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Beste Regelmechanismen für sozialen Konflikt

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Arldwulf:

--- Zitat von: Issi am 16.03.2017 | 08:56 ---Grundsätzlich finde ich Systeme gut, die den Spieler und seine Argumentation nicht negieren.
Wenn es nicht einmal mehr darum geht was der Spieler sagt sondern nur noch darum wie gut er würfelt, dann fehlt mMn.  ein entscheidender Faktor für Rollenspiel. Der Würfelwurf sollte den Ausgang von Sozialen Konflikten nicht alleine entscheiden. Sondern eine Stütze sein kein Ersatz. Mehr dazu gerne später.😉

--- Ende Zitat ---

Ja, das mag ich auch.

Eine gute Lösung dafür finde ich: "Weil du diesen guten Punkt angesprochen hast darfst du jetzt auf XYZ würfeln" - so das die Aussage /  des Spielers den Würfelwurf erst einleitet. Das funktioniert natürlich am besten mit zusammengesetzten Erfolgen, also Methoden welche mehrere solcher Argumente und Spielerideen zu einem Gesamtbild der Situation zusammenfügen.

LushWoods:

--- Zitat von: Lasercleric am 16.03.2017 | 07:42 ---Heißt das, dass im Wesentlichen das Erwürfeln eines Schwierigkeitsgrads und das Abtragen von "Hit Points" entscheidend dafür sind, ob eine soziale Attacke erfolgreich ist? Wenn dem so wäre, fände ich das nicht wirklich innovativ.

--- Ende Zitat ---

Jupp, ungefähr so. Es hat auch niemand hier was von innovativ geschrieben?!

Achamanian:
Revolution d100 hat ein einheitliches Konfliktsystem, das auch für soziale Konflikte anwendbar ist und im Prinzip auch mit Hit-Points-runterwürfeln funktioniert, aber relativ viele Möglichkeiten für Unterstützung, Zusammenarbeit, Einfluss mehrer Fertigkeiten und guter Ideen bietet und auch Kompromisse und Konsequenzen jenseits von "du bist auf 0 Punkte Willenskraft" vorsieht ... wird aber mit allem drum und dran schon ziemlich komplex, und allein vom Lesen her blicke ich zugegebenermaßen noch nicht richtig durch. An sich gefällt's mir aber ganz gut.

aingeasil:

--- Zitat von: Issi am 16.03.2017 | 08:56 ---Grundsätzlich finde ich Systeme gut, die den Spieler und seine Argumentation nicht negieren.
Wenn es nicht einmal mehr darum geht was der Spieler sagt sondern nur noch darum wie gut er würfelt, dann fehlt mMn.  ein entscheidender Faktor für Rollenspiel. Der Würfelwurf sollte den Ausgang von Sozialen Konflikten nicht alleine entscheiden. Sondern eine Stütze sein kein Ersatz. Mehr dazu gerne später.😉

--- Ende Zitat ---
Hier bin ich nur halb dabei. Wenn auf einem Charakterbogen bei beispielsweise explizit die sozialen Werte unterirdisch sind (zugunsten von anderen Fertigkeiten meist), dann sollte auch die beste Argumentation des Spielers nur ein müdes Lächeln hervorrufen und in einem entsprechenden Würfelwurf ohne Boni resultieren dürfen - und genauso darf ein sozial nicht ganz so versierter Spieler durchaus auf einem entsprechenden Würfelwurf bestehen dürfen, wenn sein Charakter Prince Charming ist, ohne tiefer ins Details des Spielgeschehens gehen zu müssen. Das beschreibt halt das allgemeine Problem der "weich geregelten" Fähigkeiten - Intelligenz, Manipulation, Charisma, Aussehen (!), Geistesgegenwart - gegenüber den "hart geregelten" Fähigkeiten - Kampf, Initiative, Verteidigung, Magie, Heilung - und sollte eigentlich nicht weiter Thema sein. Sry.

Aber zurück zum Thema: Das Lied von Eis und Feuer hat einen guten Ansatz (eben Kampfregeln fast 1:1 auf Sozialwürfe zu übertragen), stößt aber aufgrund des Regelsystems bald an seine Grenzen (Sobald ein Attribut von 4 oder 5 erreiht wird, ist der gleichwertige Gegner oftmals doch ein "One Hit"). Aber im Allgemeinen sind alle Konflikt-Systeme gut, die es schaffen, dass soziale Konflikte nicht aus einer einzigen Aktion bestehen, deren Ausgang nur ein "klares, unverrückbares Ja" oder "klares, unverrückbares Nein" sein darf, und dennoch übersichtlich bleiben.

Hotzenplot:
Systemseitig würde ich nennen:

komplex: Burning Wheel, Das Lied von Eis und Feuer
einfach: FATE, PDQ#

Charmant an FATE und PDQ# ist eben, dass die sozialen Konflikte sich nicht von anderen Konflikten unterscheiden und man mischen kann. Atemberaubende Schönheit ist eine tolle Verteidigung gegen einen Morgenstern.  ;D

Burning Wheel kenne ich leider bisher nur vom Lesen, wurde mir damals aber empfohlen, als ich für DSA ein Konfliktsystem entwickeln wollte (es blieb bei einem Wollen), da DSA zwar zig Fertigkeiten hat, aber auch in der neuen Edition eindeutige Konfliktregeln dazu mal wieder verkackt hat.

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