Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Warum sind die erfolgreichsten Systeme auf deutsch immer “Regelmonster“?
tartex:
Tja, liegt wahrscheinlich hauptsächlich an mir, dass die Literaturform des Abenteuers (in allen Ausprägungen) nicht zündet und ich mich selbst durch die genannten Beispiele (oder meinetwegen die Enemy-Within-Kampagne durchquälen musste), selbst wenn ich bei Let's-Plays besonders zu DCC viel Spass hatte.
Mir ging es auch eher darum, was am Tisch passiert, als um den Text.
Megavolt:
Da kann man ja auch wenig gegen sagen.
Ravenking:
--- Zitat von: Silent Pat am 20.07.2019 | 08:29 ---Crunch verkauft sich wesentlich besser als alles andere
--- Ende Zitat ---
Das ist wohl offenbar ein Fakt, allerdings frage ich mich wirklich, wieso das so ist.
--- Zitat von: Megavolt am 19.07.2019 | 22:24 ---Mich wurmt eher, dass die Leute so viel Geld für Regeln ausgeben. Gute Abenteuer, ey, DAS ist doch der unbezahlbar wertvolle und nicht ohne Weiteres substituierbare Schatz der Rollenspielliteratur.
--- Ende Zitat ---
Mir geht es da ähnlich:
Regelbücher kaufe ich mir von den Systemen, die ich spiele. Plus vielleicht mal gelegentlich ein Buch, wenn das System mich regeltechnisch interessiert o.ä. um neugierig reinzugucken, auch wenn ich es wahrscheinlich nicht spielen werde.
Aber Hintergrundbücher und Abenteuer kaufe ich mehr oder weniger querbeet von allen Systemen. Zum einen, weil es oft Spaß macht, sie zu lesen (im Gegensatz zu drögen Regeltexten). Zum anderen aber vor allem, weil das für mich als SL als wunderbarer Steinbruch und Ideengrube dient, die ich zu allen möglichen Zwecken ausschlachten und (auch für andere Systeme und Welten) weiterverwenden und bei diversen Gelegenheiten als Gedankenanregung in die Hand nehmen kann.
Da ich also da offenbar ein sehr untypischer Fall bin (weil ich definitv viel mehr Hintergrund und Abenteuerkram als Regeln kaufe) würde mich mal die Frage an die typische Mehrheit interessieren: Warum kauft ihr hauptsächlich nur regellastige Bücher? Sind das Regeln, die ihr alle zum Spielen braucht oder lest ihr Regeln nur aus Interesse?
Megavolt:
--- Zitat von: Ravenking am 20.07.2019 | 10:54 ---Warum kauft ihr hauptsächlich nur regellastige Bücher? Sind das Regeln, die ihr alle zum Spielen braucht oder lest ihr Regeln nur aus Interesse?
--- Ende Zitat ---
Regeln lese ich gerne zur Inspiration. Wenn man sich das Shadowrun- oder das GURPS-Regelkonvolut anschaut, das würde ich nie im Leben am Tisch so umsetzen (mir scheint das auch unmöglich zu sein), aber mal 40 Seiten über Biotech oder Psionik zu lesen, das ist doch einfach nur geil.
Und die Vermittlung der Inhalte als Regeltext (wenn beispielsweise drin steht: "Mit dem künstlichen Magen kann sich der Troll kostengünstig von Blumenerde ernähren und spart dadurch 50% Lebenshaltungskosten") ist jetzt auch nicht schlechter als als reiner Fluff (also wenn drin stünde: "Mit dem künstlichen Magen verträgt der Troll Blumenerde").
Insofern bin ich durchaus ein Regelkäufer, und lese mir also auch gerne hundert Statblocks über Drohnen durch oder so.
Ravenking:
--- Zitat von: Megavolt am 20.07.2019 | 11:03 ---aber mal 40 Seiten über Biotech oder Psionik zu lesen, das ist doch einfach nur geil.
--- Ende Zitat ---
Ok, kann ich verstehen. Aber heißt das nicht, dass dich vor allem die Info (also die technischen Hintergründe?) interessieren und nicht die konkrete (spiel-)regeltechnische Umseztung? Will sagen: wärst du mit einem Hintergrundband über Biotech und Psionik nicht genauso glücklich? Oder geht es dir wirklich um die Regeln dazu?
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