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[Film] Avengers 4: Endgame
Teylen:
--- Zitat von: hassran am 29.04.2019 | 11:59 ---Da fehlt wahrscheinlich ein "nicht" irgendwo?
--- Ende Zitat ---
Ja, das fehlte. Habe es ergänzt.
--- Zitat ---Keine Ahnung, ob das eine universelle Erfahrung ist, aber ich habe jetzt schon in vielen Familien beobachtet, dass gerade Mütter gerne das Gewicht ihrer Kinder meinen kommentieren zu müssen.
--- Ende Zitat ---
Entspricht meiner Lebenserfahrung nicht.
Das heißt, meine Mutter hat mein Gewicht nie kommentiert. Die Kommentare kamen und kommen eher von meinem Vater. Selbst dieser lässt die Kommentare nicht fallen, wenn er merkt das ich unter Depressionen leide.
Zudem war die Szene mit der Mutter nicht die einzige, sondern die die mit weiten Abstand die größte Dissonanz zwischen der Dramatik und dem Wampenwitzen aufwies. Zumal ich mich hierbei auf die Darstellung beziehe, und nicht die Intention.
--- Zitat ---[Frauen Marsch]
Dann vielleicht weglassen?
--- Ende Zitat ---
Ja, das wäre zumindest die ehrlichere Alternative gewesen.
Wobei man es auch hätte drin lassen können, und den Charakteren zuvor kleinere Szenen geben. So das es ein wenig mehr Sinn ergibt.
--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 29.04.2019 | 12:06 ---Er agiert die ganze Zeit im Hintergrund als Organisator, Manager usw. er hat weder Action noch Charakterentwicklung
--- Ende Zitat ---
Richelieu agiert außerhalb des Fokus weil er kein Teil der Protagonisten ist, sondern der Antagonist.
Er braucht daher kein Drama, ausgeprägtes Charaktermotive oder eine Entwicklung. Ähnlich wie andere Antagonisten wie der Sheriff von Nottingham in Robin Hood, der Imperator bei Star Wars und ähnliche Figuren.
Dadurch ist er als Figur aber eher schlecht mit einem Haupt-Charakter oder Neben-Charakter zu vergleichen.
Mon Mothma hat in Star Wars IV bis VI auch eine wichtige Rolle für die Rebellion.
Trotzdem ist der Charakter kein Hauptcharakter und kaum so wirklich ein richtiger nennenswerter Nebencharakter. Obwohl sich dieser Charakter nicht freiwillig und mit Schwung in den Kühlschrank wirft.
Ebenso wie ich mich auch bei Mon Mothma ernsthaft verarscht fühlen würde, wenn man mir behauptet das diese doch eine starke weibliche Figur sei die in der Story auf einer Stufe mit Luke und Han steht.
--- Zitat ---[Hawkeye Szene]
stimmt, es zeigte ihre Kontinuität
--- Ende Zitat ---
Für einen Hauptcharakter oder für einen herausstechenden Nebencharakter erwarte ich aber mehr.
--- Zitat ---die romantische Beziehung zu Banner - Hulk dürfte Hulks Flucht nicht überlebt haben.
--- Ende Zitat ---
Romantische Beziehung? Huh?
Ich habe es mehr als eine tiefe, gegenseitige Verbundenheit gesehen.
Ebenso sehe ich nicht weshalb die Beziehung an Hulks Flucht gescheitert sein soll. Zumal er schließlich nicht flieht, sondern quasi in einem Mittelpunkt zu sich findet.
Man kann dann hingehen und sagen "Gut, damit hat die weibliche Figur ihre Schuldigkeit an der Entwicklung zum Banner-Hulk hin getan". Allerdings finde ich das nicht sehr überzeugend, vor allem wenn man mir danach verkaufen will das der Charakter mehr war als ein Vehikel für andere.
Zumal zwischen Avengers I und Endgame ein ganzer Haufen Filme waren. Wo auch Black Widow eine Rolle spielte.
Die ganzen anderen Filme wurden bei den anderen Figuren nicht so, naja, ignoriert wie bei ihr (und merkwürdigerweise nur bei ihr, wenn man die Zeichnung von Bannerhulk betrachtet).
