Autor Thema: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1  (Gelesen 4936 mal)

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Offline Hotzenplot

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Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« am: 16.08.2019 | 08:53 »
Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).

Teil 1: Der Fluch des Elfenwaldes

Gruppe
Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
Subplot, 4 Jahre, Spieler

System und Charaktererstellung:
Ich warte ja gespannt auf So nicht, Schurke!, aber das gibt es ja noch nicht. Eine Alternative wäre Amazing Tales gewesen, dass ich schonmal für Subplot und seine damals 9- und 10jährigen Cousinen benutzt habe. Allerdings war das gestern so eine spontane Idee von uns, Rollenspiel zu spielen. Der kleine Mann hatte Tage zuvor in das Aventurische Bestiarium geschaut und sich jedes einzelne Monster angeguckt. Er war ziemlich begeistert und hat mir Löcher in den Bauch zu den Monstern gefragt. An der ein oder anderen Stelle (Dämonen!) habe ich die Monster in meiner Beschreibung etwas verharmlost und bei der Erklärung des Laraans (aka Succubus) habe ich ihm eins in die Tasche gelogen ("äh, da hockt so eine nackte Frau, weil der Dämon die gefangen genommen hat").
Wir hatten maximal 45 Minuten Zeit - was als Konzentrationszeitspanne für den Kleinen auch so ziemlich das Maximum ist. Bevor ich also das Amazing Tales Zeug rauskrame, habe ich ein leeres Blatt Papier genommen, um dort Charakterwerte einzutragen, irgendwas würde mir schon einfallen. 
Dann wollte ich ihm die Archetypen aus dem DSA5-Regelwerk zeigen, weil die schön bebildert sind und er sich hätte einen Helden aussuchen können. Stattdessen klappte ich zufällig die Professionen auf und er entschied sich nach einigem Blättern für den Jäger. Hektisch habe ich noch nach Namen gesucht - natürlich nicht sofort gefunden - und dem Jäger dann den Namen Orastes verpasst (der Name eines der Archetypen). Subplot fand an dem Jäger vor allem den Bogen toll, den dieser auf dem Bild in der Hand hält.
Als ich das leere Blatt Papier mit Charakterwerten füllte, ließ ich mich etwas von der Beschreibung des Jägers inspirieren. Das letzte Mal, dass Sohnemann und ich Rollenspiel gemacht haben, ist schon eine Weile her. Damals war der größte Würfel ein W10. Ich wollte dieses Mal einen Schritt weiter versuchen und den W20 benutzen. Er kennt die Zahlen bis 20 locker, sie zu lesen und zu bewerten ist natürlich eine andere Sache. Aber ich wollte es probieren.
Bevor ich nun den Charakter schrieb, hatte ich mir nebenbei ein paar Gedanken zum "Plot" gemacht: Eine böse Hexe versumpft den Wald der Elfen. Die Hexe hat einen Dämon dabei, der nur durch Magie/magische Waffen zu verletzen ist. Außerdem sollte die Hexe noch ein anderes (normaleres) Wächtermonster haben. In dem Wald gibt es eine gute Blütenfee, die hilfsbereit ist. Das war´s, damit kann man was anfangen.

Auf dem Charakterblatt trug ich also folgende Werte ein:
Bogen 17 - 1w6 + 10
Schwert 15 / 12 - 1w6 + 5

Körperkraft (KK) 12
Geschick (GE) 16
Klugheit (KL) 14

Naturtalent: 17
Sagen/Legenden: 12

Lebensenergie/Wunden hatte ich in Form von 4 gestapelten Chips dargestellt. Aber die wurden nie angewendet, weil der Typ einfach alles weggecrittet hat und selbst nie verletzt wurde.  ::)

Einige Buchstaben kann Subplot schon lesen, die Körperkraft hatte er beim Studium des Bestiariums ständig nachgefragt (er wollte wissen, was das stärkste Monster ist), weshalb er die Kombination KK erstaunlich gut erkannte. Sagen/Legenden habe ich ihm als Wissen über Märchen und alte Geschichten erklärt, da er die Begriffe natürlich nicht kannte.

Ich habe ihm dann noch erklärt, dass er alles auf der linken Seite (da standen die Eigenschaften und Werte) mit dem w20 würfeln muss und die rechte Seite (Trefferpunkte) mit dem w6.

Das Ganze war also schon mal deutlich komplexer als Amazing Tales, aber das hatte ich bewusst so gemacht. Das vorletzte Mal, als wir ein 1on1 gemacht haben, hatte ich lediglich zwei Werte (Körper/Magie) im Zahlenraum 1-10. Ich wollte die Anforderungen hochschrauben. Man muss dazu sagen, dass er manchmal beim Rollenspiel etwas zuguckt (kurz vorm Schlafengehen ein paar Minuten zum Beispiel) und die Würfel alle kennt. Das war also nicht neu für ihn.

Dennoch war ich sehr gespannt, wie es klappen würde...


