Autor Thema: [Spielerfrage] Welche Eurer eigenen SC habt ihr selbst auf dem Gewissen?  (Gelesen 892 mal)

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Offline Luxferre

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Nebenan wurde über die toten SC seitens SL berichtet.

Wie sieht es denn mit Euren eigenen SC aus, die Ihr über den Jordan geschickt habt? Wie viele? Warum? Gab es plausible Gründe? Bockige dann-geh-ich-halt-drauf Entscheidungen? Bockmist gebaut? Sind Spieler auch Mörder ihrer SC?
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Online schneeland

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Bewusst ins Messer laufen lassen habe ich, wenn ich mich recht erinnere, nur einen Ars Magica-Charakter (in der gleichen Runde hatte schon vorher ein Magier das Zeitliche gesegnet, aber da war das noch weniger absichtlich). Die Erinnerungen sind etwas vage, aber irgendwie mussten wir ein Kind suchen, bei dem sich herausstellte, dass es von einem Engel/Heiligen/was auch immer beschützt wurde. Das beherzte Eingreifen meines Charakters (versuchen das Kind einfach zu schnappen) führte dazu, das selbigem der rechte Arm abgeschlagen wurde - da Wiederherstellung von Körperteilen nicht vorgesehen war, wäre die Verstümmelung permanent gewesen, was mich in dem Moment ausreichend genervt hat, um dem genannten Heiligendings ein patziges "Gott greift wohl gern von hinten an" entgegenzuschleudern. Kurz darauf war mein Magus dann sehr tot.

Rückblickend betrachtet muss ich sagen, dass es einfach die falsche Gruppe/der falsche Spielstil für mich war (was insofern schade ist, als der SL sehr schönes und ausführliches Worldbuilding betrieben hat).
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Offline Vasant

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Offline bobibob bobsen

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Müssen die zwingend gestorben sein?

Offline bolverk

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An einen kann ich mich erinnern. Das war StarWars D20 Revised, unser damaliger SL hat gekonnt diverse Regeln ignoriert und stattdessen ziemlichen Blödsinn zusammenimprovisiert. Zum Beispiel hat er stets verdeckt gewürfelt, ständig haben seine Gegner irgendwelche kritischen Treffer angerichtet (ohne dass er sich die Mühe des Bestätigungswurfes gemacht hätte) und dann irgendeine an den Haaren herbeigezogene Schadenszahl rausgehauen. Mein Charakter war eine Mischung aus Techniker und Soldat, an dem ich ziemlich hing, auch weil ich mir beim Erstellen (wir starteten in dieser Runde auf Level 6 oder so) ordentlich Mühe gegeben hatte.

SL: "Uuuh, DER war kritisch... ähm, 46 Schaden!"
Ich: "Öhm. Ich bin tot. Tot."
SL: "Wieviele TP hattest du denn?"
Ich: "16 Wundpunkte, der Krit hat mich auf -30 gebracht." (Tot ab -10)
SL: "Hm. Okay, dann sagen wir einfach, du bist stattdessen bei... -8 und am Verbluten."
Ich (bockig): "Nein, nein das bin ich nicht! Du hast 46 Schaden angerichtet, die fresse ich. mein Charakter ist tot." *Dramatisches Charakterbogenzerreißen*

So gesehen bin ich nicht sicher, ob diese Anekdote der Fragestellung gerecht wird, denn eigentlich hatte ja der SL den Charakter auf dem Gewissen - ich habe mich nur geweigert, den Charakter durch Zahlendrehen und SL-Willkür retten zu lassen.
« Letzte Änderung: 8.03.2019 | 13:00 von bolverk »
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Offline Teylen

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Da war eine Brujah, bei Vampire.
Sie hat es geschafft mit von der Sonne weggebrannten Händen in einer Hausruine zu enden, während sie sich sicher sein konnte das eine Blutjagd auf sie ausgerufen war. Sie hatte die Wahl dazwischen einfach einen Menschen zu reißen (zu killen) oder sich bei einer Malkavianerin zu melden, wo sie sich sicher war getötet zu werden. Sie entschied sich für letzteres.
Es war ein recht intenstives Abschiedsspiel.

