Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Gesucht: Sehr einfaches Fantasy Rollenspielsystem
OldSam:
--- Zitat von: JS am 18.06.2018 | 00:59 ---Meiner Erfahrung nach ist der Nachteil zu einfacher und "grober" Systeme aber, daß die Entwicklung im Laufe einer Kampagne etwas oberflächlich sein kann (SC, Gegner, Möglichkeiten usw.).
--- Ende Zitat ---
Jo, das sehe ich auch so... Man muss letztlich Input und Output ein wenig ausbalancieren, damit es auf längere Zeit weiterhin genug Abwechslung gibt und die Chars nicht zu sehr gleichgeschaltet daherkommen (je nach Geschmack). Die Fragen sind dann letztlich: Wieviel Zeit stecke ich in Vorbereitungen (Input: Regelkenntnisse, Charakterblätter, Kampagnendetails, Kampfwerte, ...) und was will ich dafür bekommen? (Output: Mehr taktische Tiefe, wie verschiedene Waffentypen, Angriffsmanöver etc.; differenziertere Spieloptionen wie verschiedene soziale Fertigkeiten, spezielle Magiearten; Details der Weltbeschreibung wie Karten und besondere magische Kreaturen; ein gewisses Balancing der Encounter-Gegner für die Gruppe etc.)
Das Ganze muss zudem natürlich immer zur gesamten Spielergruppe passen, wie üblich gilt, dass man seine Pappenheimer kennen sollte ;) Wenn ich viel Aufwand investiere die SpielerInnen aber Schwierigkeiten mit den Regeln und gar keine Lust auf differenzierte Optionen haben, funktioniert es nicht gut (Frustration). Umgekehrt erzeugt ein sehr leichtgewichtiges System, mit wenig Vorbereitungszeit, wo fast alles nur Fluff ist und wenig taktische Tiefe vorliegt, recht leicht Langeweile und Gleichgültigkeit bei Spielern, die diesbezügliche Herausforderungen wollen...
Insofern hat man bei Oneshots oder sehr kurzen Kampagnen durchaus andere Anforderungen als bei längeren Kampagnen und es ist IMHO eine gute Idee das dann auch bei der Systemwahl zu berücksichtigen.
Kaskantor:
Dungeon World wäre auch mein Favorit.
Gibt es auch auf deutsch.
Feuersänger:
Was Dungeon World betrifft, muss man klar sagen: das kann man nicht wie D&D spielen. Haben wir versucht, ging nicht so gut aus. ;)
5E ist sicher keine schlechte Wahl, wenn man es relativ simpel haben will.
Ansonsten werfe ich mal Mazes & Minotaurs in den Ring. Ist eigentlich als elaborater Gag entstanden, aber ist durchaus ein spielbares, sehr überschaubares System. Schwerpunkt wie der Name schon sagt auf antikem Flair. Achja, und kostenlos.
Oberkampf:
Eigentlich ist alles wichtige schon genannt.
Wenn ihr bei einem Regelwerk in der Tradition von D&D und D&D-artiger Fantasy bleiben, aber den Regelberg abtragen wollt, ist Savage Worlds eine gute Alternative. Es verregelt mit relativ wenig Regeln sehr viele Bereiche der Spielwelt, von Erschöpfung bis hin zu Fahrzeugkampf und Massenschlachten.
13th Age hat ein leicht zugängliches, aber abwechslungsreiches Kampfsystem und ein paar interessante Ideen, wie eine laufende Geschichte weiterentwickelt werden kann. Kämpfe machen Spaß, kosten aber nicht ewig Zeit. Wenn das Abenteuer mal stockt, muss man nicht stundenlang in seinen Zauberbüchern nach dem zum Problem passenden Spruch suchen, sondern aktiviert einen seiner Kontakte zu den Machtgruppen der Spielwelt, um Hilfe zu erhalten.
Die 5. Edition von D&D probiere ich jetzt seit etwa einem Dreivierteljahr aus und kann sagen, sie macht das Spielen und Leiten von D&D-artiger Fantasy mit hohem Actionanteil auch weitaus einfacher und flüssiger als die 3. Edition. Von den von mir genannten Alternativen fühlt sie sich am meisten nach D&D an.
Wenn Englisch kein Hindernis ist, würde ich auch mal einen Blick auf Shadow of the Demon Lord werfen, das ist eine D&D-Ableitung mit Warhammer-Anteilen, die mir auch sehr spielbar erscheint. Leider fehlen mir da praktische Erfahrungen.
Luxferre:
Wir haben lange Zeit Pathfinder gespielt, sind auch nicht mehr die Jüngsten (35-42), haben entsprechend wenig Freizeit und deshalb sowohl auf Initiative des SL (ich), als auch spielerseitig das System gewechselt.
Nun spielen wir D&D 5e, was definitiv eine Erleichterung für alle Seiten darstellt!
Ich würde Dir gern RuneQuest oder Mythras (BRP basierend) empfehlen, denke aber, dass diese doch etwas zu umfangreich sein könnten.
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