Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Erstes Abenteuer mit einer neuen Gruppe - einige Fragen
Greifenklaue:
--- Zitat von: Wölfchen am 19.04.2019 | 18:16 ---Ich glaube, das Starterset ist die beste Wahl. Das Abenteuer lässt sich genauso mit eigenen Charakteren spielen und inhaltlich ist alles dabei (Wildnis, Dungeons, Dörfer). Die Dauer entspricht auch genau deinen Wünschen.
Abgesehen vom Abenteuer (mit Karten usw.) und den Charakteren kriegst du da auch ein abgespecktes Monster Manual und eine kleine Liste mit magischen Items und solchen Kram. Das Set ist eigentlich echt praktisch, selbst für eingesessene DMs. Nur der fehlende W10 mit Zehnerschritten nervt.
Die Inhalte kann später super wiederverwerten, die Karten, die fertigen Charaktere, ..
--- Ende Zitat ---
Vor allem ist das Starter Set zwar dünn ausgestattet, enthält aber ein wirklich gutes und gelungenes Abventeuer, quasi eine kleine Sandbox oder Mini-Kampagne. Wir haben die auch mehrmals mit eigenen SC bespielt.
Ifram:
Vielleicht kann Henne ja ein Huhn beraten?
SCNR ~;D
ChaosZ:
Du kannst dir auch selbst kurze Abenteuer ausdenken. Vielleicht mit einem Bösewicht, der mehrmals am Ende den Spielern entkommt. So dass es ein Erfolg für die Spieler ist diesen nach einigen Abenden zur Strecke zur bringen.
Isegrim:
Ich würd auf jeden Fall raten, mit einer kleinen, mehr oder minder abgeschlossenen Geschichte zu starten. Ist meienr Erfahrung nach für Anfänger am befriedigensten. Das kann der Opener für eine längere Kampagne sein (vielleicht weil der Bösewicht entwischt, wie Chaos Z sagt), aber ein schnelles Erfolgserlebnis ist für Newbies nie verkehrt.
Feuersänger:
Zunächst mal ein genereller Hinweis: D&D 5E ist halt auf den unteren Stufen (v.a. 1-2, danach wird es besser) sehr "swingy", das heisst, ein einziger Würfelwurf kann verheerende Konsequenzen haben, wenn man es by the book durchzieht. Dadurch ergeben sich dann höchst unterschiedliche Wahrnehmungen z.B. von der Gefährlichkeit eines Abenteuers -- die einen sagen "Voll okay" weil sie ein wenig Würfelglück hatten, und die anderen legen erstmal nen TPK (Total Party Kill) hin.
Lost Mines of Phandelver (das Starterset-Abenteuer) macht da keine Ausnahme. Freunde von mir sind langjährige Rollen- und D&D-Spieler und haben gleich beim ersten Encounter von LMoP - ja, der "Goblin-Hinterhalt" - _zweimal_ hintereinander gewiped, ehe sie es beim dritten Anlauf schafften. Ist also nichtmal so dass es irgendwas mit Erfahrung oder Können zu tun hätte -- es geht wirklich nur um Glück oder Pech.
Ich weise deshalb darauf hin, weil man halt gerade mit blutigen Rollenspiel-Anfängern mMn schon ein wenig darauf achten sollte, welchen Ersteindruck sie vom Spiel mit nach Hause nehmen. Wenn sie gleich in der ersten Sitzung einen Charaktertod oder mehrere erleben, sendet das schon bestimmte Signale, die beeinflussen werden wie sie in Zukunft ans Rollenspiel herangehen werden. Kurz gesagt: wenn sie das Gefühl bekommen, die Charaktere sind nur "Pöppel" die halt immer wieder mal "geschmissen" werden, werden sie davon Abstand nehmen, emotional viel in so einen Pöppel zu investieren. So wie man in seine Mensch-Ärger-Dich-Nicht Pöppel auch nicht investiert.
Im schlimmsten Fall kann es halt darauf rauslaufen, dass so ein Neuling von derartigen Erlebnissen so enttäuscht ist, dass er "Scheißspiel" sagt und das Interesse verliert.
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