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Politische und gesellschaftskritische Rollenspiele - Aktuell, Zukunft und Impact
nobody@home:
Ketzerische Gegenfrage: gibt's überhaupt nichtpolitische Rollenspiele, oder transportieren die, von denen wir das glauben, nicht auch selber schon (eventuell vom Verfasser nicht mal bewußt beabsichtigte) politische Botschaften, die uns nur einfach deshalb nicht auffallen, weil sie mit unseren eigenen schon vorhandenen Überzeugungen mehr oder weniger zufällig übereinstimmen? 8]
Teylen:
Ein Kriterium nachdem ich die Beispiel-Spiele ausgewählt waren, ist das sie von den Autoren bewusst in einem politischen Kontext geschrieben in Hinblick darauf designed wurden sowie die Autoren von sich aus angeben damit eine Aussage außer "seit unterhaltet!" treffen wollen.
Das heißt Convention of Thorns, als White Wolf (Dziobak) LARP, würde ich nicht nennen. Es thematisiert das fiktionale Event, das politisch ist, hat aber daneben eigentlich keine realweltlichen Bezüge, außer das Menschen auch Politik machen.
Das heißt End of the Line, als White Wolf (PDA) LARP, würde ich eher nicht nennen. Es thematisiert zwar menschliche Abgründe, Drogen, Abhängigkeit, ist allerdings nicht auf eine politische, gesellschaftliche Thematik hin ausreichend fokussiert.
Das heißt Parliament of Shadows, als White Wolf (PDA) LARP, würde ich auf jeden Fall nennen. Weil man europäische Lobbyisten im europäischen Parlament sogar mit echten europäischen Parlamentariern spielt und die Organisatoren dies stark betonen.
Blechpirat:
War da nicht noch eines, dass sich mit Kolonalisierung befasst?
Teylen:
--- Zitat von: Blechpirat am 2.02.2018 | 11:40 ---War da nicht noch eines, dass sich mit Kolonalisierung befasst?
--- Ende Zitat ---
Dog Eat Dog
Wobei ich es eher für ein Brettspiel als für ein RPG hielt - bei sehr oberflächlicher Betrachtung.
Ansonsten habe ich meinen vorherigen Post noch um Beispiele ergänzt.
Thandbar:
--- Zitat von: nobody@home am 2.02.2018 | 11:37 ---Ketzerische Gegenfrage: gibt's überhaupt nichtpolitische Rollenspiele, oder transportieren die, von denen wir das glauben, nicht auch selber schon (eventuell vom Verfasser nicht mal bewußt beabsichtigte) politische Botschaften, die uns nur einfach deshalb nicht auffallen, weil sie mit unseren eigenen schon vorhandenen Überzeugungen mehr oder weniger zufällig übereinstimmen? 8]
--- Ende Zitat ---
Sehe ich im Kern ebenso, ich würde aber noch hinzufügen, dass Rollenspiele auch politische Narrative weitertragen können, die heute gar nicht mehr als politisch wahrgenommen werden und auch nicht Teil unserer politischen Überzeugungen "im richtigen Leben" sind. (Also die Wiederherstellung der 'rechtmäßigen' Königslinie, die Vertreibung der Barbaren aus den Grenzlanden etc.)
Einige der vorgestellten Titel scheinen mir manifest tagespolitisch zu sein, also zum Beispiel auf Trumps Wahlkampagne anzuspielen. Ich empfinde das schon als einen *sehr* unterschiedlichen Ansatz, obwohl ich Dein grundlegendes Argument auf alle Fälle überzeugend finde.
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