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Railroading-Debatte, war: Angst vor Railroading?
Greifenklause:
Das Wichtigste für den SL ist eh "Nachkorrektur". Das hilft zwar im laufenden oder gar gelaufenen Abenteuer nichts mehr.
Aber für das nächste ist das Gold wert, wenn man Dinge, die im letzten Abenteuer nicht funktioniert haben, ändert oder sein lässt.
Das kann durchaus ein Hinundher sein, bis man sich irgendwo eingependelt hat.
-- Die Spieler wissen nicht weiter, ZACK liefer ihnen Informationen, setz sie notfalls auf die Schiene.
-- Die Spieler beschweren sich, dass ihnen alles vorgekaut wird, zack nächstesmal in kleineren Dosen und weniger Schiene
Mein Standarddesign von Abenteuern liefert einen anfänglichen Hauptbahnhof ("Ihr seid hier in der Hafenstadt Salza, weil Geschichteerzähl"), der sich in einem Sandkasten befindet ("Wo wollt ihr hin?").
Am Ende des Sandkastens ist Rom vage bis gut zu erkennen ("Ihr solltet die Zombieverschwörung aufdecken. Zombies sind böse. Irgendwie steckt der Stadtrat dahinter. Und die einfache Bevölkerung zahlt am meisten Blutzoll")
Im Sandkasten befinden sich kleine Bahnhöfe, die Schienen zu anderen kleinen Bahnhöfen haben ("Der eitle Geck, offensichtlich ein Spion aus dem Süden und in den magischen Künsten nicht unbewandert, bittet euch um Details. Im Austausch bietet er euch Spezialwissen" ODER "Schlachter Bluthorst bittet euch um Hilfe, sein Schlachthaus zurück zu gewinnen. Angeblich sei sein Vater, lebend oder untot, gesichtet worden, was nicht sein kann, den hat er einst verwurstet." FÜHRT ZU -> "Im Umfeld des Schlachthauses findet ihr erstaunliche Infos zu der Zombieverschwörung. Ihr habt die Wahl zwischen: BANDENKRIEG (und in den Scherben nach Spuren suchen), BANDENVERBRÜDERUNG (in drei verschiedenen Varianten; anspruchsvoll, aber mehr Infos) und alternativ DAS ALTE SPUKHAUS (gefährlich, aber unabhängig vom Bandenplot)"
Sobald die Gruppe ins Straucheln kommt, setze ich Schienen und/oder Hinweisschilder.
Ist die Gruppe in der Selbstbespaßung, nehme ich die Inspiration auf und versuche, daraus neue Sandkästen, Bahnhöfe und Miniplots zu entwickeln, die man dann nutzen kann oder halt eben nicht.
Allerdings leite ich fast nur eigene Abenteuer und bereite eher wenig vor. Eine Hauptstoryline. Ein Wunschziel. Ein Wunschweg und am besten 2-3 Alternativen. Und als SL immer im Hinterkopf behalten "Warum sollten die SC das tun wollen? Wie kann man sie motivieren das tun zu wollen? Wie kann ein anderes Wollen uU über eine Parallelschiene, die den Spielern besser gefällt zum gleichen Ziel führen!"
Etwa vier lustige Szenen als Konzentrationspush.
Grundsätzlich was Lustiges, was ekliges, ein bis zwei "DaswarmalmeinSCjetztisterNSC"* und was erdiges.
DISCLAIMER:
Wie bekannt verwende ich den Begriff Railroading sehr bildlich, und nicht in der engen Definition.
EDIT: * Ist gefährlich, da darf man nicht zu selbstverliebt ran gehen. Die Spieler dürfen die Liebe zur Figur durchaus spüren, aber diese sollte der Teilhabe dienen. Dann hat man oft rundere NSC, die man besser beschreiben kann.
Issi:
--- Zitat von: Der Läuterer am 12.07.2017 | 21:11 ---Maarzan, ich glaube, dass in dem was Du schreibst, für mich das Kernproblem solcher Diskussionen steckt.
Du magst völlig Recht haben. Ich empfinde solche Unterscheidungen als viel zu theoretisch, zu kopflastig, zu modellhaft. Verstehst Du, was ich meine?
Bei mir werden die Ideen zu den Inhalten, also das wer?, wann?, wie? nicht analysiert oder differenziert. Ich mache so etwas aus dem Bauch heraus, weil es mir gefällt und ich dieses Gefühl im Spiel zu übertragen versuche.
Ich weiss nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe.
Es ist schwierig das in Worte zu packen, aber ich glaube ich habe einen passenden Vergleich.
Während ich mich freue einen Kuchen zu essen, haben andere anscheinend mehr Freude daran Rezepte zu vergleichen oder zu philosophieren mit welchen Begriffen man die Zutaten belegt.