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Teylen am 29.04.2019 | 13:34 ---Für einen Hauptcharakter oder für einen herausstechenden Nebencharakter erwarte ich aber mehr.
--- Ende Zitat ---
Nun, das hattest du als BW Nick Furys Posten übernahm und den ganzen Laden mehr oder weniger alleine am Laufen hielt.
Wir haben einen Asgardischen Kriegerkönig, einen Multimillionär und Großindustriellen, einen Meistertaktiker Supersoldaten und noch eine Supersoldatin.
Wer nimmt den Mantel der Führung, der Organisation, DER Verantwortung, eine Assassine/Geheimagentin ohne Superkräfte.
Jeder der obengenannten hätte für diesen Posten besser geeignet und ausgebildet sein müssen, wer nahm ihn auf sich Black Widow
In Age of Ultron schien sich da zumindest was anzubahnen, aber zum Ende und in Thor Ragnarök blieb Banner weg.
Hulk hat nichtmal versucht da auszubrechen und zurückzukehren, das meine ich mit Flucht
Teylen:
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--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 29.04.2019 | 14:30 ---Nun, das hattest du als BW Nick Furys Posten übernahm und den ganzen Laden mehr oder weniger alleine am Laufen hielt.
--- Ende Zitat ---
Nein, das habe ich nicht.
Da ich von einem Hauptcharakter oder einem Nebencharakter dramatische Dinge erwarte. Dinge die gefälligst auf der Leinwand zu sehen sind. Nicht: "Und dann machte sie die langweilige, aber total spannende und anspruchsvolle Büroarbeit. So wie in den 5 Minuten Gespräch mit Okoye, nur langweiliger.".
Da ändert sich nicht dran, das man die Büroarbeit mal so richtig glorifiziert.
Mal von dem Umstand das sich der zweite weibliche Charakter mit einer größeren Rolle den Berg runter in den Kühlschrank für Hawkeye und Thor wirft abgesehen.
--- Zitat ---In Age of Ultron schien sich da zumindest was anzubahnen, aber zum Ende und in Thor Ragnarök blieb Banner weg.
Hulk hat nichtmal versucht da auszubrechen und zurückzukehren, das meine ich mit Flucht
--- Ende Zitat ---
Hulk hatte in Ragnarök die Erinnerung verdrängt und als er sich erinnert, beruhigt er sich soweit das Banner wieder raus kommt. Wobei er sich danach wohl halbwegs gradlinig auf die Rückreise macht. In Infinity War sind mir da eigentlich keine Spannungen zwischen ihnen aufgefallen. Nun und sie waren in Endgame zumindest eine Zeitlang auf einen Fleck, dass heißt zumindest so bei Marvels Ankunft.
Da hätte man die Beziehung der beiden vielleicht mal so thematisieren können. Anstelle es auf Hulks-Seite zu konzentrieren. So auch einmal etwas Charakter Kontinuität, Drama und Entwicklung für die weibliche Figur.
Dann würde ich das was in Endgame gezeigt wurde eventuell auch eher als Figurenzeichnung wahrnehmen.
Alexandro:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zu dem Rest will ich nichts sagen (auch wenn ich "König Thor" interessant fand und es schade finde, dass die Figur einen Film einen charakterlichen Rückschritt macht), nur soviel:
Wenn man ein selbstloses Opfer einer Figur mit "fridging" gleichsetzt, nur weil die Figur zufällig weiblich ist, dann wird der Begriff bis zur Nutzlosigkeit aufgeweicht.
Teylen:
Fridging betrachtet nicht die Motivation des häufig weiblichen Charakters bzw. der mordenden Charaktere, sondern Plot-Element als solches sondern in wie weit dies hauptsächlich innerhalb der Erzählung dazu dient den Plot von männlichen Charakteren weiter zu bringen. [Wobei der Charakter wie im Artikel angemerkt auch männlich sein kann]
https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_Refrigerators
Hierbei ist imho auch die Rolle oder "Nicht Rolle" die der Charakter bis zum ableben hatte relevant.
Ebenso wie man sich bspw. anschauen kann wie das Ableben im Vergleich zum anderen Ableben behandelt wurde, so vom emotionalen Impakt, Erzählung, Aufwand etc. beim Vorgang als auch danach.
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