Autor Thema: B2: The Keep on the Borderlands  (Gelesen 1592 mal)

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Offline Talwyn

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B2: The Keep on the Borderlands
« am: 12.02.2019 | 09:53 »
Meine Spieler: Raus hier!
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Hi all,

ich leite derzeit B2 (nach 5E-Regeln, aber das soll hier jetzt nicht Thema sein, mir geht es um das Modul an sich) und folgendes ist die Situation: Jeder Spieler führt zwei SC wegen der Mortalität auf niedrigen Stufen. Drei SC wurden jüngst von den Hobgoblins in den Höhlen gefangen genommen und werden derzeit in der Folterkammer festgehalten. Der Rest der Gruppe hat damit angefangen, Guerilla-Angriffe auf die Höhlen zu starten, um sich so scheibchenweise voranzutasten. Das hat nun zweimal ganz gut funktioniert, die Gruppe hat angegriffen, ein paar Höhlenbewohner erschlagen und sich wieder zurückgezogen.

Ich denke, dass wir jetzt an einem Punkt sind, wo es nicht mehr plausibel wäre, wenn diese Taktik noch ein drittes mal funktionieren würde. Immerhin gelten Hobgoblins als gut organisiert und taktisch versiert, dementsprechend werden sie versuchen die SC in einen Hinterhalt zu locken, bei dem die Gruppe dann von drei Seiten in die Zange genommen wird, und zwar von allen noch lebenden Hobgoblins plus ein paar Goblins (16 Hobgoblins, der Hobgoblin-Anführer und 6 Goblins).

Die Gruppe befindet sich aktuell noch auf der ersten bzw. zweiten Stufe, so dass diese Begegnung mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem TPK enden wird - wenn die Spieler auf die List der Hobgoblins hereinfallen und sich in die Falle locken lassen, und wenn sie nicht sofort, wenn sie die Übermacht ihrer Feinde sehen die Flucht ergreifen (zunächst wird die Gruppe von zwei Seiten angegriffen, der Fluchtweg wird erst nach ein oder zwei Kampfrunden durch die Ankunft der dritten Gegnergruppe abgeschnitten).

Nun zu meinen Fragen:

- Innerweltlich denke ich, dass die geplanten Ereignisse plausibel sind, würdet ihr als Spieler das unter konsequente Darstellung einer gefährlichen Welt verbuchen, auch wenn es euren Charakter das Leben kostet?
- Würdet ihr Hinweise seitens des SL erwarten, die euch darauf vorbereiten, dass Gefahr im Verzug und eine vorsichtige Herangehensweise daher angebracht ist?
- Wenn ja: Sollten solche Hinweise eurer Meinung nach innerhalb der Fiktion stehen ("du hast das Gefühl, dass die Goblins irgendeine Gemeinheit im Schilde führen, kannst aber nicht genau sagen, was sie vorhaben.") oder eher als Hinweis vor dem Spielabend ("Ihr habt jetzt dreimal die Guerilla-Taktik angewendet, ihr solltet damit rechnen, dass eure Gegner früher oder später darauf reagieren und ihre Taktik anpassen werden.")

Zur Klarstellung: Der TPK ist nicht mein Ziel, ich betrachte ihn aber als ein mögliches Ergebnis des Spiels, wenn die Ereignisse im Spiel eben dementsprechend ablaufen. Ich will die Spielwelt konsistent, glaubwürdig und plausibel darstellen - und dazu gehört für mich, dass taktisch versierte Gegner ihr Verhalten an die Vorgehensweise der SC anpassen. Ich will aber unnötigen Frust seitens der Spieler vermeiden, sprich: Ich will nicht, dass sie das Gefühl haben, sie hätten keine Chance gehabt, den TPK durch bessere Entscheidungen ihrerseits zu vermeiden.
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Offline Tegres

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #1 am: 12.02.2019 | 10:05 »
- Innerweltlich denke ich, dass die geplanten Ereignisse plausibel sind, würdet ihr als Spieler das unter konsequente Darstellung einer gefährlichen Welt verbuchen, auch wenn es euren Charakter das Leben kostet?
Kommt immer drauf, was vorher mit der Gruppe abgesprochen wurde und welches System es ist. Bei D&D wuerde ich erwarten, dass es auch dazugehoert, ins Gras zu beissen.

