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Sind Dungeon Crawls per Defition reine "Metzelabenteuer"?
takti der blonde?:
Zur Darstellung der Drow: im Groben und Ganzen hast du recht. Aber ich denke, dass auch im Rahmen dessen sich Möglichkeiten zur Handlung finden, die nicht in direkter Konfrontation münden müssen. Schneeland hat ja schon ein paar Sachen angedeutet. Vielleicht wollen die Drow ja auch nur einen Tribut aus den Abenteurern erpressen? Oder sie versuchen aktiv den Konflikt zu vermeiden, weil sie einem Kampf für zu ressourcen-aufwändig halten (um dann später den SCs in den Rücken zu fallen). Bei einem mega Dungeon kann ich mir auch vorstellen, dass man sich einen Waffenstillstand zu erhandeln versucht, weil bereits zu viele Fronten offen sind.
Aber du hast natürlich recht, es gibt Völker mit deutlich breiterem Spektrum an Handlungsmöglichkeiten.
Grüße
Hasran
tartex:
--- Zitat von: Tegres am 11.07.2019 | 12:29 ---Ich denke, es gibt eine Menge Dungeons, die an abwechslungs- und interaktionsarmen reinem Gemetzel leiden, aber das ist meiner Meinung nach keine genuine Eigenschaft von Dungeons sondern eine Eigenschaft von schlechten Dungeons.
--- Ende Zitat ---
Ich habe noch keine Gruppe von über 14jährigen erlebt, die z.B. bei Silvanas Befreiung die Orkfamilie (den zweiten Encounter) gemetzelt hätten. Okay, abgesehen von der Ulisses-Let's-Play-Gruppe, die da mit der Einstellung "Alte Abenteuer sind Scheiße, da soll man alles töten, deshalb bringen wir die jetzt um, und dann motzen wir rum, wie Scheiße alte Abenteuer da sind, weil wir da einfach alles töten." rangegangen ist.
Ein guter Dungeon bietet einen soliden Mix aus Exploration, sozialen und Action-Encountern, die sich je nach Spielerverhalten natürlich in jedem Fall drehen können. Am ödesten finde ich persönlich übrigens leere (und verwinkelte) Dungeons, wo es nichts zu finden gibt. Dann lieber noch ein reines Schlachtbrett.
Feuersänger:
Schöner Thread übrigens. Abo, weitermachen. ^^
Pyromancer:
--- Zitat von: rillenmanni am 11.07.2019 | 15:52 ---# Traveller: Nacht der Entscheidung
Wurde das echt noch nicht genannt? :) - Hier ist die von Invasoren eingenommen Stadt der Dungeon, und die SC müssen irgendwie von A nach B gelangen, einmal mittendurch. Und wer nicht kreativ ist, Optionen nicht nutzt, wer in unnötige Kämpfe verstrickt wird, der wird scheitern. Das ist ein echter Klassiker.
--- Ende Zitat ---
Die Krux da ist, dass es nicht wie ein Dungeon aussieht und die Kraftverhältnisse (Invasions-Streitmacht in Divisionsstärke vs. 4-6 Spieler-Charaktere) so klar sind, dass Kampf von vorne herein aussichtslos erscheint. D.h. es wird hier keine falsche Erwartungshaltung an dumpfes Dungeon-Crawl-Metzeln geweckt, weswegen es die Spieler wahrscheinlich auch nicht machen.
Crimson King:
Kurzer OT-Einwurf zu Drow:
Ich hatte vor ca. 25 Jahren die Drow of the Underdark-Box erworben, in der die Drow-Kultur weit ausgearbeitet wird. Da wird einerseits klargestellt, dass die Lolth-Anhänger unter den Drow vollkommen dominant sind, d.h. wenn man auf Drow trifft, werden die sich höchstwahrscheinlich maximalarschig und hinterfotzig verhalten. Das heißt nicht, dass man mit denen nicht verhandeln könnte. Man darf ihnen nur keinen Meter weit vertrauen, was die Einhaltung von Verhandlungsergebnissen angeht.
Es gibt außerhalb der Lolth-dominierten Städte Splittergruppen, die andere Götter anbeten, ggf. sogar welche, die in Bezug auf Götter flexibel sind. Im Detail weiß ich das nicht mehr, weil das alles zu lange her ist. Diese Drow sind jedenfalls nicht zwangsläufig chaotisch böse.
Generell wird in dem Buch klar gemacht, dass das böse Verhalten der Drow nicht durch ihre Natur bedingt ist, sondern ausschließlich durch ihre Kultur.
Ich weiß auf der anderen Seite nicht, ob neuere Supplements da etwas überschreiben.
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