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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.

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Wulfhelm:

--- Zitat von: ArneBab am 26.04.2017 | 23:19 ---Ich habe bei deinen Fragen das Gefühl, dass du in dagegen argumentierst, dass die Geschichten [em]nur[/em] durch Zufallstabellen erzeugt werden
--- Ende Zitat ---
Ähm...


--- Zitat ---Wenn du eine Geschichte durch Zufallstabellen beschreibst, definierst du mit minimalem Aufschrieb ein riesiges Feld an möglichen Geschichten.
--- Ende Zitat ---

Wie gesagt, mich durch Zufallstabellen* inspirieren lassen, um ein Szenario (was nicht "die Geschichte" ist, denn die entsteht ja erst, wenn die Spieler auf das Szenario losgelassen werden) zu entwickeln: Das kenne und praktiziere ich. Aber die "Geschichte durch Zufallstabellen" zu "beschreiben"... für mich ergibt das keinen Sinn. Und selbst beim Entwickeln des Szenarios sind die Zufallstabellen maximal ein Anstoß und kein Ersatz für die eigentliche Ausarbeitung.

Wenn nur das, und nichts weiter, hier in diesem Thread gemeint gewesen sein sollte, okay. OP scheint mir aber in eine andere Richtung zu gehen.


*Oder Kartenziehen oder einen zufälligen Eintrag im Märchenindex auswählen oder so etwas in der Art.

ArneBab:

--- Zitat von: Wulfhelm am 28.04.2017 | 14:16 ---Wie gesagt, mich durch Zufallstabellen* inspirieren lassen, um ein Szenario (was nicht "die Geschichte" ist, denn die entsteht ja erst, wenn die Spieler auf das Szenario losgelassen werden) zu entwickeln: Das kenne und praktiziere ich. Aber die "Geschichte durch Zufallstabellen" zu "beschreiben"... für mich ergibt das keinen Sinn. Und selbst beim Entwickeln des Szenarios sind die Zufallstabellen maximal ein Anstoß und kein Ersatz für die eigentliche Ausarbeitung.

--- Ende Zitat ---
"beschreiben der Geschichte" war etwas ungenau. "Beschreiben der typischen Geschichten" wäre sauberer. Meiner Ansicht nach kann man es in beide Richtungen übertreiben: Gar kein Zufall kann vorhersehbar werden. Nur Zufall kann unzusammenhängend werden (wobei auch das in der Erinnerung wundervolle Geschichten ergeben kann, da die Entscheidungen eben nicht völlig zufällig sind und irgendwann die zufällig erschaffenen Fakten ein Eigenleben entwickeln und die Geschichte selbst fortschreiben). Welches Gewicht welcher Aspekt bekommt (und wie es der Gruppe am meisten Spaß macht) unterscheidet sich allerdings deutlich.

Wenn du viel improvisierst, kann dir eine Zufallstabelle allerdings einen Großteil der Ausarbeitungsarbeit abnehmen.

tartex:
Also wenn es nicht gerade Tierbegegnungen sind, steht hinter fast jeder Zufallsbegnung für mich als Spielleiter mehr.

Ich sehe die immer als Storyhooks und je unsinniger sie auf den ersten Blick erscheinen, desto mehr muss fast zwangsläufig dahinter stehen. Und der Reiz für mich ist es eben rauszufinden, wie mehrere davon zusammengehören. Nach drei oder vier steht dann eigentlich auch schon ein Gerüst für eine komplexe Handlung, der die Spieler folgen wollen. Lässt sich auch fast immer mit den Background-Stories der Spielercharaktere verknüpfen.

Beißen sie nicht an, weil es sie nicht so interessiert, kann man immer noch mit einer neuen Zufallsbegnung ganz was neues aufmachen.

Chruschtschow:

--- Zitat von: Wulfhelm am 28.04.2017 | 14:16 ---Wenn nur das, und nichts weiter, hier in diesem Thread gemeint gewesen sein sollte, okay. OP scheint mir aber in eine andere Richtung zu gehen.

--- Ende Zitat ---

Ich schaue mal auf den grundlegenden Thread und als Kernaussage sehe ich da: "Also noch mal. Warum würfeln? - Um zu sehen, was als nächstes passiert. Genauer: was wir als nächstes in Hinblick auf die Fiktion als wahr erachten wollen."

Herrgott, das ist so offenkundig richtig, dass die nachfolgende Diskussion gelegentlich zum Kratzen am Kopf führt. Übliche Situation am Tisch ist beim Würfeln ja oft die Charakterprobe. Nehmen wir mal da den Kampf. D&D. Treffe ich? Ja oder nein. Bei einem Treffer verletze ich jemanden oder etwas. Wie stark? Jeder Würfelwurf führt dazu, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gegebenen Ergebnisse für die jeweilige Spielsituation wahr werden zu lassen.

Ausnahme sind die Situationen, die meist als Idiotentest dienen, um zu schauen, ob hier gewürfelt werden muss oder sollte. Ändert sich nichts? Dann lass die Würfel liegen.

Was 1of3 noch drauf packt, ist ja nur ein System, um zu schauen, ob hier auch andere Entscheidungsmechanismen taugen.

Klar, es gibt noch solche Sachen wie Würfeln zum Erzeugen von Spannung. Das hat dann aber nichts mehr mit den Regeln des Spiels zu tun und liegt im Bereich der Stilmittel der SL.

TaintedMirror:
Es ist allerdings nicht nur würfeln um die Story weiter zu bringen. Mal als Beispiel: Bei DSA habe ich auch schon tolle Abende erlebt, in denen die Helden an irgendeinem Fest teilgenommen haben. Da wurde halt viel gewürfelt aber eben nur um diverse Disziplinen zu bestehen. Wirklich weiter gebracht haben die aber nicht. Die Story fand eher außerhalb der Disziplinen statt. Trotzdem war jeder froh, wenn er ein Zechduell für ein paar Heller oder ein Bogenschießen für einen Pokal gewonnen hat.

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