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Sneak Attack, das ewige Thema [war: Regelfragen]

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Feuersänger:
Dann hat aber auch das Ziel Cover.

Wonko:
Ich gehe jetzt mal von den normalen Regeln aus, bei denen ich keine Kästchen malen muss und "line of sight" kein mathematisch exakt definierter Begriff ist.


--- Zitat von: Sashael am 31.07.2018 | 22:32 ---Zum ersten Abschnitt:
Es ist doch ein erheblicher Unterschied, ob ein Unsichtbarer sich so positioniert, dass er mich angreifen kann und das dann auch tut, oder ob jemand hinter einer Deckung lauert, die ich beobachte, und für einen Angriff dahinter hervorkommen muss. Er schießt nicht aus dem Nichts, sondern muss einen Schritt aus der Deckung heraus machen, wodurch er sichtbar wird und nicht mehr versteckt ist, dann kann er mich anvisieren und angreifen. Bin ich alarmiert, sehe ich den Angreifer in dem Moment, in dem er seinen Angriff macht und er hat damit logischerweise keinen Vorteil, der ihm zu einem Hinterhältigen Angriff verhilft.
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich normalerweise etwas anders und Crawford ist auch der Meinung. Er muss eben nicht heraustreten, sondern nur einen Moment um die Ecke schauen. Aber das ist schon Interpretationssache und von den genauen Umständen abhängig. Wenn da wirklich nur eine geometrisch perfekte Säule in der Landschaft steht und ich sonst nichts zu tun habe, funktioniert es vielleicht nicht. Wenn ich gleichzeitig noch gegen einen fetten Oger kämpfe und es Licht und Schatten gibt oder mehrere Stellen, wo er erscheinen könnte (links, rechts, oben, unten), dann reicht mir eben der kurze Augenblick nicht, und er hat Vorteil.

Interessant in dem Zusammenhang (p. 195): "lf you are hidden-both unseen and unheard-when you make an attack, you give away your location when the attack hits or misses." Entscheidend hier "when the attack hits or misses". Also nicht bevor, sondern nachdem er den ersten Angriffswurf gemacht hat.



--- Zitat ---Zum dritten Abschnitt:
"Ich schaue mal, ob ..." ist die Ansage, die zu einer aktiven Wahrnehmungsprobe führt. Ich muss nicht beschreiben, wie ich das Gebiet ablaufe. Ich stelle mich hin und beobachte das Gelände. Vielleicht ragt ein Ellenbogen hinter der Säule hervor, vielleicht ist sein Schatten am Boden zu sehen. In beiden Fällen hat mein aktiver Wahrnehmungswurf seinen Versteckenwurf geschlagen und ich weiß nicht nur, dass da ein Gegner ist, sondern habe eine sehr genaue Vorstellung davon, wo er sich befindet. Einen gesonderten Vorteil muss ich mir da nicht herbeierzählen. Wer mir da was anderes erzählen will, hat noch nie Verstecken oder Wimmelbildspiele gespielt.

--- Ende Zitat ---
Das kann so auch sein, aber dann muss ich eben eine Aktion dafür ausgeben. Darum geht es mir! Der Vorteil ist, dass ich mich hinstelle und nichts anderes mache. Wer mir da was anderes erzählen will, hat noch nie versucht Wimmelbildspiele zu spielen und gleichzeitig einen Oger zu verhauen. Das geht nämlich nicht (lange). :)

Sashael:
Moooment! ;)

Von einem weiteren Kombattanten war bisher überhaupt nicht die Rede. Bisher ging es nur um den Schurken vs. ein Gegner und ob der Schurke bei folgenden Angriffen nach dem ersten weiterhin einen Hinterhältigen Angriff bekommt, oder ob der Gegner etwas dagegen tun kann.
Kann er, meiner Ansicht nach. Beobachten. Und zwar ohne zusätzliches Beschreiben von irgendwelchen Aktionen wie "Ich laufe um die Säule rum" oder sowas. Er steht da und beobachtet die Säule. Aktiver Wahrnehmungswurf gg. Heimlichkeit des Schurken, der Ausgang entscheidet, ob der Schurke nochmal seinen Hinterhältigen Angriff bekommt. Beim dritten Angriff würde ich dann bereits Vorteil und/oder Nachteil anwenden. So ein Trick nutzt sich dann doch recht schnell ab.

Noir:
Ich bin ziemlich genau Sashaels Meinung. Und ich glaube auch, dass die Regeln "by the Book" so gemeint sind. Schließlich wird ja auch direkt zu Anfang schon eine Linie gezogen, die dem Dungeon Master quasi die Zügel hier explizit in die Hand drückt (wie ja vorhin schon einmal gesagt). Wenn im Buch steht: "The DM decides when circumstances are appropriate for hiding." heißt das für mich ja schon, dass es durchaus von der gegebenen Situation abhängig ist, ob ein Verstecken - oder gar ein mehrmaliges Verstecken - sinnvoll und möglich ist.

Das Beispiel mit der Säule ist hier imho absolut eindeutig. Ein einmaliges Verstecken mag man noch irgendwie erklären können (und selbst da wäre ich als SL vorsichtig, wenn da weit und breit nichts anderes als die Säule ist) ... aber ein zweites Mal? Ne ... definitiv nicht. Der Gegner geht zwei, drei Schritte zurück, beobachtet die Säule, und wartet darauf, dass der Schurke hinter seinem "Versteck" herschießt um anzugreifen. Selbst ein Fernkampf wäre so imho nicht wirklich zu verstecken. Wenn ich weiß: Links oder rechts kommt gleich ein Bogen/eine Armbrust/eine Pistole hervor, könnte ich mich selbst darauf einstellen. Keine Vorteile imho.

Kaskantor:
Aber wie oft kommen denn solche One on One Situationen zustande?
Meist kämpft eine ganze Gruppe mit und da können Monster mMn schon genug abgelenkt sein.
Halblinge können sich sogar hinter einem der anderen SC verstecken und dann wieder hervorkommen und angreifen. Wenn ihr das „hart“ regelt müsste man auch mit Sichtbereichen der Monster spielen, da eine 360 Grad Sicht auch mehr als „unrealistisch“ ist, wie ich vom Selbstverteidigungstraining gegen mehrere Gegner weiß.

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