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[Knights of the Black Lily] Small Talk und mehr ...
Fezzik:
Gibt einfach Leute die sich an sowas aufhängen wollen, was anderes ist das nicht. Einfach ignorieren. ;)
Alexander Kalinowski:
Naja, ich versuche begreiflich zu machen, warum Gleichberechtigung für NSCs in diesem Kontext handwerklich schlechte Autorenschaft wäre. Es würde die Glaubwürdigkeit des Gedankenexperiments "Fantasywelt ohne gute Götter" völlig konterkarieren. Es würde signaliseren: Der Autor bemüht sich ja nicht wirklich darum so eine Welt gedanklich zu entwickeln, sondern sorgt sich mehr darum nirgends anzuecken. Es wäre also von vorneherin ein Gedankenexperiment, das nicht einmal halbwegs konsequent angegangen wird.
Also mithin gar kein Gedankenexperiment mehr - warum sollte sich also noch irgendjemand für so etwas banales interessieren?
Was weibliche SCs (und wichtige NSCs) angeht -deren Anzahl ist schlicht vernachlässigbar, so dass sie das Gesamtkonzept nicht unterminieren - ebenso wie vereinzelte Gruppen weiblicher Kämpferinnen. Im Gegenteil: Die scheinbare(?!) Aussichtslosigkeit ihres Kampfes untermalt ja im Gegenteil noch das tragische Element, das über dem Setting hängt. Wie's hingegen am Ende ausgeht - hängt alleine vom SL ab.
Fezzik:
@Alexander Kalinowski: Ich versteh dich. Ich wollte damit nur sagen das es immer Typen geben wird die das Scheiße finden, wegen: darum. Da kannst du dir dann einen Knoten in die Zunge argumentieren, die haben dein Werk abgestempelt und damit ist es dann erledigt. Solche Leute ignoriert man am besten, spart Zeit und nerven.
BBB:
Hallo Alexander,
finde die innerweltliche Logik für den Umgang mit weiblichen Figuren sehr spannend und letztlich konsequent. Gefällt mir, wenn das große Ganze (TM) auch in den Details auffindbar ist - und letztlich sagt es ja nichts über die Existenz weiblicher SCs aus, nur deren Wahrscheinlichkeit...
In diesem Zusammenhang aber eine Frage, die mir vorhin aufgefallen ist: Wie passt die Existenz von Mooks, also quasi Schergen, die de facto keine Gefahr darstellen, in den Plan böser Götter? Es ist zwar nicht zwangsläufig ein Widerspruch, aber irgendetwie sind es doch inkonsequente Götter, wenn sie eine Bedrohuung schicken, die ncht wirklich bedrohlich ist, oder?
Oder ist hier die Idee, dass sie die Helden nur mal nerven wollen?
Wäre interessant zu erfahren ob es dafür eine innerweltliche Begründung gibt...
BBB
Alexander Kalinowski:
--- Zitat von: BBB am 24.02.2019 | 12:00 ---Wie passt die Existenz von Mooks, also quasi Schergen, die de facto keine Gefahr darstellen, in den Plan böser Götter? Es ist zwar nicht zwangsläufig ein Widerspruch, aber irgendetwie sind es doch inkonsequente Götter, wenn sie eine Bedrohuung schicken, die ncht wirklich bedrohlich ist, oder?
Oder ist hier die Idee, dass sie die Helden nur mal nerven wollen?
--- Ende Zitat ---
Das ist eine interessante Frage - über die ich erst einmal nachdenken musste. Eigentlich lässt sie sich (durchaus zutreffend) ganz bequen beantworten: Die dunklen Götter schauen nicht jederzeit und überall hin. Wie FREUND COMPUTER im Paranoia RPG können die dunklen Götter zwar jederzeit den SC-"Sender" einschalten und schauen was die Charaktere machen, aber die Launen und Aufmerksamkeitsspanne der Götter scheinen extrem unstetig zu sein. Es ist also alles gar nicht durchgeplant, sondern nur bruchstückhaft, aus Launen heraus. (Alles andere wäre ja auch langweilig.)
Darüberhinaus - Mooks sind Menschen, mutmaßlich mit Familien und Freunden. Wie schon im Hinblick auf Frauen auf Ilethra angesprochen: Ungleichheit ist gut, Ungleichheit ist unterhaltsam (für die Götter). Ungleichheit erzeugt Leid und in diesme Fall auch noch Tod. Die Tragödie trifft in diesem Fall also nicht die Party, sondern die Leute, die ihnen in die Quere kommen.
Man könnte die Frage anders fassen: Müsste in einem Dark Fantasy-Setting nicht jeder Gegner hochgefährlich sein? Vielleicht. Je nachdem, wie man die Spielwelt für sich interpretiert. Game of Thrones ist ja auch Dark Fantasy (wenn auch nicht unbedingt optisch, so doch von der Handlung her) und dort gibt's auch No Name-Gegner mit denen kurzer Prozess gemacht wird. Mein Ansinnen ist es jedenfalls über das Regelwerk dem SL Mittel an die Hand zu geben mit der er die Kampagne so spielen kann wie er will. Die Kombination aus Charaktertypen (Mooks, Elite, Boss) und dem Challenge Pool (so eine Art Fate Points pro Encounter) ermöglicht jedenfalls unkomplexe Kallibration: Man macht aus den Mook-Gegnern Elite-NPCs und muss dann halt den Challenge Pool (als zentrale Schraubstelle) kräftig erhöhen - oder die Party muss extrem vorsichtig agieren und den fairen Zweikampf scheuen.
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