Da war ein Ventrue, bei Vampire.
Ich war so megamäßig angepisst, mit der Spielleitung, Spielern und dem ganzen Rest, das ich mich nur getreten fühlte... das mein Ventrue dem Tzimisce Revenant in die Schattenlande nachgesprungen ist. Wo er zerissen wurde.
Danach gab es noch etwas Anschluss Fetzerei, weil erst war man sich einig das es Absicht war, und ich kein Problem mit hatte. Als es aber dann hieß der Char wäre wegen meiner Dummheit gestorben... wo ich eh krabatzig drauf war.

Da war ein 20er Jahre-Film-Sternchen, beim Drama-System.
Der Character hat durch den wortwörtlichen Teufel eine Rolle an der Seite von Clark Gable ergattern könnte, der Versuch von Gott respektive einen Engel sie zu ermuntern ein gottgefälliges Leben (kein Film-Startum, Kinder, Gottesfürchtigeit, Demut..) stieß auf Taube Ohren und sie bekam den Auftrag einen SC zu killen. Die anderen killten sie vorher.
Es war eine gute Geschichte bzw. ein gutes Spiel.

Da war eine Paladin in D&D 5E.
Sie sah wie die Klerikerin und Barde der Truppe dabei waren von einem Eulenbären zerfetzt zu werden. Welchen die beiden selbst freigesetzt hatten. Also entschied sie sich, obwohl sie nur noch 1 HP hatte, den Eulenbär auf sich zu ziehen und weg zu laufen. Das auf sich ziehen ging, das weg laufen scheiterte.
Es war doch recht heroisch.
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Offline Luxferre

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Es geht jetzt nur um SCs, die man absichtlich sterben lassen hat und die nicht bei bewusst in Kauf genommenem hohem Risiko verstorben sind, richtig?

Beides  :d

Müssen die zwingend gestorben sein?

"Auf dem Gewissen haben" kann auch etwas kreativer ausgelegt werden ... Seele zerstört, unspielbar geworden, whatever ...
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Online tartex

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Wenn man einen Charakter aus Gruppen-Harmonie-Gründen aufgibt, der dann zum NSC wird, und schließlich im großen Kampagnen(vor)finale als Schurke von der Gruppe plattgemacht wird, zählt das?

Okay, die Frage wurde im Post direkt darüber beantwortet...
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Offline Weltengeist

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SL: "Hm. Okay, dann sagen wir einfach, du bist stattdessen bei... -8 und am Verbluten."
Ich (bockig): "Nein, nein das bin ich nicht! Du hast 46 Schaden angerichtet, die fresse ich. mein Charakter ist tot." *Dramatisches Charakterbogenzerreißen*

Du bist mir gerade sowas von sympathisch... :d

(Zum Thema selbst habe ich glaube ich gar nichts im Angebot - die wenigen SC, die ich verloren habe, hatten eigentlich immer meine Mitspieler auf dem Gewissen...)
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber auf Tanelorn hindert das niemanden daran, es trotzdem zu tun.

Spielleitermotto: Ein Kaufabenteuer ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

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Offline bobibob bobsen

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Ich habe mal einen Priester gespielt. Nachdem wir aus einer magischen Stadt eine junge Göttin befreit hatten und diese zu einem verlassenen Naturschrein geführt haben entschied ich meine SC dort verweilen zu lassen. er wurde der Erste Priester dieser neuen Gottheit. Irgenwie fühlte sich das für mich richtig an.

Offline nobody@home

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Bis jetzt eigentlich keinen. Dabei muß man allerdings unterscheiden -- ein paar Todesfälle im Rahmen von Con-One-Shots gab's natürlich schon, nur waren das dann auch in der Regel für das Abenteuer bzw. von der SL vorgefertigte Charaktere, und inwieweit ich die selber auf dem Gewissen habe oder nicht, müßte man im Zweifelsfall vielleicht auch noch mal mit den jeweiligen SL ausboxen. (Und witzigerweise hat in genau dem Fall, der der Fragestellung noch am nächsten kommt, 'mein' Großwildjäger am Schluß noch um Haaresbreite überlebt...)

Meine Kampagnenerfahrung als Spieler ist dagegen mehr ein Fall von "ich hätte ja kein Problem damit, wenn mein Charakter auch mal passend abnippelt, die Runden verlaufen nur immer schon vorher im Sande".

