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Ist die Indie-Entwicklung tot? Fragen zum Self-Publishing

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Infernal Teddy:

--- Zitat von: vanadium am 12.02.2018 | 10:02 ---RPG-Heartbreaker hatten wir hier schon öfters.

Mein Tipp: Erstell ein ausführliches(*) Review-Pdf und wirf es dem Schwarm hier zum Fraß vor. In 90%+ der Fälle wird/will es keiner kaufen und dir wird dringend abgeraten deinen Ruf durch Veröffentlichung damit zu schädigen... Harte Worte, aber leider die Wahrheit. (Trigger sind hier gern: "ich bin fertig" und "nach drölfzig Jahren".)
Zur Verlagspräsentation: vlt. waren die nur höflich und nutzten die "Bilder" als freundlichen Aufhänger dich hinauszukomplimentieren?

(*)
Ich schrieb das mal an andere Stelle, was da rein MUSS.
- 10 Seiten sind zu wenig, 20 Seiten sind die abs. Untergrenze (besser: 10-15%. Also: 400 Wälzer --> 40 Seiten Preview)
- Inhaltsverz. + Index
- Regelkern
- wesentliche Weltbeschreibung
- KEINE Stories ("die wichtige Atmo, bla") und WENN, dann zählen die Seiten nicht zur Gesamtzahl (s.o.) sondern erhöhen sie zusätzlich
- grob: zu jedem Kapitel/Unterkapitel (hängt vom Gesamtumfang ab) 2-3(4-5) zusammenhängende (!) Seiten (also Charakterbau, Regelkern, Kampf, soziale Interaktion, Ausrüstung etc.)
- lass im Preview dieses ganze "ich danke..." usw. weg - das interessiert niemanden (außer: es wird nicht zur Gesamtseitenzahl addiert)

Überzeug uns mit sowas! Dann bekommst du hier fundiertes Feedback (im Notfall auf die harte Tour - also nix: "die Bilder naja, aber der Text ist echt voll mega supidupi!")

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Caranthir am 12.02.2018 | 10:06 ---Ich würde es so wie die Degenesis-Macher angehen: Erst alles kostenlos zur Verfügung stellen, eine breite Fanbase aufbauen, die dann eventuell auch bei Bildern, Layout und weiterem Material helfen kann. Dungeonslayers ist hier denke ich auch ein schönes Beispiel, wie gut das funktionieren kann.

--- Ende Zitat ---

Was die Jungens hier sagen. Eine andere Idee die ich hatte war, das man ein Produkt als PWYW bei Drivethru reinstellen könnte, und die Profite nach und nach in Illus umsetzen könnte - das sollte man nur entsprechend kommunizieren.

KhornedBeef:
Ich fürchte aber, dass ein völlig unbekanntes Nur-Text-Rollenspiel eine Ewigkeit brauchen wird, um nennenswert Geld dafür einzusammeln. Wenn ich etwas überhaupt erstmal ansehen will, weil ich nichts darüber weiß, bedeutet PWYW erstmal, dass ich nichts dafür bezahle...
Ein Preview wäre dagegen super.
Mal aus Neugierde, ist bis jetzt nur Eigenarbeit oder auch Kapital in das Projekt geflossen? Falls letzteres, wofür?

Hotzenplot:
Meiner Meinung nach alles eine Frage des Marketings. Marketing kostet Geld. Wenn du kein Geld hast, bring kein Produkt auf den Markt.*

*Jedenfalls nicht, um es zu verkaufen. Kostenlos verbreiten ist eine andere Sache. Aber selbst um da erfolgreich zu sein (Merkmal Masse), müsste man investieren.

In lang: Keine Ahnung, wie es professionelle Rollenspielverlage halten (einige gehen davon wohl eher nach Bauchgefühl, was funktionieren kann, aber nicht muss), aber Marketing sollte man nicht so nebenbei betreiben. Eine Unternehmensberatung macht da sicherlich Sinn (ist aber teuer), ansonsten sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Aufstellung eines Marketingplanes und dessen Durchführung relativ viele Kapazitäten bindet. Ein Lied, von dem glaube ich viele Unternehmer singen können: Wenn "der Laden läuft", glaubt man, keine Zeit für Marketing zu haben, dabei ist es genau das, was den Laden noch besser laufen lassen würde. 10-15% des Umsatzes für Marketing auszugeben, dürfte bei Rollenspielverlagen vermutlich reichen (das sage ich allerdings als Laie).
Die Krux an der Sache ist, dass Marketing Geld bindet, das erst später durch ein Produkt wieder "reinkommt".

Rhylthar:
Um Hotzenplotz noch zu ergänzen:

Damit AIDA in den Köpfen so richtig losgeht, muss das Marketing dafür sorgen, dass ein gewisses Bedürfnis nach dem Produkt geschaffen haben.

Ralmnjir:
Alles klar, dann erstmal herzlichen Dank für die vielen, inhaltsstarken Antworten in so kurzer Zeit.

Um einige von euren Fragen zu klären: ich hatte mich für die Frage interessiert, ob es Indie wirklich tot ist. Da es schein, dass die (optischen) Erwartungen an ein Regelwerk mittlerweile so hoch sind, dass eine Buchveröffentlichung ohne, für den Normalverdiener bezahlbare, Investitionen nicht mehr möglich sind. Aber wenn ich das richtig zusammenfasse, gibt es für Indie-Entwickler scheinbar über das kostenlose PDF, harte Marketingarbeit und/oder Self-Publishing Wege.

Vielleicht auch noch zu meinem Informationsstand: ich hatte bereits vorher mit verschiedenen Kickstartern, Autoren und Verlagen gesprochen. Die alle bestätigten, dass man vom Buch schreiben nicht leben kann. Die Lösungen, die vorgeschlagen wurden, decken sich mit denen, die hier genannt wurden.

Ich habe für mein Buch das Ziel, dass es viele Leute erreicht. Die Idee mit Patreon den Lesern selbst zu überlassen, ob ihnen das Produkt eine kleine Spende wert ist, finde ich sehr sympathisch. Danke für diesen Vorschlag.

Auch interessant finde ich, dass es 1-2 Stimmen gab, die über meinen Text konkret reden und, sofern ich das richtig verstanden habe, Feedback geben wollen. Dieses Angebot würde ich sehr gerne. Feedback ist immer wichtig und ich bitte auch darum, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Allerdings ist das PDF knapp 40 MB groß und ich bin unerfahren mit Datenkomprimierungen. Ich könnte allerdings anbieten, das PDF über E-Mail zu versenden, wenn das für diejeweiligen Leser in Ordnung wäre?

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