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Zauberdetails: Wohl oder Übel?

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Maarzan:

--- Zitat von: nobody@home am 27.12.2018 | 11:34 ---Weil D&D davon ausgeht, daß man das Schwert halt nicht steckenläßt, und über Pfeile im Körper erst gar nicht groß nachdenkt...

Obwohl: das ist es wahrscheinlich noch nicht einmal. Trefferpunkte speziell bei D&D sind ja recht offiziell keine "Fleischpunkte", sondern einfach nur ein abstraktes Etwas, das angibt, wie weit man noch vom Tod entfernt ist. (Daß es dann natürlich trotzdem prompt X Methoden gibt, jemanden zu erledigen, die dessen Trefferpunktvorrat mal eben einfach ignorieren, ist aus einem gewissen Blickwinkel heraus also schlicht ein Designfehler. ;)) Ein "Treffer" mit einem Pfeil muß aus dieser Perspektive heraus also zwangsläufig ähnlich abstrakt sein, und die Frage, ob der Pfeil selbst dementsprechend (a) den Körper des Ziels überhaupt verletzt und (b) dann auch tatsächlich in diesem steckenbleibt oder nicht, wird denn auch vom D&D-Kampfsystem schlichtweg nicht konkret beantwortet.

--- Ende Zitat ---

Da Zauber auch HP-schadenverursachen wäre dann der Teleport "in den Kopf" auch kein "versenkt", sondern eben ein Beinahe-Effekt, den der Dämon durch entsprechenden Energie- und Aufmerksamkeitsaufwand abgewendet hat ... so er noch genug HP hat. Und das Schwert liegt dann neben dem Dämon oder steckt in einer unwesentlichen Panzerplatte.


--- Zitat von: First Orko am 27.12.2018 | 11:42 ---@Marzaan:

Irgendwie bin ich bei dir und muss doch wiedersprechen  :think:
War denn deine Anmerkung "..1W8 TP plus..." als These für klare Regulierung gemeint? Denn auch daraus gehen ja wieder implizite Annahmen bzw. Spielweltverständnis hervor, nämlich "ein Schwert macht immer 1W8 Schaden - egal wie es angewendet wird". Letztlich ist dann deine Interpretation "Rules as written schlägt Rules as intended und sogar GMV". Ich wette, damit lässt sich genauso Schindluder treiben, wenn man das konsequent durchzieht..


--- Ende Zitat ---

Mein Eindruck ist, dass sich zu oft eben gar keiner etwas bei gedacht hat oder bestenfalls "Boah, das hört sich jetzt cool an" und dann auftretende Lücken mit der nächsten, genauso halbgaren Pfuscherei bis zum (oft daraus erwachsenden) nächsten Problem geflickt werden.

RAI würde voraussetzten, das dieses AI irgendwo mal beschrieben würde, denn der immer irgendwo notwendige Abstraktionsgrad führt dazu, dass GMV (selbst bei tatsächlicher Qualifikation, üblicherweise übersetzt sich das ja nach "Wie ich die Sache sehe") ab einer bestimmten Detailtiefe explizit nicht mehr gültig sein kann.

In dem Sinne kann es effektiv nur RAW geben und dazu dann die Erklärung des erwünschten Spielstils/ Abstraktionsgrads /Detaillevels.
Dann lässt sich RAI auf das Anwenden, was nach hoffentlich dieser Selbstsetzung entsprechend gut durchdachten und ausreichend ausgearbeiteten Vorlage noch übrig bleibt.


Nebenbei: Teleport ist ja meist schon relativ hochstufig. 
Es gibt aber gelegentlich so kleine Zauber wie z.B: Salzen/Gefrieren/Verdampfen von kleinen Flüssigkeitsmengen. Mach das mal mit Gehirnflüssigkeit ... .

nobody@home:
Noch ein Nachtrag:


--- Zitat von: Althalus am 27.12.2018 | 08:57 ---Dachte nicht, dass das System da noch eine Rolle spielt - aber gut, ich spiel auch kein D&D oder DSA... :P

--- Ende Zitat ---

Ja, natürlich spielt das System auch eine Rolle. Nehmen wir beispielsweise mal dieselbe Situation in Turbo-Fate und sehen "zumindest dieser Zauberer kann Teleportationsmagie" als gesetzt an, sei es nun, weil Spieler und SL das einfach nur so freihändig ausdiskutiert haben, weil ein speziell dazu passender Charakteraspekt zum Tragen kommt, oder was auch immer...dann ist nach den Regeln ein "ich will dieses Ding A in Gegner B hineinteleportieren, um ihm wehzutun" erst mal auch nur eine reguläre Angriffsaktion mit dem Ziel, Gegner B auszuschalten, nicht großartig anders, als wenn derselbe Zauberer einen magischen Pfeil oder Blitzschlag oder auch komplett nichtmagischen Armbrustbolzen abfeuern wollte, und wenn der Dämon hinreichend zäh und wichtig ist, kann er das durchaus überleben. Dann hat's eben mit dem "Schwert direkt in den Kopf versetzen" nicht so geklappt wie beabsichtigt und die Klinge ist statt dessen nur in seiner Schulter oder überhaupt in der Luft direkt neben ihm rematerialisiert; ein Grund läßt sich immer finden.

Althalus:
Man muss auch anfügen, dass die Wirkung des besagten Schwertes mehr über seine Verzauberung bestand als über pure Schadenswirkung der Klinge. Und in einem sehr tödlichen Kampfsystem wie dem, das wir damals benutzten, war jeder Treffer potentiell tödlich. Den Dämon das wegstecken zu lassen, wäre wohl extrem willkürlich rübergekommen. Außerdem war der Kerl an sich nur mittelmäßig bedeutsam, weil der eigentliche Hintermann noch frei rumlief...

Was aber in Bezug auf den Thread natürlich den Zusatz heranzieht, dass "Magie" nicht von "Kampf" oder generell "Konflikt" zu trennen ist. Eigentlich dürfte ein Feuerball nicht mehr Schaden verursachen als ein ähnlich heißes Feuer - und ein Feuerstrahl dürfte eigentlich keinen Gegner instant killen, denn dazu ist die Wirkung auf einen zu kleinen Bereich beschränkt.  ;)

DAS wiederum find ich am Genesys-System recht gut gelöst, da der Grundschaden eher gering ist, aber durch Qualities verändert werden kann. Der Feuerball braucht dann eben Burn und Blast, z.B. und ist damit gleich einer Granate.

Tudor the Traveller:
Das System spielt auch insofern eine Rolle, dass bei D&D normalerweise keine Körperzonen gezielt anvisiert werden können. Bei D&D kann man also den Kopf nicht direkt angreifen, womit auch immer.

Zusätzlich erlauben Teleportationen in der Regel keine "Materie in Materie" Manifestationen, weitgehend unabhängig von den Systemen, die ich kenne. Eben weil es zu abstrusen Anwendungen führen würde.

Der Läuterer:
Disintegrate (in der 2e)
http://www.orbisrpg.co.uk/Planescape/players_handbook.pdf

Area of Effect: 1 creature or 10 x 10 x 10 ft. cube
Saving Throw: Neg. (save vs. spell)

Und der Satz um den es ging lautet:
Only the first creature or object struck can be affected.

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