Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons
Warum beeinflusst Rüstung eigentlich die Rüstungsklasse?
YY:
--- Zitat von: Buddz am 13.01.2018 | 20:13 ---Wir denken uns das mit den Wirktreffern meist dazu, da unsere Gehirne dafür gemacht sind Muster zu erkennen und den tieferen Sinn hinter etwas zu erkennen.
--- Ende Zitat ---
Der Gedankengang in Richtung Wirkungstreffer findet sich neben Rhylthars Zitaten IIRC auch in diverser Sekundärliteratur, also in jenem Kram, in dem sich die Autoren oder ihre Nachfolger darüber verbreiten, was damals warum wie gedacht war.
--- Zitat von: Buddz am 13.01.2018 | 20:13 ---Aber warum kommt dann noch hinterher ein Wurf mit dem Damage Die und Hit Points, und und und.
Ich glaube schlicht, dass Rüstung an der falschen Stelle ins Spielgeschehen eingreift. Das, oder ihr Einfluss ist zwar an der richtigen Stelle, aber der Rest danach ist überflüssig.
--- Ende Zitat ---
Wenn man die Gedanken hinter AC und HP einfach so stehen lässt, ist tatsächlich der Damage Die das am Wenigsten folgerichtige Element - warum genau da noch dieser relativ große Zufallseinfluss?
Klar, wenn man erst mal 1d8 + 38 anrichtet, ist das wieder ziemlich egal.
Aber auf niedrigen Stufen passt das nicht so recht zusammen.
Und da könnte man tatsächlich ohne übermäßigen Aufwand eine fixe Zahl draus machen, in die dann das eine oder andere eingerechnet wird, was zur Zeit hinten runter fällt.
Ob man den Angriffswurf hier noch stark einbringt, mag jeder angesichts der d20-Verteilung mit sich selbst ausmachen...
Selganor [n/a]:
Erstmal die Frage: Von welcher Version D&D reden wir denn? Denn je nach Edition macht das schon einen Unterschied weil sich AC (und die Komponenten der AC), HP usw. schon durchaus von Edition zu Edition unterscheiden.
In der aktuellen Version (5e) wurde z.B. darauf geachtet, dass die AC nicht so exorbitante Hoehen erreichen kann wie zu 3.x-Zeiten, so dass auch niedriegstufige Charaktere/Monster fuer hoeherstufige Monster/Charaktere noch gefaehrlich sein koennen, allerdings sind die HP dann auch eine Balance dabei.
Ein Drache kann zwar auch von einem Bauern mit seiner Mistgabel getroffen werden (zumindest theoretisch), aber bis der dem Drachen ernsthaft Schaden macht (sprich: seine HPs nennenwert reduziert) ist der Bauer vom Drachen vermutlich schon mit 1-2 Schlaegen plattgemacht.
Wenn man dort dann Ruestungsbonus irgendwie mit einer Schadensreduktion verrechnet/umrechnet bricht dieses Konzept.
Im Vergleich dazu war zu 3.x-Zeiten die AC aus vielen verschiedenen Teilen zusammengesetzt die aber gegen bestimmte Angriffe nutzlos waren. Fuer "Touch-Attacks" (fuer die man ein Ziel einfach nur beruehren musste) galt kein Armor- (oder Natural Armor-)Bonus, fuer Angriffe die man nicht erkennen kann gilt kein Dex-/Dodge-Bonus, ...
Das wurde in der 5e massiv zurueckgefahren und vereinfacht.
Also: Von welcher Edition reden wir und was genau "passt" da nicht?
Feuersänger:
Ganz kurzer Einwurf:
In D&D machen dich _Ringe_ und _Anhänger_ schwerer zu treffen. Wenn ihr versteht, was ich sagen will.
Quaint:
Naja, um es mal mit Regelungen aus einem meiner Meinung nach recht simulativen System zu vergleichen, nämlich Gurps.
Dort schützt Rüstung erstmal nicht alle Bereiche, sondern nur bestimmte, und die teils auch noch unterschiedlich. Das ist durchaus wichtig, denn bei jedem Treffer wird auch geschaut, wo er landet. Und sie kann auch über Einschränkung der Beweglichkeit und über ihr Gewicht (Ermüdung!) behindern. Und während manche Rüstungen Angriffe tatsächlich etwas erschweren, ist das meist ein untergeordneter Effekt, der im Rahmen der Regeln durchaus plausibel ist, wie etwa dass ein Hieb an einer schön gerundeten Plattenrüstung auch mal abgleiten kann. Die Hauptwirkung jedoch ist eine Schadenssenkung, teilweise auch bis zum kompletten Ausbleiben von Schaden. Wer möchte kann durchaus via Optionalregel auch unterscheiden, ob die Rüstung wirklich durchdrungen wurde, oder ob sie nur eine Delle hat und sich eine gewisse Menge "stumpfer Gewalt" hindurch fortsetzt. Und das kann durchaus einen wichtigen Unterschied machen, nicht nur weil einige Schadenstypen einen Multiplikator haben, wenn sie auf den menschlichen Körper treffen, sondern auch weil man an einer Prellung üblicherweise nicht verblutet und sie sich auch eher nicht infiziert, während bei einem Schnitt oder Stich beides passieren kann.
Vielleicht würde ja eine solche (zugegebenermaßen wesentlich komplexere) Regelung Buddz besser gefallen als "Joa, Schuppenrüstung gibt +4 RK, viel Spaß damit!"
Rhylthar:
--- Zitat von: Feuersänger am 13.01.2018 | 20:35 ---Ganz kurzer Einwurf:
In D&D machen dich _Ringe_ und _Anhänger_ schwerer zu treffen. Wenn ihr versteht, was ich sagen will.
--- Ende Zitat ---
In dem Zusammenhang lohnt sich dann der Blick in die 3.5, was für Boni diese Dinge geben (nehme an, Du meinst Deflection und Natural Armor?).
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln