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Politische und gesellschaftskritische Rollenspiele - Aktuell, Zukunft und Impact

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Der Nârr:

--- Zitat von: Ludovico am  2.02.2018 | 10:02 ---a) Was gibt es aktuell? (Mir ist u.a. Sigmata bekannt)
b) Wie sieht eurer Meinung nach die Zukunft aus? Wird es mehr solcher Spiele geben? Wenn ja, wieso oder wieso nicht? Welche inhaltliche Ausrichtung werden sie haben?
c) Wie steht ihr zu diesen Spielen?

--- Ende Zitat ---
b) Ich glaube, dass es mehr geben wird, da immer mehr Bereiche unseres Lebens politisiert werden. Warum also nicht auch das Rollenspiel.
c) Es kommt drauf an... Wenn das Spiel gut gemacht ist, bin ich sehr dafür. Ich arbeite selber an einem politischen und gesellschaftskritischen Setting (habe darin auch schon geleitet), vorrangig um Religionskonflikte, Rassismus und Terrorismus. Das ist schon sehr aufwendig zu schreiben, da mir dann viele Details wichtig werden, aber mir persönlich immer noch wichtig ist, dass es in erster Linie ein unterhaltsames Spiel bleibt. Darum baue ich auch nicht gleich ein "Rollenspiel" oder überlege mir tolle Meta-Elemente, sondern konzentriere mich auf das Setting und gehe das so an, dass man es hinterher halt mit einem System seiner Wahl bespielen könnte. Bisher hatte ich es z.B. mit Lamentations of the Flame Princess geleitet, wenn ich das nächste Mal wieder darin leite werde ich BRP oder Mythras Imperative verwenden. Spiele so in der Art reizen mich dann mehr als Indie-Spiele, was natürlich auch daran liegt, dass ich für Erzählspiele keine Mitspieler finde. Auf 20 Rollenspieler in meinem Umfeld kommt vielleicht einer, der auch Erzählspiele spielt, VIELLEICHT.

YY:

--- Zitat von: Bombshell am  3.02.2018 | 10:50 ---und ich denke wenn man es weiter denkt und Spiele mit Kriegsthematik in diese Diskussion einschließt, dann landet man bei einer Menge Spiele wie Recon oder Milleniums End.

--- Ende Zitat ---

Ja, die (und andere) sind zwar nicht auf diese Perspektive ausgerichtet, geben sie aber ohne Weiteres her.

MMn ist das sogar dankbarer, als irgendwelche Ultraleichtsysteme zusammenzuklöppeln, die gar keine andere Agenda und keinen anderen Inhalt haben und die man dann nur ein oder zwei mal spielt.
Erspielen kann man sich andere Perspektiven und neue Einsichten am Besten dann, wenn sie nicht derart im Mittelpunkt stehen wie bei einigen explizit darauf ausgerichteten Ansätzen.
Da schreibt man also lieber recht universell einsetzbare Szenarien als alleinstehende Systeme.

Pyromancer:
Man sollte in meinen Augen klar unterscheiden zwischen: Spiele mit politischem Thema. Und Spiele mit einer politischen Agenda.

Radulf St. Germain:
Ist doch ein alter Hut. Ich denke da an Price of Freedom https://www.amazon.com/Price-Freedom-Roleplaying-Occupied-America/dp/0874310539. Ähnliches könnte man auch über Twilight 2000 sagen.  ~;D

Infernal Teddy:
Man sollte in diesem Kontext glaube ich auch Eclipse Phase und (stellenweise) frühes Shadowrun einwerfen...

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