Metagefasel
Es lag die Karte des Svelltlandes vom letzten DSA-Spieltag auf dem Tisch. Deshalb habe ich den Plot in die Salamandersteine verlegt und das Ausgangsdorf sollte Gashok sein. Die Größen und Entfernungen habe ich natürlich vereinfacht.

Ich merkte Subplot an, dass er, als ich fragte, ob er bereit sei, ziemlich angespannt und nervös war. Sense of Wonder sag ich nur!
Ich war bei der Eröffnungszene in der Taverne erstaunt, wie souverän er es gemacht hat. Unser Sohn ist eher auf der schüchternen Seite muss man dazu sagen. Als die Elfe Vindaria in den Raum gerufen hat, ob ein Orastes da ist, hat er vorsichtig aufgezeigt und leise "Hallo" gerufen, nachdem er - das fand ich erstaunlich - beschrieben hat, dass er oben sitzt, als sie rein kommt. Ich kann ja (leider) nicht in seinen Kopf schauen und bin neugierig, was da so vorgegangen ist in dem Moment. Er konnte aber sehr gut zwischen Papa und der Elfe unterscheiden, hatte ich das Gefühl. Von der Elfe habe ich ihm ein Bild gezeigt (Archetyp der Elfe im Regelwerk). Die Taverne und das Dorf (Gashok) habe ich nur beschrieben. Ich bin mir nicht sicher, wie viel er davon versteht, so eine Karte vor sich liegen zu haben.
Schön war die Reaktion auf das Hilfegesuch der Elfe: Er war sofort dabei. Nichts da mit dein heutigen Motivationsfragen und Preisverhandlungen ;).
Sehr erstaunt war ich, wie konzentriert er als Orastes seine Sachen für die Reise gepackt hat, nachdem ich gefragt habe, ob er noch etwas mitnehmen möchte. Er hat den Bogen und das Schwert eingepackt und eine Fackel. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie er auf Fackel kommt. Ich wusste nicht mal, dass er das Wort kennt. Gerührt war der Hotze, als Subplot etwas "zu Essen für die Mama von der Elfe" eingepackt hat. Super!

Der erste Wurf ging dann auf Naturtalente und was soll ich sagen? Subplot hat das Würfelglück von Hotze geerbt. Überhaupt hat er alle Würfe an dem Abend geschafft (was gewissermaßen doof war, weil ich ihm ja auch zeigen wollte, was passiert, wenn er drüber würfelt bzw. gucken wollte, ob er das erkennt). Beim Naturtalent-Wurf gab es direkt die 1. So kam er auf die Spur des Marus (hektisch hatte ich im Bestiarium geblättert und ein cooles Bild von einem Monster gesucht, dass Hexenwächter sein kann).
Die Schleichenszene und der Angriff waren toll. Für das Schleichen habe ich ihn Geschick würfeln lassen. Er hat eine 13 gewürfelt bei einem Wert von 16. Er wusste nicht von allein, ob das niedriger oder höher als 16 ist (ich glaube, er konnte mit dem Konzept von niedrigen und hohen Zahlen nichts anfangen). Also habe ich ihn zählen lassen bis 16 und vorher gefragt, ob die 13 vorher vorkommt. Das hat er dann geschafft, wobei er ziemlich unsicher war, aber der Papa-SL ist ja nicht so ein Schweinemeister wie sonst und hat geholfen.
Dann ging es an das Trefferpunkte Würfeln. Den w6 beherrscht er natürlich schon aus anderen Spielen (es war der Tanelorn-Würfel mit dem :T: auf der 6, was ich ihm kurz erklärte). Haken: Dieses Mal musste gerechnet werden. Er würfelte eine eins bei einem 1w6+10 Bogen. Kopfrechnen kann er noch nicht, also legte ich meine zehn Finger auf die Armlehne und bat ihn, einen weiteren Finger von sich dazuzulegen. Mit der anderen Hand zählte er und kam auf das richtige Ergebnis.
Der zweite Schuss mit dem Bogen war dann auch eine 1. Das gleiche Prozedere mit den Trefferpunkten erneut, nur zwei Mal (meine Auslegung vom Meisterschuss). Das war es für das Maru. Mein Maru war dann unterwürfig, was ihm allerdings nichts genutzt hat. Subplot war knallhart und hat das Vieh fertig gemacht. Richtig so! Jajaja, ich höre die Pädagogen weinen. Ich war auch etwas überrascht, weil das Maru sich ja ergeben hatte. Aber er kannte kein Mitleid - vielleicht weil es ein schreckliches Monster war, also unmenschlich? Oder sind das viel zu pädagogische Fragen? Ich weiß es nicht.
Bei der Entscheidung, ob er erst zur Fee oder direkt zur Hexe gehen sollte, habe ich ihm diese Optionen nochmal metamäßig erklärt (bei erwachsenen Spielern hätte ich gesagt: Vorgekaut). Er hat verstanden, dass er es bei der Hexe und dem Dämon schwieriger hat ohne die Hilfe der Fee. Also die Fee gesucht.
Der Naturwurf war wieder ein Erfolg, wobei er wieder die Schwierigkeit hatte zu erkennen, was eine höhere und niedrigere Zahl ist. Ich zählte ihm nochmal vor und er konnte dann mit etwas Hilfe entscheiden, dass der Wurf gelungen war.
Als Orastes die Fee fand, kam passenderweise Mama gerade rein. War das erste Mal, dass sie beim Rollenspiel zuhört - freiwillig zumindest. Subplot hat das aber irritiert, ich hatte das Gefühl, dass er sich etwas geschämt hat. Mit der Fee hat er dann auch ganz leise gesprochen, so dass die Fee ihn bitten musste, lauter zu sprechen, was Subplot/Orastes dann auch tat.
Wie seine Augen strahlten, als die Fee das Schwert zu einem magischen Schwert machten!
Subplot erzählte dann direkt fleißig, wie er zur Hexe geht und sie mit dem Schwert "schneidet". Moment Kollege, hier bin ICH immer noch der MEISTER!
Also erstmal zum Platz der fünf Eichen geschlichen. Bei der Beschreibung des dunklen Waldes wurde Subplot sichtlich unwohl, also änderte ich den Kurs etwas und machte es nicht ganz so dyster. Den Dämon fand er - wie schon beim Durchblättern des Bestiariums - überhaupt nicht schlimm, als ich ihm das Bild zeigte (ein Zant). Spricht gegen die Darstellungen der DSA5-Dämonen, denke ich ^^.
Was soll ich sagen: Eine gelungene und eine Meisterattacke mit dem Schwert auf den Dämon und das war´s.
Leider hatte ich dann kaum noch Zeit (ein Telefonat mit dem Mythos und Blechpirat stand an), also ließ ich die Hexe um Gnade betteln, sie bot sogar an, das fiese Ritual rückgängig zu machen. Hier war Orastes/Subplot plötzlich sehr gnädig. Ich frage mich warum. Weil die Hexe das Ritual rückgängig machen wollte oder weil sie ein Mensch ist im Gegensatz zum Maru?
Das Ende habe ich dann in Form eines Abspanns erzählt. Die Elfen haben Orastes Gold (sic!) geschenkt und einen magischen Elfenbogen - für das nächste Abenteuer.

