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Würfelpech minimieren, ohne den Zufallsfaktor auszuhebeln?

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Achamanian:
Ich neige ja dazu, das Grundanliegen für Widerspruchlich zu erklären.

WENN man an so etwas glaubt wie Würfelpech, dann kann man nicht sagen: Ich möchte jetzt ein System zur Generierung von Zufallsergebnissen, bei dem mein Pech nicht oder fast nicht zum tragen kommt. Man kann sich außerhalb des Würfelsystems esoterischen Lösungen zuwenden (schütteln, beten), aber solange der Zufallsfaktor NICHT ausgehebelt ist, muss vorhandenes Pech definitionsgemäß zum Tragen kommen. In deinem System wirst du dann halt das Gefühl haben, unverhältnismäßig oft drei Einsen vor dir liegen zu haben. Wenn es in deinem Würfelsystem eine Chance des Scheiterns gibt, dann wirst du als "Pechvogel" mit Sicherheit nach einer Weile das Gefühl haben, dass diese gerade bei dir unverhältnismäßig oft eintritt.

Deshalb würde ich stark dafür plädieren, den Zufallsfaktor mit einem der zahlreichen hier genannten und bewährten Systemen dafür eben doch punktuelle auszuheben, damit man bei gefühltem Pech nachbessern kann:

Gummipunkte - Eine Ressource, die es dir erlebt, doch Erfolg zu haben. Damit wird der Zufall punktuell ausgehebelt, aber du musst dir überlegen, wann du die Ressource dafür ausgibst und wann nicht. Finde ich am Naheliegendsten.

Fail Forward - Eigentlich noch besser. Achtet darauf, dass Fehlschläge nicht als reines Scheitern erscheinen, dass sie interessante Folgen haben, gerne auch: Geht davon aus, dass Fehlschläge auf unvorhergesehene Probleme und Hindernisse zurückzuführen sind und nicht auf Inkompetenz des SC (Der Klassiker, dass das sich in der Klinge des Gegners spiegelnde Sonnenlicht dich für einen Moment blendet ...).

Automatische Erfolge/Erfolgskäufe aus dem Würfelpool - Wenn du kompetent genug bist, es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu schaffen, musst du nicht würfeln.

Glockenkurven oder lineare Verteilungen sind m.E. für dein Problem egal, denn auch bei Glockenkurven wirst du weiter das Gefühl haben, im Schnitt zu niedrige Ergebnisse zu erzielen.

Daigoro:
@Edvard Elch: Ja das ist nicht wohl überlegt gewesen.. ist da gar nix brauchbar? Dann sorry dafuer.
Habe schon versucht, in der Nähe zu bleiben mit den Ergebnissen. Haut aber wohl so  nicht hin :/ Geht in Richtung Schrödingers Katze, bloss in Würfelform. (keine Ergebnisse, nur Wahrscheinlichkeiten)

naja was solls, mein Beweggrund war, dass gleiche Würfel besser funzen als wenn alle unterschiedlich.
wenn man den W4 nimmt hat der Ergebnisse von 1,2,3,4; wobei 4 explodieren kann

der Vorschlag von mir das mit nem W6 zu machen: Ergebnisse von 1,2,3,4,5,6
5 explodiert 50%ig, 6 Explodiert 100%ig
hatte versucht, den W6 genauso oft explodieren zu lassen, wie den W4. bei 5 und 6 als Explosion wäre die explosions wahrscheinlichkeit 33%; wenn ich die 5 nur zu 50% explodieren lasse, dann ist das 8,35%+16,7%, nah an 25%? vielleicht sollte man von den zwei festen Explosionen(+12) dann den erwartungswert abziehen und nen zweiten W6 würfeln(W6würfel der explodiert Erwartungswert von 3,5 auf 4,2)
und als allerletzte:  5 zählt als 2,5 / ne 6 zählt als 3. zwei mal 5 sind dann 5; zwei mal 6 sind dann 6
puh hoffe das ist lesbar.

