Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons
Wie würdet ihr ein Kobayashi Maru Szenario spannend gestalten?
Luxferre:
Ich. Hasse. Das. Richtig. !
Rechne damit, dass Deine Spieler das genauso empfinden.
Als gebranntes Kind (ein SL macht das andauernd und zwar mit mir) sind solche Szenarien irgendwann ausgelutscht und nerven nur noch. Mittlerweile finde ich das Stilmittel sogar langweiliger, als den dunkelkapuzierten Typen in der Taverne zum Blauen Eber.
Was also tun?
Definitiv nicht an einer Person aufhängen, sondern an der Gruppe. Außerdem die "Lektion in Demut" unterlassen. Das kommt nicht gut, wenn man als SL seine Allmachtsposition in so einer Szene ausnutzt. Auf kreative Lösungsvorschläge eingehen. Wenn den Spielern eine Lösung einfällt, dann nimm das auf und bügel das nicht ab, nur weil Du selbst nicht im Voraus dran gedacht hast.
Und: mach am Tisch keinen Zinnober daraus!
Wenn Du das kleinklein vorbereitest und keiner drauf anspringt, dann nimms hin ;)
(ich persönlich arbeite solche Situationen nur noch ganz sachlich und ohne Bezug ab)
Saffron:
Ich selbst verliere sofort die Lust, konstruktiv nach Lösungen zu suchen, wenn ich das Gefühl habe, dass die Situation nicht zu bewältigen ist.
Dager würde ich auch empfehlen, es als Simulation darzustellen, wie ein kniffliges Rätsel, für das man mehrere Versuche hat.
CK:
Also ich habe schon mehrfach das Murmeltier täglich grüßen lassen und es war immer ein voller Erfolg - ob in Fantasy oder SciFi. Besonders der Ausraster-Durchlauf, der irgendwan mittendrin früher oder später von alleine passiert, war jedesmal für alle ein Heidenspaß.
Eine einfache Lösung reicht da völlig, Hauptsache sie sorgt für weitere, nötige, immer noch leichte Weiterlösungen ("Okay, das mit XY hat zwar geklappt, dafür ist jetzt aber Z passiert, was zwar auch kein Problem ist, morgen dann aber nach XY auch neutralisiert werden muss"), damit der Spaß sicher, aber nicht zu früh endet.
bobibob bobsen:
Das ist für mich Railroading in Reinkultur. Mehr kann man die SCaktionen nicht entwerten. Null Bock auf so was.
Feuersänger:
Erster Impuls ist bei mir der gleiche wie bei Lux.
BTW haben wir da schon einen Thread zu dem Thema.
Zunächst mal sollte man sich vergegenwärtigen, was das original KM Szenario ist: ein Test. Ein Test, bei dem es kein "richtig" oder "falsch" gibt, und durch den man nichtmal durchrasseln kann, wenn man nachweislich bescheisst. Ein Test, in dem lediglich deine Reaktion protokolliert wird für die Akten. (Ich nehme mal an, bei der Sternenflotte kann man immer Admiral werden, egal wie man sich beim KM entschieden hat.)
In einem D&D Abenteuer ein KM-Szenario an sich einzubauen ist ja nicht weiter schwierig. Etwa: zwei Ortschaften werden von Monstern bedroht. Die Gruppe kann nur eine Ortschaft verteidigen, gleichzeitig wird die andere fallen. Damit es richtig weh tut, sind in beiden Orten befreundete NSCs eingeschlossen. Wenn die Gruppe sich aufteilt, fallen beide.
Wobei daran halt nichts spannend oder interessant ist. Das einzige was ein KM interessant macht, ist die Möglichkeit, _trotzdem_ zu gewinnen. Und sei es durch bescheissen, wie Körk. Oder nenn es: "eine kreative Lösung finden".
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