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Warum läuft Fantasy besser als jede anderes Genre?
Zarkov:
--- Zitat von: YY am 18.08.2017 | 18:21 ---Chiungalla hat ja schon Recht: Fantasy bietet grundsätzlich eine enorme Bandbreite.
Nur sehe ich davon in der Literatur nichts und im Rollenspiel viel zu wenig …
--- Ende Zitat ---
Nicht-prototypische Fantasy gibt es schon, das sind so Sachen wie »Little, Big«, »The Last Unicorn« oder »Gormenghast«. Die gehen in der Flut der Genre-Fantasy fast unter. Daß es nicht mehr gute Fantasy gibt, liegt meiner Meinung nach hauptsächlich daran, daß Fantasy seit den amerikanischen Pulp-Magazinen der, sagen wir, 1930er (Conan!) stark stigmatisiert war (eigentlich immer noch ist); die haben das Genre so effektiv monopolisiert, daß es bis vor kurzem vom literarischen Establishment gemieden und verspottet wurde. Nicht ganz zu Unrecht, muß ich leider sagen.
Die SF hat u.a. dank John Campbell und dank späterer Autoren die Wende geschafft; in der Fantasy kam dann Tolkien und hat alles überschattet. Die Wende der Fantasy, die findet – mit etwas Glück – jetzt gerade statt. SF hatte Campbell, Heinlein, Dick, Le Guin¹ und Atwood; Fantasy hat jetzt immerhin Leute wie Pullman und dazu – nie das Gewicht unterschätzen – Rowling und Martin.
¹ Und schaut euch mal an, wie Le Guin sich in der »Earthsea«-Reihe mit Genrestereotypen abgekämpft hat.
Lichtschwerttänzer:
und Kaye, Erikson
Chiarina:
...und schaut euch mal an, wie LeGuin es inzwischen drauf hat, dermaßen unabhängige Fantasy zu schreiben, dass es nur so eine Freude ist! Die "Annals of the western shore" Trilogie ist in meinen Augen die beste (Low) Fantasy, die ich seit langer, langer Zeit gelesen habe und hat mit Tolkien gerade mal GAR NICHTS zu tun (...aber ich stimme Zarkov zu: Erdsee ist dagegen noch recht bemüht).
Skele-Surtur:
Ich weiß nicht warum, aber alles, in dem Schwerter vorkommen ist für mich erstmal interessant. Ich habe längst aufgegeben, das zu verstehen zu wollen.
Der Läuterer:
Fantasy Rollenspiel kenne ich fast ausschliesslich als Quest mit vielen Encountern, welche dann mit reichlich Kämpfen garniert werden, bis abschliessend der Big Boss wartet. Viele Kämpfe lockern ein Spiel merklich auf und die Spieler werden sofort mit XP und Loot entlohnt. Das ist grösstenteils sehr entspannend und belohnend.
SiFi als Rollenspiel schreckt mich ab. Man sollte (muss) hier (eigentlich) viele Fachbegriffe kennen, um 'mitreden' zu können. Da kommt man sich schnell dumm vor, wenn man da nicht mithalten kann.
Ansonsten bekommt das Spiel erst dann richtig Würze, wenn hier, das wurde bereits erwähnt, gehäuft Fantasy Elemente mit eingestreut werden (z.B. bei Star Wars). Es muss ja interessant bleiben und da bringt es wenig, wenn ein Spieler beschreibt, wie sein Blauhemd nen Gang rauf und wieder runter schreitet.
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