Subplot war sehr begeistert und erzählte Mama sofort von seinem Abenteuer - eine ziemlich auf die Gewalttaten komprimierte Wiedergabe mit der Darstellung verschiedener Moves. Ich habe ihn für seine Entscheidung gelobt, zu der Fee zu gehen und wie gut er das mit dem Würfeln und Rechnen gemacht hat.


Spielbericht
Der berühmte Jäger Orastes ist gerade in einer Taverne in Gashok. Die schöne Elfe Vindaria tritt ein und fragt, ob Orastes da ist. Orastes meldet sich von oben. Vindaria setzt sich zu ihm. Sie erzählt, dass ihre Familie und andere Elfen Probleme im Elfenwald haben. Dort breitet sich eine Dunkelheit im Wald aus und ihr Lieblingsplatz mit den fünf Eichen kann nicht mehr besucht werden. Orastes sagt, dass das eine Hexe sei, was Vindaria ziemlich überrascht - woher sollte er das wissen, sie weiß den Grund ja nicht. Orastes sagt, dass er helfen möchte.
Am nächsten Tag brechen die beiden auf. Orastes hat seine Waffen, eine Fackel und etwas zu Essen für Vindarias Mama eingepackt. Am Waldeingang bleibt Vindaria stehen, Orastes geht weiter.

Orastes sucht Spuren und findet Krallenspuren an einem Baum und tiefe Eindrücke im komischerweise sumpfig werdenden Wald. Er folgt den Spuren und sieht ein Maru, wie es in einem Sumpfloch badet. Er schleicht sich heran und schießt zwei Mal mit dem Bogen. Der zweite Schuss ist meisterhaft und trifft das Maru ins Maul. Das Maru geht zu Boden und gibt zu, dass Orastes viel stärker ist. Es erzählt, dass es der Wächter für eine Hexe ist. Die Hexe macht den Wald dunkel und sumpfig. Das Maru zeichnet in Orastes´ Karte ein, wo die Hexe ist (nämlich bei den fünf Eichen). Sie hat einen Dämonen bei sich, den niemand verletzten kann. "Hahaha, nur die Fee weiß, wie man ihn verletzen kann, aber die findet ja zum Glück keiner!". Orastes hat genug gehört und macht kurzen Prozess mit dem Maru.

Orastes sucht nach der Fee. Zum Glück kennt er sich in der Natur aus und findet die Blütenfee an einem Wasserfall. Orastes spricht erst ganz leise mit ihr. Sie kann es nicht hören und als er lauter spricht, versteht sie, was er will: "Mach mein Schwert magisch!" Die Fee fragt, was Orastes will und er erzählt sofort, dass er gegen den Dämon kämpfen will und dass die Familie von der Elfe wieder im Wald sein kann. Die Fee ist begeistert und wirkt einen Zauber, so dass Orastes´ Schwert nun silbrig glänzt. Orastes findet das ganz toll und läuft zu der Hexe.