Offline Vasant

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Vampire: Gruppe aus Frischlingen gerät in ne Polizeikontrolle und ist ratlos, wie sie da rauskommen soll (Polizisten sind deutlich stärker, tragen nachts Sonnenbrillen -> Keine Beeinflussung durch Anstarren-Vampirkräfte). Ablenkungen durch meinen SC, der noch im Auto hockt, klappen nicht.
Mein Malkavianer (also laut Setting mit psychischer Störung) hat kurz vorher durch die Spielleitung Visionen von Messern gehabt, schnappt sich also, bevor er geschnappt werden kann, ein Messer und ersticht heimtückisch einen Cop. Bevor er abhaut, bedient er sich noch an der resultierenden Blutfontäne (hoher Bluthunger nach dem Kampf) und läuft dann weg, um ne Ablenkung für seine Kameraden zu schaffen. Wird beim Wegrennen von dem anderen Cop erschossen.
Für mich bis dahin alles cool, die Spielleitung hat danach die Runde aufgelöst, weil sie sich nicht noch mal die Arbeit mit Plothooks und Story machen wollte. Die Runde hab ich damit also quasi direkt mit auf dem Gewissen.  :'(

Offline Gunthar

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Selber bewusst abgenippelt ist bei mir noch nie einen SC. Aber was schon passiert war, dass ich einen SC, der mir aufgezwungen wurde, zurückgegeben hatte.

Offline nobody@home

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Öm...

Vampire: Gruppe aus Frischlingen gerät in ne Polizeikontrolle und ist ratlos, wie sie da rauskommen soll (Polizisten sind deutlich stärker, tragen nachts Sonnenbrillen -> Keine Beeinflussung durch Anstarren-Vampirkräfte). Ablenkungen durch meinen SC, der noch im Auto hockt, klappen nicht.
(Hervorhebung von mir)

Okay, ich war nicht dabei, aber so, wie ich da im Hintergrund schon die Eisenbahn tuten höre (von der angedeuteten "Was, dein Charakter ist tot? Scheiße, dann ist ja der ganze Plot im Eimer!"-Reaktion der SL ganz zu schweigen), bin ich mir gar nicht mal so sicher, warum zumindest ich persönlich die Schuld an der Rundenauflösung ausgrechnet bei dir suchen sollte. Rollenspiel ist eben auch "kein Plan überlebt den ersten Spielerkontakt".
« Letzte Änderung: 8.03.2019 | 15:00 von nobody@home »

Offline Teylen

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Ich bin eher irritiert, weil erschossene Vampire erstmal torpös sind, also in Starre. So anstelle von hinüber.
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Offline Vasant

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(Hervorhebung von mir)

Okay, ich war nicht dabei, aber so, wie ich da im Hintergrund schon die Eisenbahn tuten höre (von der angedeuteten "Was, dein Charakter ist tot? Scheiße, dann ist ja der ganze Plot im Eimer!"-Reaktion der SL ganz zu schweigen), bin ich mir gar nicht mal so sicher, warum zumindest ich persönlich die Schuld an der Rundenauflösung ausgrechnet bei dir suchen sollte. Rollenspiel ist eben auch "kein Plan überlebt den ersten Spielerkontakt".
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Ich bin eher irritiert, weil erschossene Vampire erstmal torpös sind, also in Starre. So anstelle von hinüber.
Ich hab leider echt wenig Ahnung von Vampire, daher kann ich dir da nicht weiterhelfen. Anscheinend wollte die SL den SC dann aber tot haben, obwohl sie den SC nicht tot haben wollte. Äh...  :think:
Egal, ich will da jetzt nicht auf der SL rumhacken.

Offline bolverk

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Einen habe ich noch, zufälligerweise (wer's glaubt) beim gleichen SL wie dem ober erwähnten - ja, wir haben mehrmals mit dem Typ gespielt, fragt nicht.
D&D 3.5, man einigt sich im Voraus, eine Gruppe von Zwergen (Krieger, Kleriker, Waldläufer, Magier) in den Forgotten Realms zu spielen. In einer Ruine irgendwo im Norden finden wir ein scheinbar unbeschädigtes Gemälde irgendeiner Landschaft. Das Gemälde ist ein Portal in eine Parallelwelt, in der das Abenteuer laut SL stattfinden sollte. Hat sich was mit FR. Da niemand bereit war, das Portal einfach so zu betreten, tauchen plötzlich vier gewaltige Feuerwalzen auf, die aus den vier Himmelsrichtungen genau auf uns zu rasen. Unser einziger Ausweg? Na klar, das Portal.