- Würdet ihr Hinweise seitens des SL erwarten, die euch darauf vorbereiten, dass Gefahr im Verzug und eine vorsichtige Herangehensweise daher angebracht ist?
Ja, zumindest in der Form, dass ich merke: Ah, wir kaempfen nicht gegen Dorftrottel sondern gegen halbwegs kluge Gegner, die sich uns nicht auf dem Silbertablett servieren werden.

- Wenn ja: Sollten solche Hinweise eurer Meinung nach innerhalb der Fiktion stehen ("du hast das Gefühl, dass die Goblins irgendeine Gemeinheit im Schilde führen, kannst aber nicht genau sagen, was sie vorhaben.") oder eher als Hinweis vor dem Spielabend ("Ihr habt jetzt dreimal die Guerilla-Taktik angewendet, ihr solltet damit rechnen, dass eure Gegner früher oder später darauf reagieren und ihre Taktik anpassen werden.")
Ganz klar ersteres. Aber eigentlich hast du dir die Antwort schon selbst gegeben. Du hast geschrieben, die Hobgoblins seinen nicht auf den Kopf gefallen. Das kann man doch innerweltlich sehr gut veranschaulichen, zum Beispiel, in dem diese selbst einen taktisch klugen Angriff starten (muss ja nicht auf die Gruppe sein, sondern gegenueber irgendwelchen Doerfern), oder die Gruppe findet Chroniken, in denen von gut koordinierten Angriffen berichtet wird, oder Opfer von fruehren Angriffen berichten von den Taktiken der Hobgoblins.

Online CK

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #2 am: 12.02.2019 | 11:20 »
Ich leite derzeit auch das Keep, aber Deine Fragen sind ja von grundlegender Natur, dennoch: Ich habe sowohl meine Spieler gewarnt, als auch (InGame) deren SC. Mit Hobgoblins ist halt nicht zu spaßen und ich wäre da knallhart.

Aber: Im (Original-)Modul gibt es ja noch den Hinweis mit dem Freikaufen per Lösegeld - vllt wäre das noch eine Alternative, ohne die harte Realität der Spielwelt zu kippen?

Offline Talwyn

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #3 am: 12.02.2019 | 14:26 »
Das hätte man machen können. Allerdings halte ich das für wenig plausibel, nachdem die Gruppe bereits ein Dutzend Hobgoblins getötet hat.
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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #4 am: 12.02.2019 | 14:29 »
Zudem: Was wollen die mit Kohle ;)

Die unzähligen Kidmonster überall habe ich btw. gestrichen, um allzu unnötige moralische Konflikte bzw. Massaker zu vermeiden. Hast Du die beibehalten?

Offline Greifenklaue

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #5 am: 12.02.2019 | 14:35 »
Ich könnte mir vorstellen, wenn die Hobgoblins übermäßige Präsenz im Tal haben, dass auch andere Fraktionen ihre Kundschafter ausschicken - vielleicht warnt dass die Gruppe?

Ansonsten knn man eine solche Warnung ruhig rausgeben, sowohl outgame als auch ingame.
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Offline Talwyn

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #6 am: 12.02.2019 | 14:42 »
Ich denke auch, ich werde das outgame machen. Einige der Spieler sind noch Anfänger, da will ich mal kein Arsch sein :D

Das mit den Monsterkindern hab ich auch gestrichen. Erfahrungsgemäß unterbricht sowas den Spielfluss und macht mit den moralischen Implikationen ein Fass auf, dass so gar nicht zum übrigen Ton des Abenteuers passt.
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Offline Fezzik

