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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?

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YY:
 ;D

Chiungalla hat ja schon Recht: Fantasy bietet grundsätzlich eine enorme Bandbreite.

Nur sehe ich davon in der Literatur nichts und im Rollenspiel viel zu wenig - da sind anscheinend fast alle mit der Standardkost zufrieden und wenn man was anderes will, geht man am Besten doch den Weg über ein anderes Genre, damit es auch ja keine Missverständnisse gibt.

Chiungalla:
Und wenn Du gezielt ein anderes Genre nimmst um etwas bestimmtes hervorzuheben erkennst Du unbewusst gleich an, dass Fantasy der Goldstandard ist von dem Du Dich absichtlich distanzierst.  >;D

YY:
Wieso unbewusst?

Wenn die breite Masse eine so festgefahrene Erwartungshaltung hat, sobald bestimmte, sehr pauschale Stichworte fallen (oder bestimmte Systeme gespielt werden!), ist das der Weg des geringsten Widerstandes.

Ich hab ja nichts davon, wenn ich z.B. auf einem Con Fantasy gegen den Strich leite und sich dann zwar einer freut wie ein Schnitzel, weil das mal was anderes war, aber es sonst am Tisch nur lange Gesichter gibt.

Chiungalla:

--- Zitat von: YY am 18.08.2017 | 18:33 ---Wieso unbewusst?
--- Ende Zitat ---

Hätte "wenigstens unbewusst" schreiben sollen, weil das eher ausdrückt was ich gemeint habe.
Traue Dir durchaus zu den Schritt bewusst zu machen, viele machen ihn aber auch unbewusst.

Lyonesse:
Das hängt vermutlich mit Tolkiens Werk zusammen, das die moderne Fantasy erst definierte und dann das ganze Genre,
natürlich unbewußt, erschlagen hat. Hinzu kamen die unzähligen sehr erfolgreichen Tolkienkopien, die auch dazu führten,
dass neue Autoren Tolkien einfach mehr oder weniger kopierten. Da Fantasy ein weites Feld ist, gibt es natürlich immer auch noch
andere Genrespielarten wie Urban Fantasy oder Sword and Sorcery, etc ... aber gemessen am Erfolg, fährt man mit Epic-
oder High Fantasy im tolkienschen Sinne kommerziell immer noch am besten. David Eddings landete erst einen Bestseller,
als er Tolkien kopierte und hat das auch unumwunden zugegeben. Terry Brooks ist ein weiteres Beispiel für einen sehr erfolg-
reichen Tolkienkopisten, dem ja auch am Anfang heftige Plagiatsvorwürfe gemacht wurden.

Die Leser, ich inklusive, sind auf diesen Zug aufgesprungen, weil sie immer mehr vom selben wollten. Mal mit einem kleinen Salat
dabei oder Reis anstatt der Pommes, aber das Hauptgericht sollte doch bitte schön immer das gleiche sein und zwar Schnitzel.

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