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Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker
nobody@home:
Also, wenn wir Fanverhalten diskutieren wollen (;)), dann kann ich nur sagen, daß ich eigentlich selber nie so der ganz große Star-Wars-über-alles-Fan war. Mag mit daran liegen, daß ich schon (junger) Science-Fiction-Fan war, als es Star Wars noch gar nicht gab -- ich war schon von Sachen wie Raumschiff Entenpfeife, Mondbasis Alpha 1, und insbesondere Perry Rhodan vorgeprägt, bevor der erste Streifen überhaupt in die deutschen Kinos kam. Den habe ich mir dann auch gerne angesehen, und die nächsten beiden Teile der Originaltrilogie ebenso, und ein paar Comics und Spielsachen der damaligen Generation sind mir durchaus auch in die Hände gefallen...aber alles in allem war das ganze "Krieg der Sterne"-Dingens für mich schon damals einfach auch nur ein Teil des größeren Ganzen "Science Fiction insgesamt", nie das ganz große eigenständige Superphänomen, zu dem es sich mittlerweile von mir bis mindestens zu den Prequels weitgehend unbemerkt aufgeplustert zu haben scheint und dessen Gelddruckpotentials wegen Disney die Chose überhaupt aufgekauft hat.
Ich bin mir nicht mal unbedingt sicher, inwieweit so eine Perspektive für die "heutige Generation" an Fans, von denen die meisten erst geboren worden sein dürften, nachdem die SW-Originaltrilogie ihren Klassikerstatus schon lange weghatte, eigentlich noch nachvollziehbar ist. :think:
Issi:
Bezüglich 9 bin ich ja immer noch der Meinung: Es liegt nicht an den Schauspielern.
Die sind wirklich gut.
Adam Driver sowieso. Aber auch Rey kann Leute abholen. (Ob jetzt Mary Sue oder nicht, darauf kommt es an)
Und ich muss sagen auch Harrison Ford hat in seinem kurzen Auftritt einen Mega Job gemacht.
Nein- Es liegt mMn. klar an fragwürdigem Storytelling. An schlechten Dialogen. -
Und geforcter Geschichte.
(Die Dinge können sich nicht mehr organisch entwickeln. Vielleicht auch aus Zeitmangel ).
Das Problem haben Serien idR. nicht.
Sie können sich mit allem mehr Zeit lassen.
Sie dürfen darüber hinaus auch ein erwachseneres Publikum bedienen.
Dafür hat das Kino 3 D auf Großleinwand und jede Menge Special Effects.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat von: tartex am 30.12.2019 | 10:58 ---Mein Fandom wird also offensichtlich nicht von der Qualität der Storylines getriggert. (Ich bin auch kein Fanboy der meiner Ansicht nach besten Fernsehserien aller Zeiten wie Breaking Bad oder Mad Men.) Am Alter beim Erstkontakt kann es auch nur ein wenig liegen, weil ich She-Ra als Kind gar nicht kannte, aber jetzt echter Fan bin. (Naja, zählt dann vielleicht doch noch ein wenig als Masters of the Universe.)
--- Ende Zitat ---
Ich glaub das hat weniger mit der Qualität zu tun als damit das die neuen sich oft nicht wie die alten anfühlen oder die alt Fans nicht ansprechen.
Du hörst dann oft das "this wasn't made for you"-Argument, aber warum kramt man dann überhaupt eine alte IP hervor wenn man nicht auch von der existierenden Fanbase profitieren will, anstatt was neues zu machen.
Im Fall von Star Wars werden die meisten Hard Core fans halt irgendwann angefangen haben dem EU zu folgen, und im Vergleich dazu (oder zu mindestens dem guten Zeug daraus) sind die die Sequells halt nicht so der Hammer. Und anders als die Prequells haben die auch nicht viel neues Gebracht, weil was passiert einfach zu ähnlich zur OT ist.
Dazu kommt dann noch Last Jedi, das viele Fans massiv vor den Kopf gestoßen hat, und es fast unmöglich gemacht hat die ST nachher einen rundes Gesamtbild ergibt.
Issi:
Auch der Buchmarkt ist ebenso wie die Filmindustrie mehr auf sicheren Erfolg als auf Experimente aus (Sicherer Erfolg bedeutet sicheres Geld).
Folglich wird halt lieber der 250 Abklatsch von Twillight vermarktet.
Gibt demnach wenig Originale (originelle Sachen), und viele Kopien.
Alte Sachen können genauso originell sein wie Neue und umgekehrt.
Nur was früher mal originell war, und sich schon etabliert hat, ist halt sicherer als etwas Neues, das sich noch nicht etabliert hat.
Folglich setzt man eben (aus finanziellen Gründen)weniger auf Neues.
Ob es theoretisch viel Gutes Neues gäbe, lässt sich schwer beurteilen.
Wenn vieles nicht mal in der Buchhandlung landet, wie soll es dann ins Kino kommen?
Kaermo:
Ich finde es bemerkenswert, dass aus der Disney-Ära sowohl einer der besten wie auch die belanglosesten Star Wars Filme stammen.
Wir waren am Freitag im Kino und trotz des Tempos des Films, welches über die komplette Laufzeit recht hoch ist, fing ich schnell an mich zu langweilen. Zu belanglos, zu konsequenzlos zu uninspiriert.
Ich war nie ein großer Freund der Prequeltrilogie. Aber im Vergleich zu der nun abgeschlossenen Sequeltrilogie finde ich selbst die als Gesamtpaket besser. Denn bei allen Schwächen hatte sie einen klaren Storybogen, der sich über alle drei Filme erstreckte und entwickelte.
Die Sequeltrilogie kommt dagegen leider als ein großer Haufen Versatzstücke daher, die allenfalls visuell punkten können.
Rogue One hat für mich eindrucksvoll gezeigt, wie gut man die Verbindung schaffen kann. Der Film war ein gelungener Brückenschlag zwischen Rebels und Episode IV mit vielen kleinen und großen Verweisen, viel Liebe zum Detail, interessanten Figuren und einer ungewöhnlichen Eigenständigkeit.
Es hat ein wenig den Anschein, als hätte JJ Abrams sich ein bisschen was von der Anknüpfung von RO an die OT abschauen wollen. Gelingen tut es ihm m.E. nicht. Was in RO eine gelungene Verbindung zur fast 40 Jahre älteren Episode IV schafft, wirkt in RoS wie purer Fanservice. Gepaart mit der copy-paste-Handlung seiner Filme wirkt es einfach sehr verkrampft.
Ich glaube ich habe alle drei Filme der Sequeltrilogie genau einmal gesehen. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass es bereits einmal zu viel gewesen wäre. Aber ich hätte im Nachgang auch gut drauf verzichten und in der Zeit noch mal Knights of the Old Republic spielen oder Rebels gucken können und wäre deutlich besser unterhalten worden.
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