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Würfeln? Du fängst wahrscheinlich falsch rum an.
Wulfhelm:
--- Zitat von: ArneBab am 30.04.2017 | 17:00 ---Das hält mich aber nicht davon ab, mir grundlegende Fragen dazu zu stellen, warum sich bestimmte Mechanismen entwickelt haben und warum sie sinnvoll sind.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte das eigentlich nur gefragt, weil Erwägungen über möglichst schnelle und reibungslose Konsensfindung (anhand von Computern noch obendrein) meiner Erfahrung nach nichts mit Rollenspielen zu tun haben. Da gibt's zwar geschriebene und ungeschriebene Regeln, um die Konsensfindung stromlinienförmiger zu gestalten, aber dass die Entscheidung über den Fortgang der Geschichte nicht in einer Hand liegt, sondern aus mehreren unterschiedlichen Richtungen synthetisiert wird, ist irgendwie der Witz der Sache...
Maarzan:
--- Zitat von: Wulfhelm am 3.05.2017 | 00:42 --- aber dass die Entscheidung über den Fortgang der Geschichte nicht in einer Hand liegt, sondern aus mehreren unterschiedlichen Richtungen synthetisiert wird, ist irgendwie der Witz der Sache...
--- Ende Zitat ---
Eine Sache, die meines Erachtens regelmäßig von Leuten vergessen oder ignoriert wird, womit sie dann Wege vorschlagen, welche viel mehr "Spaß" bringen, so viel schneller und einfacher sind oder "bessere Geschichten" erzeugen, aber die Vorstellung, dass es auch von ihren Ideen abweichende Fremdinteressen und Geschmäcker geben könnte völlig zu vergessen scheinen
Greifenklause:
@Isegrim:
Natürlich sollte man versuchen ähnliche SVe zu vergleichen.
Der Händler, der dir einfach mal so bei einem Spaziergang über den Markt einen sauteuren Teppich/Pferd/Originalbüste Sauron's verkauft,
ist in etwa so spannend,
wie ein zufälliges Monster, dass ohne jeden Zusammenhang mit dem Abenteuer aus dem Teich springt und den Hauptkämpfer tötet oder verkrüppelt.
Wenn aber jemand auf dem Markt einkauft, ohne dass dieses über Lebensspiel läuft oder laufen soll (!) UND er freiwillig in ein Duell einsteigt,
dann ist das vergleichbar mit "Diese Räuberbande da vorne schaffen wir mit links, ich ziehe meine Waffen"
Und ein negatives Ergebnis ist dann vergleichbar mit "ajaja, verschätzt, die Räuber waren ganz schön hartnäckig".
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Was jetzt den aufschwatzenden Händler betrifft:
Der Spieler hat plötzlich Ware auf seinem Protokoll stehen, die der Spieler nicht braucht oder nicht will oder nicht zu diesem Preis wollte.
Der Spielercharakter sieht das aber uU gänzlich anders.
Im Kampf ist das ähnlich... also ich bin kein blutrünstiger Soziopath, mein SC uU schon...
Issi:
Zum Vergleich von Kampf und Sozialen Fertigkeiten.
Im Kampf greift man mMn. häufig mit dem Fertigkeitswert seiner Waffe an und wehrt mit seinem Abwehrwert oder etwas vergleichbarem ab.
Wird man doch getroffen, entscheidet auch die Rüstung mit wie stark man verwundet wird.
Der Spieler selbst kämpft nicht für seine Figur. Er kann zwar weiterhin für sie denken und sprechen aber er agiert nicht auf der körperlichen Ebene für sie.
Bei sozialen Fertigkeiten denkt, empfindet und agiert d.h. spricht der Spieler direkt für seine Figur. Als wäre er an ihrer Stelle.
Er kann das was die Figur kommuniziert direkt ausführen.
Modifiziert wird, das was er für die Figur spricht durch die Würfel. Manche verzichten sogar auf diese und spielen hier ohne.
Bei sozialen Fertigkeiten gibt es zudem keine vergleichbare Rüstung oder Abwehr die den SC schützt. Auch der eigentliche Angriff geht direkt mit vom Spieler aus und der Gegenangriff des Kontrahenten fällt direkt auf ihn zurück.
Klar hat man eventuell eine Soziale Fertigkeit mit der man eventuell gegenwuerfelt. Die dann Schild und gleichzeitig Schutz sein soll. Aber im Endeffekt erzeugt das Ergebnis des Würfels eine Situation die sich nicht unmittelbar aus Spielerentscheidungen ergibt sondern sie bestimmen gleich ein Endresultat.
Die Möglichkeiten diesem Resultat zu entgehen sind für den Spieler allein vom Würfel abhängig. Er hat keine weiteren Möglichkeit seine Figur vor Übergriffen zu schützen. Obwohl er jede Menge Möglichkeiten hat für seine Figur durch eigene Ideen und Argumente anzugreifen.
Gefühlt stehen einem SC also viele Möglichkeiten des Angriffs zu Verfügung aber kaum Möglichkeiten zur Abwehr.
Abgesehen davon kann und wird meist auch durch die Spieler direkt agiert. Bei der Anwendung von Körperlichen Fähigkeiten wird indirekt agiert und das was am Spieltisch nicht durch die Spieler dargestellt werden kann durch die Würfel simuliert.
Wulfhelm:
--- Zitat von: Greifenklause am 2.05.2017 | 15:20 ---Beim Betören ist das noch extremer. Die Gegenseite sollte auf Knopfdruck willig sein, aber man selbst ist absoluter Herr seiner Gefühle.
--- Ende Zitat ---
Die NSC sitzen nicht am Tisch. Wenn sich die Spieler unangenehm berührt fühlen, weil ihnen intime Details der Gefühlswelt ihrer Charaktere, mit denen sie sich stark identifizieren, vorgegeben werden sollen, dann kann man das auch akzeptieren.
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