Das positive am System vom Fadenersteller sind die Guten Wahrscheinlichkeiten und verteilungen und dass es leicht ist sich zu merken, dass die Würfel explodieren können. Wenn 's in der Praxis funktioniert super; muss man halt erstmal erklärt bekommen. Das hat beim Spielfluss erstmal verlangsamende Wirkung.

ArneBab:

--- Zitat von: Rumpel am 19.11.2017 | 07:51 ---WENN man an so etwas glaubt wie Würfelpech, dann kann man nicht sagen: Ich möchte jetzt ein System zur Generierung von Zufallsergebnissen, bei dem mein Pech nicht oder fast nicht zum tragen kommt.

--- Ende Zitat ---
Selbst wenn es Würfelpech gibt, ist dessen Größenordnung nicht notwendigerweise unendlich. Wenn du also die unerwünschten Ergebnisse unwahrscheinlich genug machst, kann das Würfelpech dadurch ausgehebelt werden.

Dafür gibt es übrigens knapp 30 Jahre experimentelle Hinweise aus Princeton.

Daigoro:
nahe am Doppel-posting : bitte um Verzeihung. und anschnallen ;)

oder Vorschlag A
man behält die W4,W6,W8,W10 und W12 wie gehabt,
und würfelt einen einzigen W100 für alle nebenher.
Egal ob maximum gewürfelt, wenn W100 unter chance von Wx Wy Wz zu explodieren, dann Wx Wy Wz nochmals würfeln

notiert sich die chancen zum explodieren:
1/4, 1/6, 1/8, 1/10, 1/12.
W100äquivalent: 1-25, 1-17, 1-12, 1-10, 1-8
Beispiel: einen W100 und W6, W4, W12

W100 zeigt 16 an, bedeutet W4 und W6 nochmal würfeln, W12 nicht nochmal, der zählt was liegt
Also selbst bei ner 12 auf W 12 explodiert der nicht, wenn W100 über der chance von 1/12 liegt(9-100, 100*1/12)

Überlegung: addiere Wahrscheinlichkeiten auf; im Beispiel würde dann der W12 bei 1-25, der W6 bei 1-42, der W4 bei 1-50 explodieren(halt bei jeder Zahl, nicht nur 12, 6, und 4)
hmm, vielleicht sollte man dann auch die Ergebnisse der Explodierten Würfel auf max setzen, sprich W4 würfelt ne 3, W100 zeigt explosion an, W4 nochmal würfeln und anstatt ner 3 ne 4 notieren. (dann muesste man ja eigentlich erst mit W100 würfeln und wenn man weis, ob und wenn welche wie oft explodieren, die letzten N Wx NWy NWz würfeln, und die maximalen Resultate von den explodierten Würfeln aufaddieren, sowie den festen Bonus)
Vorteil: nur ein mal W100 und alle drei Würfe abgeglichen,
thema Würfelpech ?! ne eins kann ja explodieren...
Problem: strenggenommen müsste man ja drei mal n W100 werfen, also nacheinander und nicht gleichzeitig 

 


Eulenspiegel:

--- Zitat von: Rumpel am 19.11.2017 | 07:51 ---Glockenkurven oder lineare Verteilungen sind m.E. für dein Problem egal, denn auch bei Glockenkurven wirst du weiter das Gefühl haben, im Schnitt zu niedrige Ergebnisse zu erzielen.
--- Ende Zitat ---
Das stimmt.

Wenn du auf Pech, aber nicht auf Glück verzichten möchtest, würde sich am ehesten eine Hyperbel oder e-x als Wahrscheinlichkeitsverteilung empfehlen. Dort ist das wahrscheinlichste Ergebnis auch gleichzeitig das schlechteste Ergebnis. Dennoch kann man mit etwas Glück ein besseres Ergebnis erzielen.

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