angriff zu bewegen - oder?
Sobald diese beiden Aspekte weg fallen, ist das kein Thema.



--- Zitat von: Scimi am  8.02.2017 | 09:09 ---Es wäre aber ganz gut, wenn du irgendeine Zielsetzung hättest. Ohne Kontext ist es schwierig, für oder wider eine Regel zu argumentieren.

--- Ende Zitat ---

Eine Zielsetzung habe ich durchaus:
Ich will die AoO aus allen Richtungen beleuchten und feststellen, welche Funktionen sie hat und wie man diese ggf. anders abbilden will.

Nur kann ich zu so einem offenen Ansatz keine konkretere Fragestellung formulieren.


Ausgangspunkt der Überlegung waren allerdings (mindestens) drei Systeme, welche die AoO einzig beim Verlassen des Nahkampfes vorsehen - also da, wo sie in meinen Augen am Allerwenigsten Sinn ergibt.
Das kann man dann gerne als gesonderte Betrachtung sehen, in welcher Weise sich das rechtfertigen lässt.
Mir kommt das so vor, als wäre in diesen Systemen die AoO drin, weil man das eben so macht, aber sich mit dem ganzen Kleingefuddel und tausend Ausnahmefällen wie bei D&D nicht herumschlagen wollte.
Nur ist die letztlich gewählte Variante auch nicht das Gelbe vom Ei.


--- Zitat von: Scimi am  8.02.2017 | 09:09 ---Frage 1 wäre, von was für einer Art System ausgegangen wird.
Die AoO ist eine simple, elegante Lösung für ein System mit einfachen, abstrakten Mechanismen.

--- Ende Zitat ---

Das Konzept ist simpel, aber in der Anwendung hakt es dann meistens an ein paar Stellen und die AoO produziert eine ganze Anzahl neuer Baustellen.

"Wer in unmittelbarer Reichweite eines Nahkämpfers ist und etwas anderes tut, als mit diesem zu kämpfen, bekommt eine AoO - außer, der Nahkämpfer ist mit etwas Anderem beschäftigt oder dieses "Andere" besteht darin, sich weg zu bewegen."
Das wäre nach den obigen Überlegungen meine Minimalformulierung und da bin ich schon an dem Punkt, ob man das nicht doch anders machen könnte - vor Allem, wenn das System sowieso schon Aktionspunkte bzw. halbe und volle Handlungen kennt und in anderem Kontext Abwarten und/oder Angriffsbereitschaft als taktische Option zur Verfügung stellt.

Die AoO "muss" es unterm Strich deswegen geben, weil die abstrakte Darstellung ihrer "Heimatsysteme" nicht zwischen einem symmetrischen Schlagabtausch und Angriffen gegen einen weitestgehend Wehrlosen unterscheiden kann - das einzubringen, wäre aber mMn weniger Aufwand als eine AoO-Regelung mit allen Schikanen.


--- Zitat von: Scimi am  8.02.2017 | 09:09 ---Frage 2 ist, welches Genre dargestellt werden soll.

--- Ende Zitat ---

Stellt sich für mich nicht wirklich - die AoO entspringt wie von verschiedenen Leuten hier gepostet klar einem Simulationsgedanken und hat in eher frei beschreibenden Systemen genau so wenig verloren wie in Systemen, wo die SCs deutlich larger than life sind.




--- Zitat von: Boba Fett am  8.02.2017 | 09:07 ---Der Gelegenheitsangriff ist eine Kompensation von Regelschwächen, die ohne ihn auftreten würden.

--- Ende Zitat ---

Ich würde eher sagen, er ist eine Kompensation von Regelschwächen, die man auch deutlich anders hätte beheben können.
Dazu hätte es aber ein schlüssiges Gesamtbild davon gebraucht, wie ein Kampf warum aussieht und wie das System ihn abbildet - und gerade D&D als "Brutkasten" des Gelegenheitsangriffes hatte dieses Gesamtbild nie. Man hat da mehr oder weniger direkt mit der Abstraktion angefangen und weder klar kommuniziert noch sich selbst klar gemacht, was an welcher Stelle wie abstrahiert wird.
So kann das dann auch nichts werden und unterm Strich wurstelt man immer noch in gleicher Weise damit herum, eventuell mit Ausnahme von D&D4.


@CK:

Guter Gedanke mit dem Sturmangriff.
Im Prinzip reicht es ja, in irgendeiner Form einen Angriff aus der Bewegung zuzulassen, um bei gleicher Bewegungsweite zu erreichen, dass der Verfolgte nicht 100% sicher vor Angriffen seines Verfolgers ist.

Rhylthar:
Ich mag das Prinzip der AoO.

Eigentlich war es für mich nur immer eines:
"Du kannst Dir einen Vorteil erschaffen, riskierst aber eben eine AoO."

Natürlich könnte man dies auch anders abbilden. Z. B. die Handlung ganz verbieten, erhöhte Kosten verlangen oder, wie auch in Ansätzen bei D&D, eine Probe verlangen, ob es gelingt.

CK:

--- Zitat von: Rhylthar am  8.02.2017 | 10:07 ---Eigentlich war es für mich nur immer eines:
"Du kannst Dir einen Vorteil erschaffen, riskierst aber eben eine AoO."

--- Ende Zitat ---
Das stimmt völlig, ebenso aber auch:
"Du nimmst einen Nachteil ( = Verzicht auf den eigenen Angriff) in Kauf, weil Du etwas anderes machen willst, und bekommst dafür noch Eine rein."

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