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Ravnica : Neues DnD Setting (MtG entlehnt)

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KoppeltrageSystem:

--- Zitat von: Sashael am 28.02.2019 | 07:16 ---Dabei ist das ja theoretisch sogar ein echt geiler Aufhänger. Krasse Schichtenbildung, Zugang zu "echten" Lebensmitteln nur für Priviligierte, Schattenkriege um Nahrungsressourcen. Aber davon findet man halt nichts. Stattdessen wird die Stadt de facto wie jede andere behandelt, ihr Alleinstellungsmerkmal also gleichzeitig auch kräftig ignoriert.

Und dann bleibt tatsächlich "nur" noch eine große Stadt mit Gilden.

--- Ende Zitat ---

Aber da hast du doch ein paar coole Plothooks genannt.  :think:

Was anderes, warum wird sich an der Nahrungsgeschichte von vor 6 oder 7 Seiten immer noch aufgehangen? ;)

aikar:

--- Zitat von: Sashael am 28.02.2019 | 07:16 ---Und dann bleibt tatsächlich "nur" noch eine große Stadt mit Gilden.
--- Ende Zitat ---
Grundsätzlich hast du recht. Aber eine sehr gute  ;)

Braucht man Golarion und Splittermond, wo es doch schon Aventurien und Golarion gab? Brauchte man die Vergessenen Reiche, wo es doch schon Grayhawk gab? Alle sind klassiche Fantasy-Welten mit Elfen Zwergen und Orks, trotzdem würden die Fans des jeweiligen Settings laut aufschreien, wenn ich alle in einen Topf werfen würde und jedes hat seine Daseinsberechtigung.

Wie oben geschrieben ist Ravnica etwas für alle die:

* Eine ganze Kampagne in einer Fantasy-Großstadt spielen wollen
* Dabei trotzdem die Option für Dungeon- und "Wildnis"-Abenteuer innerhalb der Stadt haben wollen
* Mal problemlos als Kollateralschaden einen ganzen Stadtdteil von der Größe einer üblichen Fantasy-Stadt in Schutt und Asche legen wollen, ohne dass das Stadt-Setting völlig ruiniert ist (Man beachte die mehrfachen Bilder von kämpfenden Kaijus (Gozilla-artige Riesenmonster) im Ravnica-Band).
* Plausible, interessante und klar unterscheidbare Fraktionen für Sandbox-Spiel haben wollen, die alle ihre Licht- und Schattenseiten haben (Selbst der dämonische Kult von Rakdos hat durch seine Freiheitsliebe etwas verlockendes und auch die ach-so-harmonischen Selesnya haben den Unterton einer gehirngewaschenen Sekte)
* Einen hervorragend ausgarbeiteten Stadtband haben wollen, der mit Zufallstabellen und Ausschnitten arbeitet, anstatt 800 Seiten Detailbeschreibung
* Einen D&D5-Band haben wollen (inkl. cooler neuer Monster, Rassen und Gilden-Einfluss-Regeln), anstatt von älteren Editionen, evtl. sogar nur pdfs oder anderen Systemen konvertieren zu müssen
* High Fantasy haben wollen, aber nicht ganz so extrem schräg-abgefahren-skurill wie bei Sigil
* Ravnica evtl. schon von Magic her kennen und mögen
Darüber hinaus ist vieles natürlich Geschmackssache. Ich habe hier Ravnica, Sigil, Waterdeep, Neverwinter, Ptolus, Freeport, Gareth, Havena und "The Great City" stehen und Ravnica hat bei mir persönlich einfach am stärksten gezündet.
Der Band vermitlelt einfach das Gefühl, dass an jeder Ecke Abenteuer zu finden sind und man schnell losspielen kann, ohne sich durch hunderte Seiten Text zu wühlen.

btw., wer noch mehr Bilder und Hintergrundtexte zu Ravnica haben will: The Art of Magic the Gathering - Ravnica ist inzwischen auch zu kriegen und wie alle aus der Reihe ein guter Hintergrundband. Wobei natürlich durch den Ravnica-D&D-Band einige Sachen schon bekannt sind, aber hier findet sich auch Info zum aktuellen Metaplot um Nicol Bolas.


--- Zitat von: Sashael am 28.02.2019 | 07:16 ---Krasse Schichtenbildung, Zugang zu "echten" Lebensmitteln nur für Priviligierte, Schattenkriege um Nahrungsressourcen. Aber davon findet man halt nichts.
--- Ende Zitat ---
Gerade hier finde ich punktet Ravnica. Der ursprüngliche Sinn der Gilden ist ja, die Stadt am Laufen zu halten. Bei der Pilz-Untote-Kanalisationsfraktion Golgari ist das Agrikultur und Abfallentsorgung, die verrückten Wissenschaftler der Izzet sind eigentlich vor allem für die Infrastruktur verantwortlich.
Das die Entfernung von ihren ursprünglichen Aufgaben für Probleme sorgt, ist eine der Grund-Konfliktquellen von Ravnica. Auch das Thema der Gildenlosen, die kaum echten Einfluss haben, wird angesprochen.
Es ist halt vieles knapp gehalten und durch Zufallstabellen ergänzt. Ich finde das persönlich gut, weil man nicht wie bei Ptolus oder Freeport von Textwüsten erschlagen wird.

Rhylthar:

--- Zitat ---Ich mag Forgotten Realms tatsächlich, aber das letzte was ich da machen würde, wäre eine Stadtkampagne die in Waterdeep, Neverwinter oder "Bard´s Gate" (?!?) (hier war sicher Baldurs Gate genannt) spielt.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich Bard´s Gate schreibe, meine ich es auch. ;)
Diese Stadtkampagne ist eben nicht in den Forgotten Realms angesiedelt.

Tja, ich könnte nur als Beispiel in den FR in Neverwinter, Waterdeep und auch Calimport eine Kampagne ansiedeln und jedesmal hätte ich einen anderen Grundtenor. Wenn ich es dann noch in "abgefahren" haben will, nehme ich Menzoberranzan.

KoppeltrageSystem:

--- Zitat von: Rhylthar am 28.02.2019 | 08:04 ---Wenn ich es dann noch in "abgefahren" haben will, nehme ich Menzoberranzan.

--- Ende Zitat ---

Ja, das wäre abgefahren und recht einseitig. :p

Rhylthar:

--- Zitat von: KoppeltrageSystem am 28.02.2019 | 08:11 ---Ja, das wäre abgefahren und recht einseitig. :p

--- Ende Zitat ---
Nicht, wenn man sich damit mal ein wenig beschäftigt. Ich habe genug Material und wenn Ravnica Gilden hat, hat Menzoberranzan Häuser.
Hat sich mal jemand Waterdeep: Dragon Heist näher angeguckt? Bzgl. Gilden? Wenn ich eine "Gewerkschaftskampagne" machen wollte, wäre das damit auch kein Problem.

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