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #7 am: 12.02.2019 | 20:19 »
Ich weiß nicht wie ihr die SC anlegt. Wenn die Charaktere als Abenteurer/ Söldner angelegt habt und/ oder Kämpfer/ Paladine/ Waldläufer dabei sind kann man auch gut im Spiel den Spielern sagen das die Hobgoblins mit Vorsicht zu genießen sind. Ich vergeb mir da nix dem Spieler des Kämpfers auch ganz plump zu sagen das seine Erfahrung ihm sagt das die Hobgoblins wahrscheinlich nicht ein drittes Mal auf den gleichen Trick reinfallen werden. Wenn die Spieler dann entscheiden das zu ignorieren, ist das ihr Bier.  :)
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Offline Mhyr

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #8 am: 12.02.2019 | 21:24 »
Ich denke auch, ich werde das outgame machen. Einige der Spieler sind noch Anfänger, da will ich mal kein Arsch sein :D

Wollte gerade fragen wie erfahren die Spieler sind. Aber auch bei meinen Spielern mit 20+ Jahren Erfahrung schadet es nicht OoG zu erwähnen, dass Hobgoblins keine Troglodyten sind.

BTW Nach Isle of Read Reincarnated bin ich schon auch etwas scharf auf B2. Plane seit längerem eine Anfängerrunde (blutigst) und schwanke noch zwischen Eigenkreation, Fantastic Adventures (von Shea), Sunless Citadel und eben B2. Ist der Klassiker empfehlenswert?
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Auf meinem Blog Tintenteufel findet ihr Spielberichte, Inspirationsquellen und ein paar Rezensionen.
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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #9 am: 12.02.2019 | 21:33 »
Wenn ich als Hobgoblinanführer fies sein wollte, würde ich den verbliebenen aktiven SC bei passender Gelegenheit die abgeschlagenen Köpfe der Gefangenen zukommen lassen -- zusammen mit einem dezenten Hinweis der Art "Laßt uns in Ruhe, sonst geht's euch wie denen hier!".

Will sagen, die Hobgoblins sind ja eben nicht ganz dumm und können sich also denken, wohinter die Gruppe her ist...und wenn sie erstens diesen "Preis" aus dem Spiel nehmen und zweitens klarstellen, daß sie auch tatsächlich ihrerseits umbringen statt nur umgebracht werden können und ihre Geduld jetzt am Ende ist, dann, so die Logik hinter so einer Vorgehensweise, überlegen es sich diese Abenteurergestalten eventuell doch noch einmal, bevor sie sich wieder blicken lassen. (Hey, niemand hat je behauptet, Hobgoblins wären nett zu ihren Feinden. >;D)

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #10 am: 16.02.2019 | 02:48 »
Wenn die Spielenden wissen, dass da viele Hobgoblins sind und die klug agieren dann ist da keine Vorwarnung mehr nötig. Und neue Charaktere sind schnell ausgewürfelt.

Wenn du sie outgame vorwarnst werden sie (zurecht) auch bei zukünfitgen potentiell tödlichen Situationen davon ausgehen, dass sie von dir outgame vorgewarnt werden. Das klingt erstmal nett, aber kann natürlich für sie auch die Spannung senken...

Wenn du ihnen zeigen willst, welche Gefahr die Hobgoblins sind hast du ja ein paar Optionen. Wenn die Abenteurer das nächste mal an die Höhle kommen machen die Hobgoblins davor gerade eine kleine Wehrübung bei welcher den Charakteren die schiere Anzahl vor Augen geführt wird.

Oder sie kommen gerade noch rechtzeitig an um zu sehen wie die Hobgoblins kurzen Prozess mit einer der anderen Fraktionen macht, die versucht hat sie zu überrennen.


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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #11 am: 16.02.2019 | 08:14 »
Die Hobgoblins in 5e sind aber auch eine andere Hausnummer, als die aus dem Basic Set. Gerade Martial Advantage (2d6 extra Schaden, wenn Verbündeter in der Nähe), doppelte HD und bessere Rüstungen machen die in Überzahl ziemlich tödlich.