Als Orastes ankommt, sitzt die Hexe zwischen den fünf Eichen und wirkt ein Ritual, dass den Wald dunkel und sumpfig macht. Ein Dämon, ein Zant, bewacht sie. Orastes schleicht sich heran und greift dann an. Weil der Jäger sich so gut versteckt hatte, ist der Dämon überrascht und Orastes kann ein zweites Mal angreifen. Meisterhafter Schlag - der Dämon wird in genau zwei Hälften geschnitten und vergeht in schwarzem Rauch. Die Hexe ergibt sich, und bittet darum, dass Orastes sie in Ruhe lässt. Sie bietet an, das böse Ritual rückgängig zu machen. Orastes grinst und nickt. Die Hexe macht den Wald wieder schön und rennt dann weg. Orastes überlegt kurz, lässt sie aber laufen.

Die Elfen kommen zurück in den Wald und bedanken sich bei Orastes, der sich sehr freut. Er bekommt einen Beutel voller Gold und einen Elfenbogen, mit dem er sofort ganz viel schießt.

- ENDE -
« Letzte Änderung: 17.08.2019 | 13:15 von Hotzenplot »
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Offline Luxferre

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Offline Gwynplaine

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Mega! Mein Kurzer ist 3 1/2 und ich überlege schon länger, wann wir mal das erste Abenteuer spielen können. Bis 20 zählen klappt locker, erste Buchstaben sind auch kein Problem.  Er spielt total gerne Ritter und Dein Bericht (inkl. Metagefalsel) hört sich so gut an, dass ich es in einem halben Jahr oder so sicherlich auch mal ausprobiere (vermutlich dann aber ein anderes System als DSA)...

Offline Hotzenplot

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Cool, freut mich.

Was du als Grundlage nimmst, ist glaube ich den Kindern sowieso egal. Ich empfehle dir, mal einen Blick in Amazing Tales zu werfen. Gibt´s bei drivethrurpg.com als pdf. Das hat sogar mit einer Mischung aus kleinen und mittleren Kindern gut geklappt bei mir. Das ist sehr einfach und kindgerecht gemacht. Amazing Tales bringt eigene kleine Settingvorschläge mit (also einfach sowas wie "Raumfahrt" oder "Fantasy" - so ungefähr, habe ich jetzt auswendig nicht auf dem Schirm) und die Regeln sind gut: Die SC haben im wesentlichen vier Fähigkeiten, die nach Würfeln sortiert sind: W6, W8, W10, W12 wenn ich mich recht entsinne. Die Kinder können sich zu jedem dieser Werte eine Fähigkeit/Attribut ausdenken. Mein Sohn hatte z. b. einen Roboter, der "gut schießen kann" (Überraschung! ;)) auf dem höchsten Wert und solche Sachen wie "mit Computern was machen" dann auf W10 usw. Tolles Spiel!

Das erste Mal, als meiner in dem Alter von deinem war, habe ich wie oben bereits gesagt einfach nur zwei Werte genommen. Das konnte er sich sehr gut vorstellen.
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Offline Selganor [n/a]

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Ein Trick wenn es mit dem Zahlen erkennen noch nicht ganz so gut laeuft waere ein Wuerfel pro "Aktivitaet" in unterschiedlicher Farbe (der Kampfwuerfel (rot?), der Schleichwuerfel (schwarz?), ...) und da dann einfach die "guten" Zahlen bunt einfaerben. Und beim "Aufstieg" kann man das dann gleich noch am Wuerfel "nachmalen".
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #5 am: 17.08.2019 | 14:27 »
Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).

Teil 2: Silvanas Befreiung

Gruppe
Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
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System und Charaktererstellung:
Selbes "System" wie letztes Mal, ziemlich improvisiert. Werde wohl beim nächsten Mal auf ein DSA1-Derivat umsteigen. Subplot wollte wieder seinen Jäger Orestas spielen.

Aber, unglaublich eigentlich, ich habe noch etwas anderes benutzt: Mit Lanze, Helm und Federkiel. Das bescheuertste und unnützeste DSA-Supplement aller Zeiten wird tatsächlich im Hause Hotze benutzt. Unfassbar. Ich war damals kurz davor, das Teil zu verbrennen, so schlecht fand ich das. "Kinderkacke" habe ich damals laut ausgerufen. Und ja, es ist Kinderkacke. Aber ich habe ja nunmal ein Kind, mit dem ich rollenspiele - also wie wär´s mit einem Versuch. So ähnlich habe ich gedacht. Der Kurze war begeistert. Alles haptisch vor sich zu haben ist natürlich eine ganz andere Nummer für ein Kind. Klasse!
Der zweite haptische Teil zu Anfang waren die DSA-Silbermünzen (jaja, der ganze Müll, den man sonst nur unnütz rumliegen hat, wird mal benutzt), die ich in einen Lederbeutel getan hatte. Das war Orestas´ Geldbeutel. So konnte ich Subplot gut vermitteln, dass er zwar Geld hatte (im Gegensatz zur Versprechung nur Silbermünzen, aber was wissen Elfen schon über Geld?), aber nicht unendlich viel. Die Ausrüstungsgegenstände aus MLHuF habe ich 1, 2 oder 3 Münzen kosten lassen. So konnte ich Subplot vermitteln, was das Geld wert ist und das er sich nicht alles leisten konnte.
Orestas kaufte sich einen Heiltrank, Heilkräuter, ein Pferd, ein Schild und eine Krötenhaut (Rüstung).


Metagefasel
Wenig Zeit, deshalb kurz:
Ich habe den Tipp von Selganor beherzigt, allerdings etwas anders umgesetzt. Wie auf den Fotos zu sehen, habe ich Zahlen von 1 bis 20 untereinander geschrieben und einen Bleistift auf den Zielwert gelegt. Auf den erwürfelten Wert habe ich den Würfel gelegt mit der erwürfelten Zahl nach oben. So konnte Subplot gut erkennen, ob er unter- oder überwürfelt hat. Das hat gut geklappt. Werde ich weiter so anwenden.

Ich habe ein eingestampftes Silvanas Befreiung geleitet. Da Subplot nach der Beschreibung von Havena sofort im Hafen tauchen wollte (Dreckwasser hielt ihn nicht ab), habe ich die Neckerbegegnung eingebaut, die ihn auf Silvana und deren Entführung gebracht hat.

Das Prinzip der Aufteilung des Erzählrechtes hat Subplot noch nicht so ganz verstanden/verinnerlicht. Er erzählt ganz gerne drauf los, was so alles passiert. Eigentlich toll. Gemeinsames Geschichtenerzählen funktioniert also wunderbar. Aber ich wollte dann doch klassisches Rollenspiel machen und habe ihn etwas gebremst. Was er übrigens ziemlich doof fand.

Wie schon beim letzten Mal, hat Subplot die Begegnungen vorrangig mit Gewalt gelöst. Ich habe ihm bei den Goblins sehr offen die Reden-Möglichkeit angeboten, aber er wollte die Goblins lieber verkloppen. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm, ne?! ;D

Problematisch waren die zwei-drei vergeigten Proben. Beim letzten Mal ist ja schlichtweg alles gelungen. Jetzt bemerkte Subplot, dass man auch mal schlecht würfeln kann. Bereits ohne die Konsequenzen des missglückten Wurfes zu kennen, zog Subplot eine Schmollmiene. Überhaupt ist Verlieren beim Spiel für ihn nicht wirklich eine Option. Ein Problem, dass ich bei allen Gesellschaftsspielen mit ihm habe. :D Nunja, ich munterte ihn auf und er machte weiter (natürlich gestaltete ich die Proben so, dass es niemals eine Sackgasse ergab).

Schön an Silvanas Befreiung ist, dass man das Geheimtür-Rätsel mit der Skizze und dem Wandbild (Eingeweihte wissen Bescheid) gut für Kinder darstellen kann. Subplot hat das mit etwas Hilfe sehr gut gelöst und freute sich entsprechend.

Achja, Subplots Wunsch war es, ein Tier zu haben. ;)


Spielbericht
Orestos (ja, beim letzten Mal noch anders geschrieben/genannt) der Jäger ist in Havena. Er kauft sich bei einem Händler von seinem Geld ein paar Sachen: Rüstung, Schild, Pferd, Seil, Heilkräuter und Heiltrank. Dann geht er in die Stadt. Beim Hafen schwimmt und taucht er. Er sieht im Wasser etwas silbrig glänzen und taucht darauf zu. Das silbrige ist die Haut eines Neckers, der sich nun zeigt. Der Necker ist freundlich und führt Orestos in eine Höhle mit Atemluft. Dort erzählt er Orestos, dass er eine Freundin am Hafen hat (oh Gott, wie das klingt!), die er normalerweise oft im Hafen sieht. Sie war lange nicht da. Er fragt Orestos, ob der ihm helfen möchte. Orestos nickt. "Finde Silvana, ihre Großmutter hat ein Handelskontor am Hafen!".

Orestos schwimmt zurück zum Hafen. Er versucht Spuren von Silvana zu finden, aber in der Stadt gibt es zu viele Spuren. Er sieht viele Menschen und fragt einen Kapitän. Den fragt er nach Silvana. Der Kapitän kann sich an das hübsche Mädchen erinnern und zeigt in eine Gasse. Allerdings habe der Handelskontor seit kurzem geschlossen, was sehr komisch ist.

Orestos reitet zum Handelskontor (er hat ja jetzt ein Pferd). Die Gasse ist still und auch der Handelskontor ist geschlossen. Die Tür ist verrammelt. Orestos lässt sein Pferd steigen und wiehern. Da hört er von drinnen eine Stimme: "Moment, ruhig, ich habe was gehört!". Orestos steigt ab und nimmt seine Fackel in die Hand. Damit zündet er die Tür ein und geht danach durch.