In der fremden Welt angekommen stehen wir in einer anderen Ruine, vor uns ein Altar. Plötzlich tauchen aus dem Nichts etwa 10 schattenhafte Riesenraubkatzen auf, die uns unversehens angreifen. Die Biester sind quasi nicht zu treffen und außerdem immun gegen jeglichen Schaden, teilen aber selber ordentlich aus. Nach zwei Kampfrunden beschließt die Gruppe, dass es keinen Sinn hat, weiterzumachen. Charaktere wie Gegner teleportieren fröhlich im Raum umher, da wir ohne Kampfplan, flanking oder Gelegenheitsangriffe spielen  :P. Mein Charakter (der Kleriker) opfert sich und versperrt den Ausgang damit die anderen entkommen können und geht drauf, der Rest nimmt die Beine in die Hand. Kurz darauf nimmt die Gruppe die Beine in die Hand und löst sich auf. Später wirft mir der SL vor, sein Abenteuer sabotiert zu haben. Man hätte sich ja nur mal einen Moment im Raum umsehen müssen, am Altar gebe es einen Schalter, dessen Gebrauch die Schattenbiester verwundbar mache, man habe sich überhaupt keine Mühe gegeben, das Abenteuer ernst zu nehmen.

Das schon im Beginn gescheiterte Abenteuer basierte übrigens auf irgendeinem Fantasyroman, den der SL vorher gelesen hatte, daher auch die Parallelwelt. Das Abenteuer sei zu episch für die Vergessenen Reiche gewesen. Vielleicht wird ja jemand aus diesen spärlichen Angaben schlau und kann den Titel des Buches nennen, das der SL gelesen hat? Ich kann mich beim besten Willen nicht entsinnen.

tl;dr: Kleriker opfert sich, um der Gruppe die Flucht vor einem Übermächtigen Gegner zu ermöglichen, die Gruppe löst sich nach der ersten Spielsitzung auf.

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« Letzte Änderung: 8.03.2019 | 15:32 von bolverk »
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Offline Gunthar

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Man hätte sich ja nur mal einen Moment im Raum umsehen müssen, am Altar gebe es einen Schalter, dessen Gebrauch die Schattenbiester verwundbar mache, man habe sich überhaupt keine Mühe gegeben, das Abenteuer ernst zu nehmen.
Meines Erachtens ist das schon ziemlich unlogisch. Wer sucht schon am Altar nach einem Schalter, um die Viecher verwundbar zu machen? Und wie soll man danach suchen, wenn man gleich angegriffen wird? Für mich ist das SL-Versagen.

Offline Swafnir

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Ich hab bei DSA 3 meinen Geoden Gerambolosch auf Stufe 13 ins ewige Feuer gehen lassen. Unser SL fand es irgendwie lustig ihn in einen Vampir zu verwandeln. Darauf wurde er dann von Sumu getrennt und sein weißer Berghund ist gestorben. Dann hat er den Hund aufgehoben und ist mit ihm in Angroschs heilige Flamme gelaufen. Da musste ich, und der ein oder andere Mitspieler, schon ein wenig schlucken.
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Offline Weltengeist

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Wieso hab ich hier die ganze Zeit den Eindruck, hier im "Die bescheuertsten Spielleiter der Welt"-Thread zu sein?
Die meisten Geschichten bisher klingen doch stark nach "Selbstmord, um einem irren SpL zu entgehen".
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Offline bolverk

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Vielleicht, weil das "heroische letzte Gefecht" eher selten ist, im Unterschied zu "Keinen Bock mehr auf die Runde, mein Charakter begeht Selbstmord. Tschau!"
Will sagen: Je niedriger die Qualität einer Rollenspielrunde/Spielleitung, desto höher die Charakterselbstmordrate. Aber Du hast Recht, meine Geschichte gehört eigentlich schon eher in den SL-Würgen Thread.