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #12 am: 16.02.2019 | 15:21 »
Ich habe jetzt ein leider sehr schlecht erhaltenes Exemplar gekauft, da scheint was von den Umgebungskarten zu fehlen. Ich finde keine Karten von der Festung noch eine von der Region mit der Übersicht von Festung, Höhlen, Einsiedler und Echsenmenschen. Fehlt da eine Karte?




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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #13 am: 16.02.2019 | 15:56 »
Bei mir (deutsche Version) ist die Wildnis-Karte auf Seite 17, die Karte der Festung auf Seite 18.
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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #14 am: 16.02.2019 | 16:49 »
Was mir noch einfiel wegen "ein drittes Mal fallen sie darauf nicht herein":
Haben denn die beiden Male davor überhaupt Hobgoblins überlebt, um die SC-Taktik ihren Monsterkumpels zu verraten?

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #15 am: 16.02.2019 | 19:09 »
Toll, bei meinem Heft fehlt der Bogen in der Mitte komplett mit den Seiten 17-20! Na klasse. Dann darf ich das jetzt nochmal kaufen und meines kann ich entsorgen...


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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #16 am: 16.02.2019 | 21:51 »
Toll, bei meinem Heft fehlt der Bogen in der Mitte komplett mit den Seiten 17-20! Na klasse. Dann darf ich das jetzt nochmal kaufen und meines kann ich entsorgen...



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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #17 am: 16.02.2019 | 22:45 »
Was mir noch einfiel wegen "ein drittes Mal fallen sie darauf nicht herein":
Haben denn die beiden Male davor überhaupt Hobgoblins überlebt, um die SC-Taktik ihren Monsterkumpels zu verraten?
Das ist allerdings ein guter Hinweis!
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #18 am: 16.02.2019 | 23:59 »
Was mir noch einfiel wegen "ein drittes Mal fallen sie darauf nicht herein":
Haben denn die beiden Male davor überhaupt Hobgoblins überlebt, um die SC-Taktik ihren Monsterkumpels zu verraten?

Na ja, "die Gruppe hat angegriffen, ein paar Höhlenbewohner erschlagen und sich wieder zurückgezogen" (OP) klingt in erster Näherung durchaus danach, als ob es Überlebende gegeben haben müßte -- zumal wir ja auch wissen, daß zumindest die Hobgoblins noch längst nicht alle tot sind. :) Ob von den Überlebenden zufällig einer an einem der vorherigen Kämpfe selbst direkt beteiligt war oder ihn wenigstens ansatzweise beobachten konnte, geht aus der Beschreibung konkret nicht hervor, allerdings werden sie (ggf. durch vorangegangenen Kampflärm alarmiert) früher oder später zumindest über die Leichen gestolpert sein und sich ihren Teil gedacht haben.

Offline Talwyn

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #19 am: 18.02.2019 | 07:53 »
Die Gruppe, die sich den SC gestellt hat, wurde ausgeschaltet, allerdings sind zwei Goblins erfolgreich ins Innere der Höhle geflüchtet. Davon abgesehen hatten die Abenteurer jetzt nicht direkt eine grandiose Taktik. Sie sind in die Höhle marschiert, haben eine anrückende Patrouille direkt an der ersten Kreuzung abgefangen und besiegt und sind dann wieder raus. Selbst wenn die Goblins nicht geflohen wären, würden die anderen Hobgoblins die Leichen ihrer Kameraden finden. Das Ganze ist nun schon mehrmals passiert, und der Anführer der Hobgoblins hat langsam die Faxen dicke (zumal er sich weitere Verluste eigentlich nicht leisten kann, weil das die Goblinoiden in den Höhlen schwächt, was zum Problem wird, sobald die Orks es spitz kriegen).
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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #20 am: 26.02.2019 | 17:59 »
Kurioses am Rande:
Letzte Session - die SC kommen vom Goblintrakt zu den Hobgoblins, ein Gegner flieht, warnt alle anderen und am Ende ist die 4köpfige Gruppe (Lvl2) von 25 Hobgoblins verteilt über 3 enge, betürte Räume (Anführerbereich) umzingelt.
Musste schon grinsen und an diesen Thread denken.
Hab echt gehofft, dass sie sich ergeben, aber der Nordmann in der Gruppe liess sich nicht überzeugen - und dann, nach einem erfolgreichen Lichtzauber, wird der Anführer auf einmal von ihm totgeschlagen! Die verdutzten Leibwächter verkacken ihre Moral und ihnen hinterher macht der ganze Stamm 'n Schuh - die SC sind erstmal schwer beladen abgerockt zum Keep, doch die Hobgoblins (momentan außerhalb der "Schlucht" in der von mir völlig anders gestalteten Wildnis) werden sich irgendwie wieder zusammen raffen.

