Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E

Wie viel Spaß machen euch ausgespielte Kämpfe?

<< < (8/12) > >>

YY:

--- Zitat von: Tharsinion am 27.12.2017 | 12:43 ---mein generelles Problem mit allen HP Systemen

--- Ende Zitat ---

Du meinst mit Systemen, wo die Hitpoints mit der Stufe (oder durch sonstige Quellen) steil ansteigen.
Andernfalls ist das ja recht unproblematisch.



--- Zitat von: Koruun am 27.12.2017 | 16:25 ---Schaden vs. Hitpoints:
Die Kunst liegt darin, einen Pfeil, der einen 80 HP Charakter trifft, nicht so darzustellen...

--- Ende Zitat ---

Damit knirscht aber bei einigen Leuten die SoD auch gewaltig.
Mir gehen diese Erklärungsmodelle sogar so sehr gegen den Strich, dass ich lieber sage: Nicht drüber nachdenken, isso und fertig.



--- Zitat von: Orlock am 27.12.2017 | 17:13 ---Aber sind die superrealistischen Kampfsysteme so viel besser? Natürlich ist das befriedigend, wenn ein heftiger Schwinger den Gegner ausschaltet, aber das funktioniert auch immer andersrum. Und wenn man es kampflastig mag, ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis die Helden ins Gras beißen.

--- Ende Zitat ---

Sobald Helden und Gegner regeltechnisch auf Augenhöhe kämpfen, ist der Heldentod bei jedem System ohne Netz und doppelten Boden nur eine Frage der Zeit, das hat mit Realismus u.Ä. nichts zu tun.

Und die paar Regelwerke, die sich das auf die Fahne geschrieben haben und/oder halbwegs brauchbar umsetzen (manche machen das ja quasi aus Versehen nebenbei), haben dann genug andere Stellrädchen und Einflussgrößen, sodass es nicht zum rein zufallsbasierten rocket tag wird.

Koruun:

--- Zitat von: YY am 27.12.2017 | 17:27 ---Damit knirscht aber bei einigen Leuten die SoD auch gewaltig.
Mir gehen diese Erklärungsmodelle sogar so sehr gegen den Strich, dass ich lieber sage: Nicht drüber nachdenken, isso und fertig.
--- Ende Zitat ---

Mir geht es da genau andersrum. Ein "nicht drüber nachdenken, ist so" ohne eine Erklärung für das Geschehen zu haben, wäre mir als Spieler zu doof.
Die Eklärung, dass Treffer die im Verhältnis zur Gesamt-HP kaum Schaden verursachen wie o.g. behandelt werden, habe ich so aus ein paar FR Romanen übernommen und bin damit als SL auch ganz gut gefahren, um dieses Dilemma der HP Puffer zu umschiffen.

Arldwulf:

--- Zitat von: Koruun am 26.12.2017 | 11:11 ---Eines der größte Pro-Argument der 5e ist für mich, dass die Kämpfe nicht mehr eine Stunde dauern. Als SL kann man die Monsterhandlungen schön schnell runter rattern, als Spieler dauert ein Zug auch nur vielleicht 20-30 Sekunden.

--- Ende Zitat ---

Kämpfe unter einer Stunde kann man aber in jedem D&D haben. Ich wüsste nicht einmal ob die 5e da wirklich mit Geschwindigkeit glänzt, da sie mehrere Zeitfresser beinhaltet.

Zum Beispiel unklar formulierte Regeln. Es mag ein leichter Weg sein zu sagen "der SL handwedelt das" - doch je nach SL und Runde kann es zu Diskussionen führen. Auch andere Kleinigkeiten könnte man dort nennen. Beispielsweise Zauberwirker. Die 5e schreibt bei diesen üblicherweise nur die Zauber dazu. Das spart Platz, aber es kann auch bedeuten, dass während der Kämpfe nachgeschaut werden muss was genau die Zauber machen.

Und es gibt viele solche kleinen Zeitfresser. Wenn man den gleichen Kampf in verschiedenen Editionen nachspielt, und alle tun das gleiche so wäre die 5e nicht das schnellste System. Ein Feuerball wird immer ein Feuerball bleiben, er lasst sich in der 5e nicht schneller herbeizaubern als anderswo. Im Gegenteil, durch weniger genaue Beschreibung und die Rückkehr der Zauberschablonen ist es eher langsamer geworden.

Doch tut man nun einmal nicht in jeder Edition das gleiche. Schnell wird die 5e erst indem Optionen teilweise beschnitten werden und manche Sachen - beispielsweise improvisierte Aktionen aber auch die Einbindung von Gelände oder die Notwendigkeit weitere Dinge außerhalb von "töte die Monster" einzubringen, oder mehr Individualität für Monster - einfach eine kleinere Rolle spielen.

Tharsinion:
@Koruun: Die Modifikatioren passen (gefühlt) nicht. Wenn 50% des Körpers verdeckt sind, reduziert das die Trefferwahrscheinlichkeit gerade mal um 10%... bei 3/4 Deckung sinds immerhin 25% (beides viel zu geringe Abzüge). Lege ich mich dagegen flach auf den Boden, bekommt der Schütze Disadvantage auf den Schuss,wobei die Trefferchancenreduktion extrem streut (je nach TN, ca zwischen 25 und 50%).
Alles sehr unelegant und nicht gerade stimmig.

@ YY: Richtig, die Progression stört mich generell, bzw spiele ich HP Systeme mit starker Progression nur in den unteren Stufen, um eben nicht meine SoD brechen zu müssen. Am meisten stört mich dabei eigentlich, dass Charakterkonzepte, die ich mir für LvL 1 ausgedacht hatte, auf höheren Stufen dann nicht mehr adäquat funktionieren, weil mein SC zu einem Superhelden mutiert ist. Jedes Mal möchte ich das Ganze dann auch nicht als „Origin Story“ aufziehen.

Koruun:
@Arldwulf:
Du vergisst dabei, dass die 5e durch das Proficiency System erheblich schlanker ist als die Vorgänger. Vorher musstest du bei einem Attack nachsehen was dein Attackbonus ist, bei jedem Save checken was aktuell deine Will- oder Reflex-Save-Werte sind, durch die Skillliste gehen um zu sehen welchen Bonus du auf Diplomatie hast. In der 5e: du bist Proficient, also nimm Attributmod + PB. Das sorgt für schnelleres und runderes Spiel auf Kosten eines feineren Skillsystems. Ich brauche als SL nur zu wissen, welchen Attributmod ein neuer 5e Spieler hat und kann ihm gleich seine Saves, Skills usw. nennen.

Kämpfe in der 5e spielen sich meinem Empfinden nach erheblich schneller als in älteren Systemen. Regeldiskussionen sollte man mMn ohnehin zum Ende der Session hin verschieben und nicht mitten in den Kampf, und bis dahin damit leben was der SL entscheidet.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln