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Warum sind die erfolgreichsten Systeme auf deutsch immer “Regelmonster“?

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Megavolt:

--- Zitat von: Ravenking am 20.07.2019 | 11:09 ---Ok, kann ich verstehen. Aber heißt das nicht, dass dich vor allem die Info (also die technischen Hintergründe?) interessieren und nicht die konkrete (spiel-)regeltechnische Umseztung? Will sagen: wärst du mit einem Hintergrundband über Biotech und Psionik nicht genauso glücklich? Oder geht es dir wirklich um die Regeln dazu?

--- Ende Zitat ---

Das ist eine gute Frage. Die crunchige Info "Für die Investition von 2000 Nuyen für einen künstlichen Magen spart der Troll zukünftig 50% Lebenshaltungskosten" gibt der Angelegenheit irgendwie zusätzliche Relevanz. Das empfinde ich als Pluspunkt gegenüber dem reinen Fluff.

Mir fällt auf, dass ich es nur so ein- oder zwei Mal geschafft habe, eine dieser Introfiction-Kurzgeschichten in den Shadowrun-Bänden zu lesen, die es da ja vor allen großen Kapiteln gibt (immer mit diesem weißen Text auf dem schwarzem Hintergrund). Keine Ahnung. Vielleicht geht es wirklich um den Eindruck der Relevanz von Texten. 

Woodman:
Das Abenteuer eigentlich nur für SL und Sammler wirklich als Kaufobjekte in Frage kommen, wurde ja schon erwähnt, aber auch aus der SL Sicht sind Abenteuer ja praktisch Einweg Artikel, mit der eigenen Gruppe kann man das einmal spielen, und danach steht es im Regal und sammelt Staub und die meisten Abenteuer sind zu lang um sie mal auf ner Con zu leiten. Regel- und Settingbücher dagegen kann man über Jahre immer wieder verwenden, da bekommt man gefühlt "mehr" für sein Geld.

foolcat:

--- Zitat von: Ravenking am 20.07.2019 | 11:09 ---Ok, kann ich verstehen. Aber heißt das nicht, dass dich vor allem die Info (also die technischen Hintergründe?) interessieren und nicht die konkrete (spiel-)regeltechnische Umseztung? Will sagen: wärst du mit einem Hintergrundband über Biotech und Psionik nicht genauso glücklich? Oder geht es dir wirklich um die Regeln dazu?

--- Ende Zitat ---
Zum Verständnis muss man hier anbringen, dass GURPS-Bücher wie Low-Tech, High-Tech, Ultra-Tech, Bio-Tech, etc. eigentlich beides sind: Das jeweilige Sachgebiet wird facettenreich beleuchtet (soweit existent/relevant auch in seiner realen historischen Entwicklung; oder im Fall von reiner Fiktion auch in seiner literarischen), um dann konkrete Entwicklungen regeltechnisch abzudecken. GURPS ist sprichwörtlich ein Werkzeugkasten; lernt man damit umzugehen, kann man alles damit bauen, in beliebiger oder gewünschter Detailverliebtheit.



takti der blonde?:

--- Zitat von: Ravenking am 20.07.2019 | 10:54 ---Warum kauft ihr hauptsächlich nur regellastige Bücher?

--- Ende Zitat ---

Weil ich mir denke, dass gute Regeln handwerklich schwieriger sind als mittelmäßiger Fluff. Dass ich dabei in der Realität häufig enttäuscht werde, ist dann eine andere Diskussion.

Grüße

Hasran

nobody@home:

--- Zitat von: Ravenking am 20.07.2019 | 10:54 ---Da ich also da offenbar ein sehr untypischer Fall bin (weil ich definitv viel mehr Hintergrund und Abenteuerkram als Regeln kaufe) würde mich mal die Frage an die typische Mehrheit interessieren: Warum kauft ihr hauptsächlich nur regellastige Bücher? Sind das Regeln, die ihr alle zum Spielen braucht oder lest ihr Regeln nur aus Interesse?

--- Ende Zitat ---

Soweit's mich angeht: Weil es leichter ist, mir den Fluff für ein Abenteuer oder auch mal eine ganze Welt aus den Fingern zu saugen, als ein komplettes Regelsystem in Eigenregie zu entwerfen; wenn ich also die Wahl zwischen einem Regelbuch und einer regelfreien Kanonfibel habe, nehme ich ersteres. Daß ich dabei auch Bücher für Systeme mitnehme, die ich möglicherweise nie im Leben spielen werde, die mich aber trotzdem mal interessieren oder mir zumindest neue Ideen liefern könnten, steht auf einem anderen Blatt und ändert nichts an der Tatsache, daß ich auch da lieber Regel- als "nur" reines Hintergrundmaterial kaufe.

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