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Superheldenfilme (DC und MCU)
lowfyr:
--- Zitat von: Teylen am 6.12.2018 | 10:15 ---Ja, den Eindruck teile ich.
Was mich irritierte da ich nachdem Wonder Women Film, ohne Kenntnis der Comics, eigentlich annahm das Diana ihm durchaus halbwegs gleichwertig ist. Im Gott-Modus vielleicht sogar etwas über. Das er sie dann mit Kopfstoß deutlich stärker niederwirft und mit einer Hand festhält während er noch nachdem Flash guckt passte mir nicht.
--- Ende Zitat ---
Sie sollte ihm gleichwertig sein. Er ist vielleicht stärker, aber das gleicht sie mit ihren erheblich besseren Kampffertigkeiten wieder aus. Vor allem hätte das alles nicht so einseitig gemacht werden sollen. Mehr Erfolg auf ihrer Seite hätte da viel ausgemacht.
Noir:
Wobei die Szene ja durchaus mehr Style over Substance war. Und ich hab die Szene GELIEBT. Die hat die anderen vielleicht schwächer aussehen lassen ... aber dieses "Flash rennt verzweifelt los und Clark guckt ihm einfach hinterher" ... ich fands geil.
Teylen:
Der Blick war durchaus stylish gemacht.
Daneben hat der Film aber halt kommuniziert das Supes mit der einen Hand Diana halten kann, mit der anderen Aquaman, mit der Brust Cyborg und sich noch nachdem Flash umschauen während Bats eh schon am Boden liegt. Was dann imho jenseits von Gut & Böse ist und wo auch die anderen Helden keine vergleichbare Szene bekamen.
Zumal es ja dann nicht nur einmal Style für die Szene war, sondern auch beim Kampf gegen Steppenwolf so herüber kam das Diana, Aquaman, Cyborg und der Flash nix reißen und als wäre die restliche Justice League quasi nur Deko bis Supes aufkreuzt.
So sehr das ich mich etwas fragte weshalb Flash überhaupt einen Wettlauf probiert wenn er so im Vergleich zu Supes doch eine Schnecke ist.
Noir:
Supes wurde definitiv zu stark dargestellt - zumindest im Kampf gegen Steppenwolf. Im Kampf nach seiner Erweckung hab ich das eh so verstanden, dass er ne Art "Ragemodus" hat und deshalb extreme Kräfte freisetzt ... das hab ich nicht als schlimm empfunden. Zumal Diana durchaus so dargestellt wurde, dass sie Superman sogar in diesem Modus Schmerzen zufügt (der Kopfstoß lässt ihn sich ja sogar schütteln, was im Anbetracht der Tatsache, wie er sonst in der Szene drauf war, schon recht heftig ist). Auch sagt sie ja, dass sie ihn nicht verletzen will (und deshalb hab ichs so verstanden, dass sie nicht volle Power gibt)
Gegen Steppenwolf dann, war er zu krass ... zumindest hätte Steppenwolf gerne den einen oder anderen Schlag gegen ihn noch austeilen können ... das hätte imho ja durchaus schon gereicht, weil gerade Diana eben auch ganz gut mit Steppenwolf mithalten konnte. So wirkte er zu krass. Fand es auch heftig, wie extrem hell er geleuchtet hat, als er auftaucht. Das war mal das andere Extrem. Nachdem die Leute nach Man of Steel geschrien haben "Bitte mehr Farben!", war das imho viiiiiiel zu krass.
YY:
--- Zitat von: First Orko am 6.12.2018 | 09:15 ---Für mich würden beide Comicuniversen ungemein dazugewinnen, wenn sie ihre eigenen, aufgebauten Prämissen mal über 1,5 Filme hinaus einhalten würden und dann daraus die Story entwickeln lassen. Wäre dann aber vermutlich nach kurzer Zeit schon inkompatibel zu den Comics und damit ein zu hohes Risiko.
--- Ende Zitat ---
Die Comics sind ja schon zu sich selbst inkompatibel :P ;D
Will heißen: Wo, wenn nicht im Comicbereich, hat man in vergleichbarer Weise die Möglichkeit, alternativen Verläufen nachzugehen?
Der harte Kern an Comicfans kennt das schon und wer nur die Filme schaut, zieht und braucht den Vergleich sowieso nicht.
Mit den neuen/parallelen/alternativen X-Men-Filmen hat man ja gezeigt, dass das auch im Mainstream funktionieren kann.
--- Zitat von: Rumpel am 6.12.2018 | 09:20 ---Gibt es eigentlich jemand außer mir, der die Nolan-Batman-Trilogie nicht leiden kann? Batman Begins: zäh und belanglos, The Dark Knight: Trotz tollem Joker-Darsteller extrem inkonsistent und prätentiös, TDKR: Prätentiös hoch drei und nebenbei so was von faschistoid ...
--- Ende Zitat ---
Den ersten fand ich mittelmäßig, den zweiten ganz gut gelungen (wobei ich mir schon denken kann, an welchen Stellen wir da auseinandergehen) und den dritten abartig schlecht.
Insgesamt schließe ich mich dem hier gefallenen "deutlich überschätzt" an.
Und das gilt für die Marvel-Filme genau so; die schaue ich ziemlich selektiv und selbst dann mogelt sich immer wieder mal einer durch, der mir so gar nicht gefällt. Von Black Panther hätte ich z.B. wesentlich mehr erwartet und finde ihn grottenschlecht.
--- Zitat von: First Orko am 6.12.2018 | 12:07 ---Das entspricht auch meiner Wahrnehmung - die Vorlage gäbe es wohl her, aber der Markt lässt es nicht zu. Meh.
--- Ende Zitat ---
Das ist doch das alte Leid: Irgendwer an strategisch relevanter Position behauptet einfach ins Blaue, dass es der Markt nicht hergäbe und dann wird es auch erst gar nicht versucht.
Bzw. wenn es versucht wird, dann mit einem missratenen Schrottfilm und hinterher wird davon auf die ganze Sparte geschlussfolgert.
Wenn ich mir allein schon anschaue, was warum als "Kassengift" gilt, könnte ich ein Eck aus dem Tisch beißen. Da wird mit schönster Regelmäßigkeit der Gegenbeweis geführt, aber irgendwie merkt kaum einer, dass man vor Allem gute Filme abliefern muss.
"Superhelden sind grad voll der Renner, wir machen auch irgendwas mit Superhelden und kassieren fett ab!" - das geht vielleicht mit Bildern auf der Müslipackung, aber abseits davon muss man schon ein bisschen mehr liefern.
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