Drinnen ist ein durch diesen Auftritt erschrockener Ork, der gerade eine Oma bedroht. Er will wissen, wo der Schatz ist. Die Oma ruft jetzt um Hilfe. Orestos zieht sein Schwert und schlägt auf den Ork. Der wird getroffen, wehrt sich allerdings (es ist ein starker Ork!). Aber Orestos zieht jetzt sein Schild und wehrt ab. Dann trifft er den Ork erneut. Der gibt auf und verrät, dass Orestos im Keller schauen soll. Orestos lässt den Ork fliehen. Die Großmutter (Igraine) bedankt sich und bittet, dass Orestos Silvana findet. Sie gibt ihm den Hund "Rex" mit, einen großen Bornländer.

Orestos geht in den Keller. Es ist dunkel, also zündet Orestos seine Fackel an. Er sieht nun einen Durchbruch im Keller und einen gegrabenen Gang. Dahinter hört er Stimmen in einer fremden Sprache. Orestos ist klug genug, die Stimmen zu verstehen. Es unterhalten sich zwei Goblins auf goblinisch. Der eine will abhauen, der andere will bei seinem Chef, Kapitän Einauge bleiben. Orestos überlegt, ob er mit den Goblins reden soll. Dann schlägt er lieber zu. Rex und Orestos besiegen die Goblins. Die Goblins betteln und ihr Leben und verraten, dass Orestos beim Kapitän in der Kammer suchen soll. Dort soll es einen Geheimgang finden.

Orestos geht in die Kapitänskammer. Er sieht ein großes Wandbild, bei dem mehrere Krieger in einer Schlacht kämpfen. Im Schreibtisch findet er eine Skizze von einem behelmten Krieger. Auf die Augen des Kriegers zeigen Pfeile. Orestos schaut sich die Skizze und das Wandbild an. Er findet den Krieger mit dem Helm wieder. Er weiß nicht weiter. Dann schaut er nochmal genau und sieht, dass die Augen des Kriegers an der Wand wie Steine aussehen. Oder Knöpfe. Orestos findet, dass es aussieht wie Knöpfe an einem Hemd. Oder Knöpfe wie Schalter? Orestos drückt dann endlich in die Augen. Links von ihm schwingt eine Geheimtür auf.

Hinter der Geheimtür ist ein Raum, in dem ein schönes Mädchen auf einem Bett liegt (sie hat nur ein T-Shirt an). Der Piratenkapitän Einauge bewacht sie. Es ist Silvana. Der Pirat versucht aus Silvana herauszukriegen, wo der Schatz ist. Sie verrät es nicht.
Orestos versucht, sich anzuschleichen. Es misslingt leider. Der Pirat dreht sich um: "Was willst du denn hier, verschwinde, ich bin Pirat Einauge und bin unbesiegbar!" Orestos lacht ihn aus. Der Pirat fragt, warum Orestos lacht, aber Orestos lacht ihn noch mehr aus. Jetzt reicht es Einauge und er greift an. Orestos ist aber schneller. Nach einem kurzen Schlagabtausch, bei dem Orestos keinen Kratzer abbekommt, ist Einauge besiegt. Orestos nimmt sein Seil und fesselt ihn, weil er ihn der Polizei (Stadtwache) übergeben will. Er gibt Silvana richtige Kleidung. Dann bringt er Silvana zu ihrer Oma.

Alle sind sehr froh. Silvana zeigt Orestos den Schatz, den die Piraten wollten: Es sind Perlen, die Orestos auch beim Necker in der Höhle gesehen hatte. Silvana schenkt Orestos einige Perlen, die er sofort in Silbermünzen eintauscht. Anschließend gehen beide zum Hafen, wo sie den Necker treffen. Der freut sich auch und nimmt alle in den Arm. Er überreicht Orestos zum Dank eine Halskette des Efferd. Wenn immer Orestos im Wasser Probleme hat, kann er die Macht der Kette benutzen.

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Online Gunthar

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #6 am: 17.08.2019 | 14:50 »
1W6+15 ist aber ein krass fetter Bogen!   8] >;D :d :headbang:

Offline Huhn

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #7 am: 17.08.2019 | 15:44 »
Das liest sich so richtig schnuffig. Danke für die ausführlichen Berichte. ^-^

Und mach dir wegen des schlechten Verlierens keine Sorge - das bessert sich. Ich habe als Kind mehrere Spiele geschrottet, weil ich sauer darüber war, verloren zu haben. (Schwarzer Peter macht mit knitterigem Schwarzen Peter wenig Spaß. Und Memory mit Pärchen, die man an Bisspuren erkennen kann, auch nicht... :-[) Wenn ich es geschafft habe, das zu überwinden, schafft Subplot das auch!
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #8 am: 17.08.2019 | 17:01 »
1W6+15 ist aber ein krass fetter Bogen!   8] >;D :d :headbang:

Ja, wir sind Munchkins  ;D


@Huhn, danke für die Worte. Ja, ich höre ähnliches zum Glück auch von anderen Kindern.  >;D
Zerbissene Karten sind aber großes Kino  ~;D
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Online schneeland

