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Americana RPG

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Blechpirat:

--- Zitat von: Chiarina am 28.09.2019 | 13:25 ---Denke ich auch. Es geht vermutlich um die Jugendkultur der 50er. Nach dem 2. Weltkrieg wächst eine Jugend heran, die die Möglichkeit sieht, ihr Leben freier zu gestalten. Die Elterngeneration gilt als spießig und Angriffspunkt für die ein oder andere rebellische Handlung. Wer zu der Zeit aufwächst, muss sich zwischen einem konformistischen Dasein, in dem die Werte der Erwachsenen fortgesetzt werden, und einer selbstbestimmteren Existenz entscheiden. Letztere äußert sich unter anderem in Jugendgangs, die von den Erwachsenen gern "Halbstarke" genannt werden. Schnelle Autos und Motorräder entwickeln eine gewisse Faszination. Über den Rock´n´Roll wird der Aufstand inszeniert und eine offener zur Schau gestellte Sexualität erprobt.

An erster Stelle sollte man vielleicht mal wieder ...denn sie wissen nicht, was sie tun" ansehen.

Ein gewisses Interesse für das Genre ist bei mir durchaus vorhanden. Komische Fabelwesen brauche ich dafür allerdings auch nicht.

--- Ende Zitat ---

Vermutlich. Aber gegen was rebelliert man denn in einem perfekt inklusiven Leben? Rebellion startet doch bei Ungerechtigkeit. Perfekt inklusives Leben sollte der per definitionem Ungerechtigkeiten und mangelnde Toleranz für die eigene Frisur ausschließen, oder? Auch die eigene Sexualität sollte dann ja ziemlich anerkannt, normal und wenig unterdrückt sein. Das passt für mich nicht. Gegen eine Utopie muss man nicht rebellieren.

Anders als bei Monsterhearts sehe ich auch nicht, dass die Fantasy-Tropes dem Thema helfen.

Ich glaube, die rechte Hälfte des Covers hat mich auf eine interessante Mischung von "Denn sie wissen nicht, was sie tun", "Easy Rider" und Urban Fantasy hoffen lassen.

Jiba:
Ich bin da bei Blechpirat.

Aber ich glaube nicht, dass "Denn sie wissen nicht, was sie tun..." der einzige Aspekt ist, den das Spiel ins Zentrum rückt. So wie ich es oben verstanden habe, haben alle Teenies hier einen Freund, der ermordert wurde. Das rückt das Game dann mehr in Richtung von "Veronica Mars" oder (wegen der allgemeinen Ästhetik der Serie voll in Schwarze treffend) "Riverdale" (das ja auch auf 50er Jahre-Comics basiert). Oder es gab mal diese Zeichentrickserie in den 90ern oder 80ern, wo auch alle irgendwie so klassische Monster waren (nein, die hier meine ich explizit nicht...)...

Aber selbst wenn... was tut EDO jetzt dafür?

Es würde dann funktionieren, wenn die EDO-Völker archetypisch für irgendwelche Subkulturen oder ethnischen Minderheiten stehen würden... so die Zwergen-Kommunisten und die Skelett-Latinos oder sowas... im Grunde das, was sie mit Shadowrun machen. Und selbst da denkt man sich oft: Boah, das ist so verkürzt, dass es aus sich selbst schon wieder problematisch ist.

Crimson King:

--- Zitat von: Blechpirat am 28.09.2019 | 13:41 ---Vermutlich. Aber gegen was rebelliert man denn in einem perfekt inklusiven Leben?

--- Ende Zitat ---

Als ob Teenager einen Grund zum Rebellieren bräuchten.   >;D

Es gibt außerdem immer noch die Unterdrückung der Jugendlichen durch ihre Eltern. Dass die einem aber auch frecherweise nicht alles erlauben... In Denn sie wissen nicht, was sie tun geht es ja auch nicht um Rassismus, Sexismus oder dergleichen. Dazu kommen ökonomische Ungleichheiten und andere Herrschaftsstrukturen, wobei ich bezweifle, dass sowas angespielt wird.

Jiba:
Stimmt auffallend, Crimson King.

Theoretisch ist eine der großen Vorlagen, "Riverdale" (machen wir uns nichts vor, die Autoren werden das sicher rezipiert haben), auch nichts anderes als "Kinder gegen Eltern + Mord eines Schülers". Rassismus, Sexismus, das spielt alles keine Rolle mehr. Sogar Homophobie, obwohl angespielt, löst sich in der Serie schnell in Wohlgefallen auf.

Just_Flo:
Gekauft. Klingt nach der Art konzeptspiel das ich mag.

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