Das ist mir oft zu akademisch.
--- Ende Zitat ---
Ist es. Ich meine akademisch, modellhaft.
Das war ein Ausflug ins Abenteuer Design. Was hier in den Strang so in der Form auch nicht wirklich hingehört.
Weil es das, was viele aus dem Bauch raus sowieso richtig machen, nochmal seziert.
In der Regel hat man schöne Ideen, ein paar Bilder und fängt dann einfach an zu Backen. Und wenn es allen schmeckt, Muss man sich über das wie auch keine großen Gedanken machen.
Ich zeichne für den Hausgebrauch auch meist einfach Figuren, und dabei entwickeln sich für mich die besten Abenteuer Ideen. Das wichtigste davon halte ich schriftlich fest. Ist für hausgemachte Abenteuer völlig ausreichend.
Also wenn es schmeckt und Spaß macht, dann bitte einfach weitermachen. :)
Edit. Fürs Thema RR war es mir persönlich dennoch wichtig, das mal anzuschneiden. Weil die Ursache eben auch schlechtes Abenteuerdesign sein kann. Und nicht immer am doofen, bösen Spielleiter liegt.
Just my opinion. :)
Edit 2. - Dass jeder Spielleiter solche Designfehler leicht in vorgefertigten Abenteuern erkennt, wage ich darüber hinaus zu bezweifeln.
@
Bad Horse
Für mich wäre Framing auch eine Lenkung (z. B. Wie kriege ich es hin, dass die Abenteurer unter Mordverdacht geraten?)
Aber -und da sind wir uns einig. - Es waere kein Railroading. :)
Droggelbecher:
Hiier hat man den Eindruck das Diskutieren völlig sinnlos ist. Der eine mag kein Railroading, der nächste nur in bestimmten Fällen, dem dritten ist es egal, aber es kommt keine Annäherung zustande. Die Definitionen über rr selbst und gutes oder schlechtes rr weichen total voneinander ab, und in fer Zwischenzeit fällt in China ein Sack Reis um. Und keiner kümmert sich um den armen Chinesen, der jetzt einen umgefallenen Reissack hat und furchtbar traurig ist :( keine Spendenaufrufe, keine Petitionen im Internet und leine BLD Zeitung die darüber berichtet....darüber macht euch Gedanken.
Der Thread kann zu.....Neee ich mach doch nur Spass :)
Hat nichts mit deinem Beitrag zu tun Issi du hast nur das unsägliche Pech über meinem Post zu stehen!! ;)
KhornedBeef:
--- Zitat von: Droggelbecher am 18.07.2017 | 18:57 ---Hiier hat man den Eindruck das Diskutieren völlig sinnlos ist. Der eine mag kein Railroading, der nächste nur in bestimmten Fällen, dem dritten ist es egal, aber es kommt keine Annäherung zustande. Die Definitionen über rr selbst und gutes oder schlechtes rr weichen total voneinander ab, und in fer Zwischenzeit fällt in China ein Sack Reis um. Und keiner kümmert sich um den armen Chinesen, der jetzt einen umgefallenen Reissack hat und furchtbar traurig ist :( keine Spendenaufrufe, keine Petitionen im Internet und leine BLD Zeitung die darüber berichtet....darüber macht euch Gedanken.
Der Thread kann zu.....Neee ich mach doch nur Spass :)
Hat nichts mit deinem Beitrag zu tun Issi du hast nur das unsägliche Pech über meinem Post zu stehen!! ;)
--- Ende Zitat ---
Mutige Ansage. Nicht überraschend, wo du das ja offensichtlich beim Achterbahnfahren ins Handy getippt hast :)
Der Läuterer:
--- Zitat von: Droggelbecher am 18.07.2017 | 18:57 ---Hiier hat man den Eindruck das Diskutieren völlig sinnlos ist. Der eine mag kein Railroading, der nächste nur in bestimmten Fällen, dem dritten ist es egal, aber es kommt keine Annäherung zustande.
--- Ende Zitat ---
Stimmt absolut.
Ist aber auch völlig nebensächlich. Zumindest für mich.
Die Abweichungen sind ja gerade das Geniale. Das Salz in der Suppe. Wenn jeder der gleichen Meinung wäre, bräuchten wir hier keine Diskussion.
Ich möchte niemanden missionieren, überzeugen, umstimmen oder auf meine Seite ziehen.
Der Austauch von Meinungen, Auslegungen und Ansichten dient idS mMn der Erweiterung der eigenen Perspektive, hilft beim Verständnis anderer Handhabungen des Themas und kann im besten Fall das eigene Spiel befruchten.
Ich sehe das eher positiv.
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