Offline General Kong

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #21 am: 28.02.2019 | 18:59 »
Wenn ich als Hobgoblinanführer fies sein wollte, würde ich den verbliebenen aktiven SC bei passender Gelegenheit die abgeschlagenen Köpfe der Gefangenen zukommen lassen -- zusammen mit einem dezenten Hinweis der Art "Laßt uns in Ruhe, sonst geht's euch wie denen hier!".

Will sagen, die Hobgoblins sind ja eben nicht ganz dumm und können sich also denken, wohinter die Gruppe her ist...und wenn sie erstens diesen "Preis" aus dem Spiel nehmen und zweitens klarstellen, daß sie auch tatsächlich ihrerseits umbringen statt nur umgebracht werden können und ihre Geduld jetzt am Ende ist, dann, so die Logik hinter so einer Vorgehensweise, überlegen es sich diese Abenteurergestalten eventuell doch noch einmal, bevor sie sich wieder blicken lassen. (Hey, niemand hat je behauptet, Hobgoblins wären nett zu ihren Feinden. >;D)

Die Festung bzw die Monster der Chaoshöhlen sind schon zimelich abgefeimt. das ganze Abenteuer ist nur dann wirklich interessant zu spielen, wenn die Gegner sich nicht dumm verhalten, sondern ihrerseits reagieren, verbünden und die Spieler gegebenenfalls auch nach Verbündeten suchen (habe das nicht so im Kopf, aber die Orks können mit den Hobgoblins nicht so gut) um diese dann zu bekämpfen.
Das mit den abgeschlagenen Köpfen wäre möglich. Vielelicht könnte die Hobgoblins auch einfach die Sc ein wenig erpressen:
Alle gefangegen SC machen eine Charisma-Probe. der Sc mit dem niedrigsten Wurf wird umgelegt und ein Emissäre der Hobgoblins zur Gruppe geschickt. Die Forderung: Wergeld für die erschlagenen Krieger und ein Angriff auf eine Gegnergruppe der Hobgoblins durch die SC, eine kelien Queste etc.
Bei Lieferung gibt es die Gefangenen zurück.
Da Hobgoblins Rechtschaffen böse sind (meine ich jedenfalls), werden sie sich daran halten - mit einer Brandmarkung im Gesicht der Gefangenen (um sie im Zweifel wiederzuerkennen - Menschen/ Elfen/ Zweege sehen irgendwie alle gleich aus ...) oder bei einem Versuch der Übervorteilung ohne Nasen oder Ohren, geblendet usw.
Das hängt aber dann sehr vom Stil der Kampagen und der Komfortzone der Spieler ab - da du aber sagtest, dass die Spieler zwei Sc haben wäre da ja der Verlust eines Sc nicht gleich das Ende der Kampagne.
Zu Hobgoblins und einem sehr "erdigem" D&D (Hack & Slay geht auch andersherum) passte es jedenfalls.
Kommze mich prollich, krisse Moffakette am Schmecken!