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #9 am: 17.08.2019 | 17:03 »
Ja, das mit dem schlecht verlieren können kenne ich von mir selber - hat, glaube ich, fast die ganzen einstelligen Lebensjahre gehalten  ~;D

Ansonsten möchte ich nur kurz nochmal bekräftigen: macht Spaß Deine Abenteuer mit dem Kurzen zu lesen  :d
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #10 am: 17.08.2019 | 17:06 »
Spannend! Sehr fein! Abo!  :d
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #11 am: 17.08.2019 | 19:44 »
@Hotzi: Hast Du die Karten im Inventar selber gemacht? Sehen gut aus.  :d

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #12 am: 17.08.2019 | 19:58 »
@Hotzi: Hast Du die Karten im Inventar selber gemacht? Sehen gut aus.  :d

Die Karten /Und der Inventar-Ordner) sind aus einem der weniger notwendigen Kästen für DSA3: Mit Lanze, Helm und Federkiel. Damals gab es in der Box eine große Mappe sowie 2 kleine Mappen mit Einstecktaschen, dazu die komplette Einkaufsliste aus den Grundboxen als kleine Kärtchen. So hatte man eine (große) Mappe für den Charakter an sich, eine (kleine) Mappe für den Rucksack und eine weitere (kleine) Mappe für alles, was am Pferd hing.

 Die Idee war gut - leider waren die Einstecktaschen damals so weit geformt, dass die Karten quasi schon beim Zuklappen der Mappe komplett verrutscht sind. Ganz zu schweigen von 'in den Rucksack stecken und am Wochenende mit auf Rollenspiel nehmen'...

 Was der Sache auch einen Dämpfer verpasste - weiteres Equipment, das in den Regionalbänden vorgestellt wurde, gab es eben auch nur als Kärtchen in eben diesen Regionalboxen.

 Aber wenn dir das gefällt - Ich habe hier noch die Mappen sowie einen (fast) kompletten Satz (Gerüchten zur Folge sogar inklusive einem maraskanischen Hartholzharnisch) Kärtchen rum liegen...
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #13 am: 17.08.2019 | 20:26 »
Richtig gutes Thema. Möchte ich beobachten.

Online Gunthar

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #14 am: 17.08.2019 | 20:54 »
Also für das Kind sind die Kärtchen sicher praktisch. Und es ist ja auch nur ein Charakter. Bei mehreren würde es vermutlich mühsam.
« Letzte Änderung: 18.08.2019 | 10:07 von Gunthar »

Offline BBB

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #15 am: 18.08.2019 | 10:04 »
Ich abonnier das auch mal.
Meine kleine ist zwar erst 8 Monate... aber dann sind es ja nur noch gut drei Jahre, bis wir endlich anfangen können :-)
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #16 am: 18.08.2019 | 12:23 »
Toller Thread. :)

Das mit dem Verlieren können gibt sich tatsächlich zum Teil von selbst. Frust besser auszuhalten ist dann noch ne kleine Erziehungsherausforderung, aber mit niedrigem CR. ;D
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #17 am: 18.08.2019 | 12:46 »
Ich habe nun schon mehrfach mit Kids gespielt und dabei viel Spaß gehabt. 1on1 habe ich auch mit 4 oder 5 bei meinen Kindern die ersten Gehversuche gemacht, allerdings völlig frei erzählt als eine Art selbsterkundbare Gutenachtgeschichte. Aber gerade mein jüngerer Sohn (jetzt 10), ist auch am systembasierten Spiel interessiert, hat sich DSA 5 zum Geburtstag gewünscht und baut mit seinen Kumpels gerade eine erste Runde auf.
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #18 am: 19.08.2019 | 07:25 »
Danke für euer Feedback. Subplot hat schon gefragt, wann wir wieder spielen. Ich überlege zurzeit, was ich als nächstes mit ihm spiele. Zurzeit denke ich über irgendeinen Miniplot nach, der in die Richtung von "Mein Papa ist ein Ork" geht (das ist so ein bebildertes Kinderbuch, dass er sehr mag). Also was mit Zwergen. Mal schauen.

@Gunthar: Flamebeard hat dir ja schon geantwortet, wobei ich das ganze Konzept von vornherein für so ein Spiel bescheuert fand. Aber wie gesagt, für Kinder ist es toll. Und ja, wie hier schon aufkam, wenn mehrere Kids mitspielen, wird es natürlich mit den Karten knapp. Zur Not muss ich dann noch so einen Kasten gebraucht kaufen. ;D

Aber gerade mein jüngerer Sohn (jetzt 10), ist auch am systembasierten Spiel interessiert, hat sich DSA 5 zum Geburtstag gewünscht und baut mit seinen Kumpels gerade eine erste Runde auf.

