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[D&D 5E] Player's Handbook - Spielerhandbuch - Deutsche Ausgabe
Rhylthar:
Gegen "Vorteil" als Übersetzung habe ich auch gar nichts einzuwenden.
Vielleicht bin ich da pingelig, aber:
"Vorteil" ist im D&D-Kontext kein einfaches Wort mehr, sondern ein Regelbegriff. Der steht für die 5E jetzt fest.
Nehmen wir mal das Beispiel:
--- Zitat ---Tapferkeit. Du bist im Vorteil bei Rettungswürfen, um zu vermeiden, verängstigt zu werden.
--- Ende Zitat ---
Abgesehen vom Satzbau passt es eigentlich vom Sinn. Nur hätte ich wohl eher so etwas genommen wie "Du hast einen Vorteil...". Sagt im Prinzip dasselbe aus, aber zweiteres betont für mich mehr die "Regel", da es ja quasi einen Würfelwurf erlaubt.
Wellentänzer:
Hm. Ziemlicher Relativsatzterror. Aber generell sind mir deutsche Übersetzungen unabhängig von der Qualität lieber als das englische Original. Aber warum nicht:
Tapferkeit. Du bist im Vorteil bei Rettungswürfen gegen Angst.
Greifenklaue:
--- Zitat von: Lasercleric am 14.04.2017 | 13:53 ---Das Ärgerliche daran ist, dass die Beibehaltung der englischsprachigen Schachtelsatzstruktur und ständige Relativsätze wirklich auffällig häufige und im Rollenspielbereich typische Übersetzungsklopse sind. Da muss sich das Lektorat an die Nase fassen.
--- Ende Zitat ---
Als Lektor kannst Du das Buch auch nicht neu schreiben ... {Das machst Du nämlich effektiv, wenn Du jeden Satz umstellst und dazu nochmal das englische Original liest} Jedenfalls nicht zu den gesetzten Fristen. Das könnte man höchstens zurückgeben an den Übersetzer ... Und auch das killt die Fristen ...
Rhylthar:
--- Zitat von: Greifenklaue am 15.04.2017 | 19:10 ---Als Lektor kannst Du das Buch auch nicht neu schreiben ... {Das machst Du nämlich effektiv, wenn Du jeden Satz umstellst und dazu nochmal das englische Original liest} Jedenfalls nicht zu den gesetzten Fristen. Das könnte man höchstens zurückgeben an den Übersetzer ... Und auch das killt die Fristen ...
--- Ende Zitat ---
Hm, jein.
Du "musst" es im Zweifel als Lektor aber machen und zwar gerade im Regelteil. Das muss eindeutig und wiederverwertbar sein. An dem Beispiel oben tritt wahrscheinlich folgendes Problem auf:
Der Zustand heisst "ängstlich" (Condition: frightened). Also muss da auch ängstlich stehen.
Greifenklaue:
Ja, wenn Du zu einem Vierter des ehh schon knappen Geldes des Übersetzers die doppelte Arbeit haben willst, dann "musst" Du es tun ...
Ich wollte nur kurz erläutern, warum sowas illusorisch ist. Der Input des Übersetzers muss stimmen, ein Lektor kann zu den Bedingungen in der Rollenspielszene nur Feinschliff leisten.
Oder man gibt ihm deutlich mehr Zeit ...
Und Fanlektorat: Das ist hervorragend geeignet Unstimmigkeiten auszumerzen. Aber nicht, um Satzstrukturen zu ändern. Zumindest nicht, wenn es ganze seiten betrifft.
Ich empfehle mal die Questlogfolge mit dem Runequest-Übersetzer Lutz Reimers, da wird klar, warum die einerseits so gut ist, aber auch sehr zeitaufwändig: QuestLog – Episode 06
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