Offline Odium

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #22 am: 19.03.2019 | 16:02 »
Meine Spieler scheinen sich ähnlich anzustellen wie die restlichen Gruppen hier im Thread =D

Aktuell haben sie sich in die Höhle des Chaoskults "geschlichen". Ich habe sie erst einmal mit dem Oberpriester sprechen lassen (der an der Stelle nicht so viel davon gehabt hätte sie anzugreifen). Das hat auch soweit gut geklappt und sie wären mit heiler Haut aus dem Dungeon gekommen (um dann den Bugbears in eine Falle zu laufen...), haben dann aber prompt entschieden auf dem Fuß umzudrehen und im Tempel links zu gehen (dort hatten sie davor schon die Zombies und Skelette gefunden).
Die Wachen des Tempels haben sie dabei gesehen. Der Kampf mit den Skeletten auf linken Seite (Raum 52?) hat sie jetzt aber doch ziemlich angeschlagen gelassen, auch wenn sie die Vorhut des Tempels noch gut abwehren konnten.

Jetzt sind sie also in einem Raum aus dem es eigentlich kein Entkommen gibt und der ganze Tempel steht bereit um sie "in Ihre Reihen" aufzunehmen.
Ich habe die Story mit "Keep on the Shadowfell" gemischt, der Kult will also ein Portal in die Schattenebene öffnen. Einer der Charaktere ist ein Tiefling Magier, der schon öfter Besuch von einem Imp bekommen hat um ihn zu einem Pakt zu bequatschen.

Ich bin mir gerade unsicher wie ich da am besten weiter mache. Logisch wäre vermutlich das die SC beim Angriff vermutlich drauf gehen. Die Spieler hoffen ganz fest, dass es im Skelettraum einen Fluchttunnel gibt (den ich nie auch nur angedeutet hatte).
Eine Option wäre, den Imp für einen Pakt ein Portal in die Schattenebene öffnen zu lassen um sie darüber entkommen zu lassen (wobei es da vor Untoten nur so wimmeln dürfte, aber "vom Regen in die Traufe" passt auch gut zu so einer Lösung).

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? :)
Odiums Regel #1 zur Lösung von Problemen beim Rollenspiel: Redet miteinander!

Online schneeland

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #23 am: 19.03.2019 | 16:29 »
Der faustische Pakt für ein Portal klingt doch sehr nett. Wenn Du nett bist gibt es dort einen - vermutlich immer noch halbwegs gefährlichen Weg - zu einem anderen Portal, über das sie wieder in die Prime Material Plane zurückkehren können, sinnvollerweise vielleicht außerhalb der Höhlen :). Das Ganze ließe sich vielleicht auch dazu nutzen, dass Du den Spielern schon mal klar machst, was da so auf der Schattenebene wartet, sprich: marschieren da schon die Invasionstruppen auf, schlurfen höchstens mal ein paar Untote durch so ein Portal, etc.
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Offline Talwyn

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Re: B2: The Keep on the Borderlands
« Antwort #24 am: 18.04.2019 | 16:52 »

So, folgende Situation: Die Spieler haben den Castellan der Festung davon überzeugt, dass man etwas gegen die Monster in den Caves of Chaos unternehmen muss. Dementsprechend hat man sich jetzt mit 50 Men at Arms unter Kommando eines Offiziers auf den Weg zum Dungeon gemacht. Während die SC in die Hobgoblinhöhle kriechen, um ihre gefangenen Freunde zu befreien, bricht draußen in der Ravine eine blutige Schlacht aus.

Fast Forward, 15 Minuten später: Die Spieler kommen aus dem Dungeon, draußen tobt das Scharmützel mit ca. 150 Beteiligten, die auf drei Fraktionen verteilt sind: Einerseits die Soldaten der Feste Winterwacht, welche die Verbündeten der SC sind. Andererseits sind da Goblinoide und deren Verbündete, eine Kult der Erzteufelin Zariel. Schließlich die dritte Partei, ein loses Bündnis von Orks und Gnollen. Diese Dreierkonstellation gibt sich also draußen vor dem Dungeon tüchtig gegenseitig aufs Fressbrett.