Das finde ich ja super. Dass er das in dem Alter schon macht, also sich eine Runde aufbaut, klasse!
« Letzte Änderung: 19.08.2019 | 07:30 von Hotzenplot »
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Offline Wandler

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #19 am: 19.08.2019 | 07:40 »
Einfach toll! Mich hat damals auch meinen Papa zum Rollenspiel gebracht, zwar doch ein gutes Stück später als Subplot, aber echt toll zu sehen wie das bei so einem kleinen Knirps schon so gut funktioniert! Die Liebe zum Rollenspiel ist etwas für das ich persönlich dankbar bin sie so mitbekommen zu haben, und sie ist mir bis heute geblieben. Dazu noch all die schönen Erinnerungen der ersten Rollenspielrunden :)

Wirklich sehr schöner Bericht, danke dass du dir dafür die Zeit genommen hast Hotzenplotz!

Offline Faras Damion

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #20 am: 19.08.2019 | 08:15 »
Ein schöner Bericht.

Ich finde es sehr beeindruckend, dass der Kleine immer in seiner Rolle geblieben ist. In diesem Alter kenne ich ständigen Positionswechsel. :)
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Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #21 am: 19.08.2019 | 08:21 »
Wandler: Danke dir - und das Berichten mache ich ja selbst gerne  ;)  :d

Ein schöner Bericht.

Ich finde es sehr beeindruckend, dass der Kleine immer in seiner Rolle geblieben ist. In diesem Alter kenne ich ständigen Positionswechsel. :)

Danke.

Ja, fast. Natürlich hat er zwischendurch den authorstance eingenommen, aber jeweils nur kurz. Ansonsten ist er schon in seiner Rolle geblieben. Wobei ich mich frage, wie sehr das Kind zwischen "Ich, Subplot" und "Ich, Orestos der Jäger" unterscheidet.

Einige Angriffe wollte er unbedingt darstellerisch im Wohnzimmer zeigen (wie er mit dem Schwert zuschlägt, wie er schleicht oder mit dem Bogen schießt). Ich war kurz davor, Gummipunkte zu etablieren und ihm welche für diese Moves zu geben.  >;D
« Letzte Änderung: 19.08.2019 | 08:22 von Hotzenplot »
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Offline Faras Damion

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #22 am: 19.08.2019 | 09:02 »
Schlaue Leute haben Ideen für mehr Bewegung zwischendurch in Spiele umgesetzt.
- Beim Schleichen muss man im Flur an Mama vorbei, deren Augen verbunden ist.
- Bei der Verfolgungsjagd muss man 10 mal um den Tisch rennen.
- Im Dungeon muss man durchs Wohnzimmer ohne den Lavaboden zu berühren.

Ich stelle es mir aber schwierig vor, die Kinder dann wieder ruhig an den Tisch zu bekommen. 

Zum Scheitern:
Ich mag das Mlp-System: Jeder hat Schicksalspunkte, aber diese sind mehr wert, wenn man sie anderen gibt.  ^-^   
 
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #23 am: 19.08.2019 | 09:16 »
Die ersten Sachen die ich mit meinen Kindern damals gespielt hab waren die hier:
http://dungeonslayers.net/download/DS4FWMinidungeons.pdf

Die sind als etwas ausgeschmückter Dungeoncrawler grade lang genug gewesen, das die nicht die Lust verlieren. Ich glaub die waren auch so 5 und 7 Jahre alt (heute sind sie 13 und 16).
System war Labyrinth Lord, die zwei SC der Kids + Kleriker NPC von mir. Etwas später hab ich viele One Page Dungeons mit ihnen gespielt, hat super geklappt.  :)
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #24 am: 19.08.2019 | 09:41 »
Gut geschrieben.
Schön zu lesen.
Tolle Umsetzung.
Phantastisch für Dein Kind.

Ich bin begeistert. Angefüttert und sofort eingefangen.
Der kleine Subplot war aber sicherlich bereits vorgeprägt durch seinen Daddy, bei dessen Sessions er bisweilen gelauscht hat, oder?

Die Ausrüstungskarten sind über ihre Visualisierung sicher sehr nützlich, da die Kinder auch Gewinn und Verlust begreifen lernen, wenn etwas verloren oder kaputt geht.
Selbst gezeichnet oder aus dem Netz gefischt und ausgedruckt, tut es aber auch.
Du könntest auch IHN die Gegenstände selber zeichnen lassen, wenn ihm das Spass macht.

Auch der Einsatz und die Verwendung von Geld, bzw. der Tausch, gibt den Kindern schon früh einen Blick auf den Sinn und Zweck von Geld.

Ich bin gespannt, wann Subplot lernt, die Stereotypen zu durchbrechen.
Der freundliche Ork. Die hinterhältige Fee.
Nicht alles, was schön ist, ist auch gut.
Kämpfe werden nicht durch Muskeln entschieden.
Jedes Ding hat seinen Nutzen/Wert.
Manche Rätsel sollten besser nicht gelöst werden.
usw. etc. pp.

Gratulation.
Daumen hoch.
Und Chapeau.
Ganz, ganz grosser Wurf.
Ich bin ehrlich begeistert.
Weiter so.
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Ich weiss, dass Sie glauben, Sie verstünden, was ich geschrieben habe; aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie begreifen, dass das, was Sie gelesen haben, nicht das ist, was ich meine.