Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gibt es für euch rationale Regelwerks-Abtörner?
Achamanian:
Regeln, bei denen der Mechanismus nicht transparent gemacht wird, obwohl er einfach genug dafür ist. Ich will natürlich nicht über jedes Designprinzip im Hintergrund aufgeklärt werden, aber mein Standard-Aufreger sind und bleiben die zahlreichen OSR-D&Ds, die so tun, als bräuchte man nicht nur seitenweise Tabellen, um Trefferwahrscheinlichkeit nach Klasse und Stufe gegen Hit Dice aufzulisten, sondern als dürfte man noch dazu nicht verraten, auf welche simple Art die Zahlen in diesen Tabellen zustande kommen, sodass man sie selbst ausrechnen kann.
Hell van Sing:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 16.12.2017 | 11:28 ---Wenn du Gewichtsangaben nicht nutzen willst, ist das rational. Aber inwiefern gibt es einen Unterschied zwischen:
- Es gibt keine Gewichtsangaben.
und
- Es gibt Gewichtsangaben, die wir ignorieren.
--- Ende Zitat ---
Sie nehmen Platz auf dem Charakterbogen weg und bieten die Möglichkeit dass irgendjemand darauf herumreiten will. Klar, man kann sie ignorieren (mache ich bei Dungeonslayers beispielsweise so), aber die blosse Platzverschwendung/Anwesenheit - und das ist jetzt wiederum irrational - treiben mich schier in den Wahnsinn.
Zudem gaukeln sie, zurück zum rationalen, meist eine Simulation vor die a) nicht zu meinem Spielstil passt und die sie b) erst gar nicht so konsequent durchziehen als dass es Sinn machen würde.
Feuersänger:
Auf die Schnelle:
- gewünschte Core Story / Spielweise wird von den Regeln nicht unterstützt;
- weitschweifiges Gelaber statt knackiger Regeltexte (wie Ginsters Fließtextbeschwerde);
- keine oder sehr geringe Progression nach Spielbeginn;
- Patzerregeln;
- Freak Rolls.
Amromosch:
--- Zitat von: Hell van Sing am 16.12.2017 | 11:52 ---Sie nehmen Platz auf dem Charakterbogen weg und bieten die Möglichkeit dass irgendjemand darauf herumreiten will. Klar, man kann sie ignorieren (mache ich bei Dungeonslayers beispielsweise so), aber die blosse Platzverschwendung/Anwesenheit - und das ist jetzt wiederum irrational - treiben mich schier in den Wahnsinn.
Zudem gaukeln sie, zurück zum rationalen, meist eine Simulation vor die a) nicht zu meinem Spielstil passt und die sie b) erst gar nicht so konsequent durchziehen als dass es Sinn machen würde.
--- Ende Zitat ---
Das würde ich noch gern ergänzen. Wenn es Traglastregeln gibt, gehen die Regelmacher davon aus, dass ein Charakter sich nicht beliebig ausrüsten kann. Ignoriert man diese Regeln, müsste man also eigentlich erstmal prüfen, welche Auswirkungen das Weglassen dieser Regeln auf das Balancing hat/haben könnte.
Da gibt es dann grob zwei Ergebnisse:
1. Entweder gibt es keinen großen Einfluss. Dann sind die Traglastregeln tatsächlich völlig überflüssig, was in jedem Fall schlechtes Regeldesign darstellt.
2. Es gibt einen (großen) Einfluss. Dann müsste man Hausregeln finden, wenn man ohne Traglastregeln spielen möchte, die das Balancing wieder herstellen.
Beides ist mMn Mist, wobei man in ersterem Fall zumindest dennoch mit so einem Regelwerk spielen könnte.
PS: Alles natürlich nur dann, wenn einem das Balancing überhaupt wichtig ist.
Supersöldner:
sorry aber ohne Traglast würde ein Messer und ein Raketenwerfer keinen Gewichts unterschied haben oder ?
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