Der Gedanke ist, dass die SC das Zünglein an der Waage sein sollen, durch dessen Zutun die Streitkräfte der Menschen letztlich die Oberhand gewinnen können. Nun bin ich etwas überfragt, wie ich diese Szene spieltechnisch und erzählerisch am besten über die Bühne bringe. Die grunsätzliche Dynamik, an die ich denke sieht in etwa aus wie folgt:

1. Es herrscht großes Hauen und Stechen, der Schnee unter den Stiefeln der Charaktere hat sich so stark mit Blut gemischt, dass er sich in einer rötliche Sülze verwandelt hat. Die Gruppe greift in den Kampf ein und zunächst sieht es nicht allzu gut aus für die Streitkräfte des Lichts, die Goblinoiden sind einfach zu zahlreich. Meter um Meter weicht die Schlachtreihe zurück, die Goblinoiden versuchen das Regiment einzukesseln. Panik droht sich breit zu machen.

2. Als sich der Kessel schon zu schließen beginnt und die Soldaten Gebete zu Kendris murmeln, kommt plötzlich Unruhe in die Reihen des Feindes. Wenig später wird die Ursache klar: Orks und Gnolle stürmen aus den Höhlen auf der anderen Seite des Tals und greifen die Schlachtreihe der Goblinoiden von hinten an! Das Schlachtenglück wendet sich und die Goblinoiden drohen zwischen den Fronten zerrieben zu werden.

3. Die SC bekommen es persönlich mit dem Anführer der Goblinoiden zu tun, als dieser fällt, sieht es so aus, als wären die Goblinoiden besiegt. Doch da taucht am Ende des Tals eine hagere, in schmutzige Roben gehüllte Gestalt mit einem knorrigen Holzstab auf. Mit einer Stimme wie Donnerhall intoniert die Figur ein unheiliges Gebet in der verbotenen Sprache der Hölle, Risse öffnen sich unter dem Schnee, aus denen Schwefelgeruch und roter Feuerschein dringen, gefolgt von einem blutroten Nebel, der lange Finger bildet, welche in die Nasen und Münder Gefallenen kriechen, und diese zu untotem Leben erwecken. Panik unter den Orks! Panik unter den Menschen!

4. Der Kommandant der Menschen gibt den Befehl zum Rückzug, doch die Toten versperren den einzigen Fluchtweg. Also ziehen sich die Überlebenden auf eine Anhöhe zurück und versuchen verzweifelt die Angriffe der Untoten abzuwehren. Den Spielercharakteren ruft der Kommandant zu, dass sie den Priester töten müssen, der die Toten erweckt hat, andererseits würde niemand lebend nach Hause kommen.

Soweit also mal das Skript für die Ereignisse, die stattfinden, wenn die Spieler den Lauf der Dinge nicht verändern. Nun die Frage: Wie würdet ihr so eine Szene konkret umsetzen? Kampfbegegnung mit mehreren Wellen? Skill Challenge? Skill Challenge samt Kampf? Handwedeln und auf zu neuen Ufern? Ich will eigentlich ungern einfach eine Gegnerwelle nach der anderen auf die Spieler werfen und zwischendrin den Fortgang der Schlacht erläutern. Andererseits habe ich gerade auch keine zündende Idee, wie ich das sonst abbilden wollen würde. Evtl. folge ich auch einfach weiter meinem Motto "Go with the Flow" - ich habe mein Skript, evtl. fügen sich die Spieler einfach ein und es passiert alles so wie oben skizziert - oder aber sie haben wieder irgendeine verrückte Idee, und ich gucke dann am Spielabend, wie ich mich aus dem Schlamassel herausimprovisieren kann. Bislang habe ich das Abenteuer eigentlich genau so geleitet und soweit hat das glaube ich für alle Beteiligten gut funktioniert.

Bis dahin bin ich aber absolut offen für eure Ideen und Vorschläge!
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