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Warum sind die erfolgreichsten Systeme auf deutsch immer “Regelmonster“?

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Kaskantor:
Vielleicht sollten wir DnD5 da erstmal außen vor lassen. Das Phänomen beruht wahrscheinlich nicht nur wegen dem Crunchlevel, sondern einfach deswegen weil es auch Medial so gepushed wurde.
Oder kennt ihr derzeit noch andere Spiele, die es in TV-Serien und co. schaffen?

Woodman:

--- Zitat von: Moonmoth am 20.07.2019 | 08:36 ---Ich erinnere mich dunkel an ein Gespräch mit einem Händler, der betonte dass der deutsche Markt in solchen Sachen ziemlich speziell sei - die Kundschaft hierzulande würde vor allem Regeln, noch mehr Regeln und Zusatzregeln kaufen. Hintergrundbände und Abenteuer würde da erst mit großem Abstand folgen.
Wenn das allgemein so ist, verstehe ich auch warum es hier regelleichte Systeme (und D&D ist das definitiv nicht…) es so schwer haben.

--- Ende Zitat ---
Hmm sicher das das ein deustches Phänomen ist? Praktisch dieselbe Aussage habe ich auch von amerikanischen Publishern gelesen

Xemides:

--- Zitat von: JS am 19.07.2019 | 22:04 ---Meine Leute und mich zieht es nicht zwingend zu Regelschwergewichten, aber zwei Aspekte lassen uns mit diesen Systemen relativ glücklich sein:
- Ausgeregelte Optionsvielfalt ohne ständiges Handwelden und Diskussionen.
- Umfangreiche Möglichkeiten zur Charaktersteigerung und -gestaltung.

--- Ende Zitat ---

Ich sehe das wie JS und seine Spieler.

Ich möchte genau so spielen.

Und vielleicht ist es einfach so, das die meisten Leute so spielen wollen. Weil man halt doch eher beim Spiel ist als beim Erzählen.

BBB:
Ich glaube, wie auch viele Vorschreiber, dass hier zwei Faktoren miteinander wirken, die sich gegenseitig hochschaukeln.
Zum einen, dass sich Regeln besser verkaufen als Hintergrund, weil man Regeln nunmal zum Spielen braucht. Deutschland ist ein Land mit einer sehr ausgeprägten (Brett-)Spielkultur. Und was brauchst du zum Spielen? Die Regeln und das Spielmaterial, wobei letzteres im Falle von Rollenspielen ja eigentlich nur aus Pen und Paper besteht.

Sprich: Regeln verkaufen sich gut, weil sie zum Spielen notwendig sind.

Was macht nun ein Verlag, der vom Verkauf leben muss?
Na klar, er produziert Regelschwergewichte, die er an den Mann bringen kann. Möglichst viele davon.

Damit entsteht dann der Eindruck, das Regelschwergewichte besonders gewollt sind, eben weil sie am erfolgreichsten verkauft werden. Die Triebfeder dahinter ist aber glaube ich eher ökonomischer Natur.

tartex:

--- Zitat von: Megavolt am 19.07.2019 | 22:24 ---Gute Abenteuer, ey, DAS ist doch der unbezahlbar wertvolle und nicht ohne Weiteres substituierbare Schatz der Rollenspielliteratur.

--- Ende Zitat ---

Weiß nicht. Kaufabenteuer sind für mich immer schon ein Schritt von der Idealform des Rollenspiels weg.

Je mehr ich die legendärsten Abenteuer und Kampagnen gesammelt habe, desto weniger sehe ich sie als wirklich wertvoll an. Und beim Spielen waren die tollsten Elemente dann immer doch jene, die die Gruppe selbst beigetragen hat.

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