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Rassismus in Fantasy Rollenspiele

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Rhylthar:
Das hat dann nur nichts mehr mit Rassismus zu tun. In den meisten Settings gibt es die "Erklärung" dazu, entweder in der Beschreibung oder "weil, ist so." Da hier nur fiktive Wesen "gesetzt" sind und die Welten eh so dargestellt werden, dass Vergleiche mit der realen Welt bestenfalls hinken, ist der Rassismus-Vorwurf an die Autoren für mich nicht haltbar. Ausnahmen wie etwa die Vistani, bei denen der Bezug zur realen Welt sehr nah ist, außen vor.

Aber Orks (Mittelerde), Untote (ja, genau...), Teufel, Dämonen, Aboleths, Mindflayer...da sehe ich gar nichts.

Greifenklause:

--- Zitat von: Issi am 16.05.2018 | 08:31 ---
--- Zitat ---Bestimmte Settings sehen aber keine Verteilungen vor.
Meine Kritik setzt ja gerade beim Setting bzw dessen Herangehensweise an.
--- Ende Zitat ---
Es gibt ja generell viele verschiedene Settings.
Du hast doch die Auswahl, dir das auszusuchen, was deinem Geschmack am ehesten entspricht.

--- Ende Zitat ---
Das ändert doch nichts an der Kritik am "vermeintlich rassistischen Setting".
Und es kann auch kein Freibrief sein nach dem Motto "wenn denen meine rassistische Setzung nicht gefällt, dann sollen sie halt was anderes spielen" (überzeichnetes Beispiel)

Und dein Rat funktioniert auch nicht immer.
Bei DSA wie bei Tolkien sind es ja eher einzelne Aspekte, die mich stören oder störten, nicht das Setting in seiner Gesamtheit.
Wenn die Rückspiegel am Auto kaputt sind, repariere ich diese. Ich kaufe mir kein neues Auto...

Issi:

--- Zitat von: Greifenklause am 16.05.2018 | 08:36 ---Das ändert doch nichts an der Kritik am "vermeintlich rassistischen Setting".

--- Ende Zitat ---
Und ob das jetzt wirklich ein rassistisches Setting ist,  beurteilt wer?

Greifenklause:
@ Rylthar

--- Zitat von: Rhylthar am 16.05.2018 | 08:33 ---Das hat dann nur nichts mehr mit Rassismus zu tun. In den meisten Settings gibt es die "Erklärung" dazu, entweder in der Beschreibung oder "weil, ist so." Da hier nur fiktive Wesen "gesetzt" sind und die Welten eh so dargestellt werden, dass Vergleiche mit der realen Welt bestenfalls hinken, ist der Rassismus-Vorwurf an die Autoren für mich nicht haltbar. Ausnahmen wie etwa die Vistani, bei denen der Bezug zur realen Welt sehr nah ist, außen vor.

Aber Orks (Mittelerde), Untote (ja, genau...), Teufel, Dämonen, Aboleths, Mindflayer...da sehe ich gar nichts.

--- Ende Zitat ---
Nochmal:

--- Zitat von: Trollstime ---Mich stört es irdisch, wenn irdische Völker oder vermeintliche Rassen in ein Korsett gepresst werden nach dem Motto "alle sind so", "DIE und WIR". Sprich: Wenn man Verteilungen und Individuen einfach nicht sehen will.
Das finde ich sehr schlimm bis widerlich.*

Mich stört es daher auch in der Fantasy, insbesondere bei Völkern und Rassen mit irdischen Anleihen, aber auch bei virtuellen Völkern und Rassen- Je menschenähnlicher, desto schlimmer (grundsätzlich, mag Ausnahmen geben)-, wenn diese in ein Korsett gepresst werden nach dem Motto "alle sind so", "DIE und WIR". Sprich: Wenn man Verteilungen und Individuen einfach nicht sehen will.
Das finde ich verwirrend bis recht schlimm.*

* Man merke den Unterschied.

--- Ende Zitat ---

Deshalb beziehe ich Orks, Elfen und Zwerge noch mitein, da noch menschenähnlich. Irgendwann noch weiter weg wäre ich bei dir und würde ein enges Korsett zwar als unglaubwürdig und die Immersion störend betrachten (aka "verwirrend") aber nicht mehr als "virtuellen" oder schlimmeren Rassismus (aka "recht schlimm")

Ich wiederhole mich: Die Setzung an sich ist für mich noch keine Entschuldigung. Eine gute Erklärung hilft bereits viel, ist aber für mich kein Freibrief.

@ Issi

--- Zitat ---Das ändert doch nichts an der Kritik am "vermeintlich rassistischen Setting".
--- Ende Zitat ---
Du, ich, jeder Einzelne. Der Konsument und Empfänger halt (jedenfalls beim "unbeabsichtigten Rassismus"). Wir sind hier im Bereich des Empfindens. Das geht nicht rein rational.
Wenn 4 keinen Rassismus sehen, der 5. sich aber betroffen fühlt, ist es erstmal Rassismus.
Der 5. sollte durchaus mal Gegenargumente aufnehmen und abchecken, aber das war es schon.

Aus eben diesen Gründen stelle ich meine "Tolkien-Ork"-These ja zur Disposition.
Und selbst Tainted-Mirror hat mich überzeugt, dass Tolkiens Ansatz vom Splittermond-Ansatz sooo verschieden nicht sein kann.

Isegrim:
Findet ihr eigentlich auch, das Romane, die in Ich-Perspektive geschrieben sind, inhärent egoistisch sind? Muss sowas sein?

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