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Diener Spielen unerwünscht ?
TaintedMirror:
Da fällt mir ein, dass wir bei DSA mal eine Runde gespielt hatten mit einem Ork und seinen Goblindienern. Hat auch tierisch Spaß gemacht. Man hat ab und zu eine gescheuert bekommen und ansonsten irgendwie als Chaotentruppe um einen Ork mit gerade genug Grips zum rumabenteuern gespielt.
Greifenklause:
@ Issi:
Rechnet man die spätviktorianische Zensur raus, KANN das eine Liebesgeschichte gewesen sein. ~;D
Muss natürlich nicht. Auch muss man Bedenken, dass das Verhältnis zwischen einem viktorianischen Edelmann und seinem 1. Leibdiener oft (nichtsexuell) inniger war als zur eigenen Frau.
Im Grunde wette ich Geld drauf, dass dat Ding zwischen Frodo und Sam sich eher an einem gängigen Bild von Edelmann und 1. Leibdiener orientiert, als an einer Romanze...
... leider kann man Tolkien nimmer fragen.
Issi:
--- Zitat von: Greifenklause am 6.03.2018 | 11:14 ---@ Issi:
Rechnet man die spätviktorianische Zensur raus, KANN das eine Liebesgeschichte gewesen sein. ~;D
Muss natürlich nicht. Auch muss man Bedenken, dass das Verhältnis zwischen einem viktorianischen Edelmann und seinem 1. Leibdiener oft (nichtsexuell) inniger war als zur eigenen Frau.
Im Grunde wette ich Geld drauf, dass dat Ding zwischen Frodo und Sam sich eher an einem gängigen Bild von Edelmann und 1. Leibdiener orientiert, als an einer Romanze...
... leider kann man Tolkien nimmer fragen.
--- Ende Zitat ---
Ok, ich beginne zu verstehen, was Du gemeint hast...
Vielleicht ist eine gewisse Spannung schon mal eine gute Voraussetzung für "Beziehungen aller Art"
(Man ist aneinander gebunden aber darf sich gleichzeitig nicht nahe sein)
Und diese Hierachien schaffen uU. die dafür nötige Distanz/Spannung etc.
Hat vielleicht sogar was von "Verbotener Liebe. "
Der Nârr:
Man muss da denke ich nicht zu viel hineininterpretieren. Tolkien war einfach einer der Vorreiter der Bromance.
P.S.: In meinen Spielrunden bemerke ich ja auch oft eine Abneigung gegen das Spielen von Anführern. Darum funktionieren Settings mit eigenem Raumschiff bei uns auch oft nicht gut bzw. wir hatten immer NPC-Captains. In D&D ist neulich bei uns sogar ein SC gestorben, weil niemand Ansagen im Kampf gemacht haben und wir wie die Schlümpfe auseinandergestoben sind und jeder hat was anderes gemacht. Hinterher hieß es dann gegenüber dem toten SC "wieso hast du nicht gesagt, ob wir nun kämpfen sollen oder uns zurückziehen", Antwort "Waaas, XYZ war ja wohl der Anführer!" Hehe, klassisch.
Boba Fett:
Was mir dazu einfällt:
1. Man ist immer irgendjemandes Diener.
Es existieren immer irgendwelche Abhängigkeiten, wenn man nicht gerade den sinnlosen Murderhobo spielt.
2. "Dienerschaft" klingt nach Gehorsam und Abgabe der eigenen Entscheidungsfähigkeit.
und das wäre dem Rollenspiel abträglich, denn Rollenspiel ist doch "Entscheiden, Handeln und Konsequenzen erleben".
Wenn die Entscheidungen jetzt von außen vorgegeben werden, sei es, dass der Herr/Master oder eben im militärischen der Befehlshabende die Anweisungen gibt
und die eigene Spielfigur zum Gehorsam verdammt ist, dann wird dem Rollenspiel einiges genommen.
Denn dann sind letztendlich auch die Konsequenzen irrelevant, denn sie entstehen ja nicht aus den eigenen Entscheidungen.
Und widersetzt man sich (Rebellion! Freiheit! könnte natürlich interessanten Spielinhalt geben), dann hört man letztendlich auf, ein Diener zu sein.
Ich persönlich bin sehr gerne Herr meiner eigenen Entscheidungen und das gilt auch fürs Rollenspiel.
Wenn es irgendeine Befehlshierarchie gibt, sollte es für mich Entscheidungsfreiräume und Interpretationsspielräume geben.
Wie groß die sind, entscheidet, wie viel Spielvergnügen ich abgewinnen kann.
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