Meines Erachtens ist das schon ziemlich unlogisch. Wer sucht schon am Altar nach einem Schalter, um die Viecher verwundbar zu machen? Und wie soll man danach suchen, wenn man gleich angegriffen wird? Für mich ist das SL-Versagen.
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« Letzte Änderung: 8.03.2019 | 17:08 von bolverk »
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Offline Ninkasi

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Dann habe ich mal hier einen anderen Fall:
Mit Absprache mit der SL habe ich meinen Totengott-Anhänger (Borongeweihter), settingbedingt etwas schweigsam, sich im Showdown heldenhaft opfern lassen. Grund war das sich der Charakter zum "Face" der Gruppe entwickelte, irgendwie unfreiwillig, weil die anderen Spieler so dermaßen inaktiv waren, sodass ich den Spaß am Grundkonzept des Charakters verlor. Darauf bastelte ich einen sozialkompeten Charakter und die Charakterüberleitung war auch fließend gelungen.

Offline Marduk

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Ich hatte eine Elfenkriegerin gespielt, die sich heroisch in eine aussichtslose Schlacht gegen eine klare Übermacht an Kultisten gestürzt hat, um einige Unschuldige zu retten. Mein Charakter ist dabei hoffnungslos untergegangen aber ihr Tod hat andere Sachen in der Welt in Bewegung gesetzt, dass es am Schluss ein schön epischer Tod war.
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Offline Quaint

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Ich hatte mal einen Bogenschützen und angehenden Medikus bei Arcane Codex. Der hat dann an einer Stelle ein Attentat versucht um einen Krieg zu verhindern. Allerdings ging das gründlich in die Hose, was aber teils auch an üblem Willen des SL lag. Jedenfalls hatte es statt des intendierten Ziels den Sohn eines mächtigen Adeligen getroffen und es deutete sich an, der könne neuer Feind der Gruppe werden (wie auch immer der das rausfinden wollte, wir haben ja verdeckt assassiniert, egal). Jedenfalls war der quasi-Paladin der Gruppe mächtig pissed und war sehr aggressiv dafür, die beteiligten Charaktere auszuliefern (ich hatte noch einen Halbling dabei gehabt). Also komplett mit laut und ausfallend werden.
Jetzt waren wir aber aufgrund von *Plot* quasi von den Göttern auserwählt und konnten einmal am Spielabend nicht sterben anstatt zu sterben. Also wählte mein Charakter einen sehr flashigen Selbstmord anstatt ausgeliefert zu werden, mit der Spielerintention dass dieser Göttervorteil greifen würde, etwas episches passiert damit der Char nicht tot ist, und ich eventuell nochmal ganz anders mit unserem "Götterdiener" argumentieren kann.
Pustekuchen. In diesem Moment beschloss nämlich der SL dass es dann ja auch doof sei meinen Char überleben zu lassen wenn er ja Selbstmord begeht. Und *tada* toter Charakter. Ich hab dann allerdings darauf verzichtet, einen neuen zu machen (oder nochmal mit der Gruppe zu spielen).
Besucht meine Spielkiste - Allerlei buntes RPG Material, eigene Systeme (Q-Sys, FAF) und vieles mehr
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Spidey

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Ich hab bei DSA 3 meinen Geoden Gerambolosch auf Stufe 13 ins ewige Feuer gehen lassen. Unser SL fand es irgendwie lustig ihn in einen Vampir zu verwandeln. Darauf wurde er dann von Sumu getrennt und sein weißer Berghund ist gestorben. Dann hat er den Hund aufgehoben und ist mit ihm in Angroschs heilige Flamme gelaufen. Da musste ich, und der ein oder andere Mitspieler, schon ein wenig schlucken.

Oha, das ist heftig. Ich weiß nicht, wenn es um Haus- und Begleittiere geht, fühlt sich das für mich immer noch etwas schlimmer an.   :-\


@Topic
Einer meiner frühen DSA-Charaktere - ein zwegischer Drachenjäger - hat sich mal für die Gruppe aufgeopfert, um einen Frostwurm aufzuhalten, damit der Rest fliehen konnte. War ein schöner heroischer Tod mit Absicht, weil es sich damals wie der ultimative Höhepunkt der Lebensgeschichte des Charakters anfühlte. Ich durfte danach dann seinen Sohn weiterspielen, der in Papas Fußstapfen getreten ist.

Eher unbeabsichtigt war der Tod meines Deckers "Twix" in Shadowrun vor ein paar Jahren. Biofeedback is a bitch. Also don't do hot sims, kids.