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Schlechtestes System, das ihr gespielt und/oder gelesen habt?

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Crimson King:

--- Zitat von: aikar am 15.04.2019 | 13:01 ---Schon alleine die Definition, was "schlechtes Deutsch" ist, ist subjektiv. Wie verschiedene Kritiken hier im Forum zeigen, legen verschiedene Leser hier sehr unterschiedliche Maßstäbe an.
Rechtschreib- und Gramatikfehler könnte man noch quantifizieren, aber ab welcher Grenze es als schlecht geschrieben betrachtet wird, ist schon wieder leserabhängig.

--- Ende Zitat ---

Ich verstehe Caranthir so, dass er es zwar völlig in Ordnung findet, wenn Leute ihre individuellen (und damit subjektiven) Bewertungsmaßstäbe ansetzen, dies aber auf Basis von objektivierbaren Kriterien tun sollen. Zwischen "gefällt mir halt nicht" und "dies und jenes ist aus meiner Sicht schlecht gemacht und umgesetzt" besteht ein Argumentativer Unterschied. Ich stimme ihm da auch zu. Ich würde beispielsweise die ganzen Rules Heavy Simulationism-Systeme wie GURPS, Rolemaster, MERS, Harnmaster etc. nicht mit der Kneifzange anfassen. Dass die schlecht gemacht seien, würde ich deshalb nicht bestätigen wollen. Aber generell wird es bei solchen Bewertungsmaßstäben immer Grauzonen geben.

Alexandro:

--- Zitat von: tartex am 15.04.2019 | 10:03 ---Ob das Basteln noch als Spiel definiert werden kann, ist sicher eine interessante Frage. Aber manches was am Spieltisch total dysfunktional ist, macht stattdessen halt in der Bastelecke Spaß. Klar: Wolle ist der schlechteste Pullover aller Zeiten, aber wenn wer stricken wil... Meins wäre das nicht.
--- Ende Zitat ---

Meins auch nicht. Besonders weil viele dieser Systeme (GURPS allen voran) eine Form des naiven Realismus propagieren, wonach die Dinge nur dann als "korrekt" empfunden werden, wenn ihr Modellieriungsprozess in möglichst viele Teilschritte zerlegt wird.

Oft ist allerdings das Gegenteil der Fall - siehe 1sec. Kampfrunden, die sich nicht mehr wie richtige Kämpfe anfühlen (außer die Kontrahenten sind träge agierende Roboter) oder das Ausschöpfen von Punktebudgets und vergleichen der Punktekosten für Sachen, die eigentlich nicht vergleichbar sind (ist "Alkoholismus" nun ein stärkerer oder schwächerer Nachteil, als "Hat ein Mündel, auf das er aufpassen muss"?), so dass man komplett aus den Augen verliert, was man eigentlich will.

Es ist nicht verwunderlich, dass mit solchen Systemen sozialisierte Leute dann weniger budgetorientierte Systeme als "zu grobgranular" empfinden - die stehen dann (wie ich anfangs auch) wie der Ochs vorm Berg und denken "OK, wenn mein 'Geschoss' auch brennbare Sachen anzünden kann - müsste das dann nicht auch teurer sein. Das System sagt mir aber nicht, wieviel ich da auf mein Budget draufschlagen muss." oder "Das System sagt mir nicht, was mein Charakter genau macht, wenn er Sperrfeuer ausgesetzt ist - er kriegt nur einen abstrakten Zustand 'Angeschlagen'.", statt mal drüber nachzudenken, dass das evtll. gewollt sein könnte - statt mal darüber nachzudenken, was man eigentlich machen will und feststellt, dass der grobe Rahmen zur Ausgestaltung gedacht ist (wo man dann problemlos reinzoomen kann - während man bei GURPS & Co. eher schwer aus der Mikrobenperspektive rauskommt, weil diese so stark in den Regeln verankert ist).

tartex:

--- Zitat von: Crimson King am 15.04.2019 | 11:06 ---Ja, ästhetische Bewertungen sind natürlich total objektiv.  :o

Und dass Ästhetik überhaupt ein relevantes Bewertungskriterium ist, auch.

--- Ende Zitat ---

Was meinst du denn mit "objektiv" genau?

Ich habe nicht von einer ästhetischen Bewertungen gesprochen (auch wenn ich sie nicht ausschließe), sondern davon ein Spiel an einer Ästhetik zu messen. Das ist nicht dasselbe. Bitte genauer lesen!

Nodens Sohn:
Rolemaster - ein mal gespielt und an den Tabellen verzweifelt. Wie kann man denn auf die Idee kommen für Alles und Jeden Tabellen zu entwerfen. Vor lauter Blättern kamen wir nie richtig zum Spiel.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Prisma am 14.04.2019 | 21:32 ---Beispiel Shadowrun 5: Es macht einfach keinen Spaß das Buch zu lesen. Die Regeln sind so dermaßen verschachtelt, dass man das erst gar nicht leiten mag. Ich kenne SLs die lassen nur Straßensamurais zu (!), weil ihnen das mit der Komplexität schon reicht. Ich sprach einmal mit einem anderen SL, der stolz verkündete er würde Shadowrun 5 mit allen Regeln aus dem GRW leiten können - außer decken, es sei ihm zu komplex.
--- Ende Zitat ---
Wobei in älteren Editionen Decken und Riggen auch gerne mal außen vorgelassen werden.


Das Systhem mit ich immer die größten Probleme hab ist Vampire. Das Systhem beruht zusehr auf Handwedeln, hat zu viele eingebaute Spassbremsen, ist schlecht balanciert und wenn man hängt gefühlt dauerhaft im Lowlevel Bereich fest. Viele der Quellenbücher bestehen hauptsächlich aus Schwurbligen Ingame Texten ohne sinnvolle infos, und die Abenteuer ...

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