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Wahrnehmung... und wie diese wahrgenommen wird
Tegres:
--- Zitat von: Der Läuterer am 9.10.2019 | 11:31 ---Nehmen wir hierzu eine Patienten Akte bei einem Psychiater. Brechen die Chars dort nicht ein (und solche Gruppen gibt es tatsächlich), oder finden sie die Akte schlicht und einfach nicht, dann war der Hinweis für die Tonne. Da hilft dann leider auch die Three Clue Rule nicht weiter.
--- Ende Zitat ---
Doch, denn für genau solche Situationen ist die Three-Clue-Rule da. Die Spieler sollen herausfinden können, dass Verdächtiger Z an Halluzinationen litt? Dann findet sich diese Information in seinen Patientenakten beim Psychiater, mehrere enge Freunde können von der psychischen Störung berichten, der Verdächtige schrieb Tagebuch, indem es entsprechende Andeutungen gibt, und bei seiner Arbeitsstätte kann man von einem Streit erfahren, bei dem der Verdächtige felsenfeste Überzeugungen vertrat, der mehrere Kollegen unabhängig voneinander widersprechen.
Der Hinweis ist ja nicht die Patientenakte an sich, sondern die Informationen darin (also das Wissen von der psychischen Störung). Diese Information lässt sich aber leicht auf anderem Wege finden. Diese unterschiedlichen Wege lassen sich meines Erachtens problemlos im Vorfeld aufschreiben.
Der Läuterer:
--- Zitat von: Ninkasi am 9.10.2019 | 09:56 ---Nun ich finde, wenn die Spieler einen Hinweis, trotz misslungenen Wurfes, erhalten, aber dafür z.B. die Wachen auf sich aufmerksam machen, dann müssen die sich noch mehr bemühen, als bei einem gelungenen Wurf. Hättest damit auch deine Probleme?
--- Ende Zitat ---
Das wäre für mich okay.
Allerdings unter gewissen Einschränkungen.
Ich habe aber i.d.T. ein Probleme mit zusätzlichen menschlichen Konflikten, zumal wenn diese dann (wie zumeist üblich) in Gewaltaktionen münden oder die Chars mit der Polizei in Konflikt geraten.
Im Prinzip habe ich damit auch gar kein Problem, wenn es dem Plot dienlich ist; nur nicht als Zufalls Option.
Bei mir sollte ein so gravierender Eingriff dem Plot dienen, was es hier definitiv nicht tut.
Das Ganze wäre ohne jeden Mehrwert. Ausserdem ziehen sich die Ermittlungen dadurch nur unnötig in die Länge.
Vasant:
--- Zitat von: Der Läuterer am 9.10.2019 | 12:01 ---[Das Ganze wäre ohne jeden Mehrwert. Ausserdem ziehen sich die Ermittlungen dadurch nur unnötig in die Länge.
--- Ende Zitat ---
Und das tun sie nicht, wenn du die Hinweise nur mit einem guten Würfelergebnis herausgeben möchtest, sie aber effektiv so oft würfeln lässt, bis sie Erfolg haben?
Der Läuterer:
--- Zitat von: Vasant am 9.10.2019 | 12:07 ---Und das tun sie nicht, wenn du die Hinweise nur mit einem guten Würfelergebnis herausgeben möchtest, sie aber effektiv so oft würfeln lässt, bis sie Erfolg haben?
--- Ende Zitat ---
Das kommt darauf an, wie man die einzelnen Spielaspekte gewichtet.
Durch das Aufsuchen unterschiedlicher Örtlichkeiten und das Suchen nach Hinweisen KANN sich das Ganze in die Länge ziehen, tut es aber interessanterweise zumeist nicht.
Das liegt daran, dass meine Spieler so oder so in alle Richtungen ermitteln. Ob der Hinweis nun im Büro liegt, bei der Person Zuhause, in dessen Automobil oder sonstwo.
Kommen die Chars dagegen in einen Konflikt und landen im Krankenhaus oder im Gefängnis, dauert alles erfahrungsgemässs viel, viel länger.
Issi:
--- Zitat von: Der Läuterer am 5.10.2019 | 07:29 ---Es ist doch frustrierend (und behindert zusätzlich den Fluss des Spiels) wenn man die Post durchsieht oder den Mülleimer durchsucht und nichts findet, weil der Char diese Fertigkeit nicht besitzt, ein anderer Cher (mit ausgebauter Fertigkeit) dort dann mühelos die Hinweise hebt.
--- Ende Zitat ---
Ohne jetzt alle Antworten gelesen zu haben- Wahrnehmung als Fertigkeit- würde ich jetzt nicht aufs reine Sehen beziehen.
(Auch wenn mancher vielleicht den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht)
Wenn ich also den Papierkorb durchwühle, und da ist ein fauler Apfel drin, dann kann ich auch erwarten den faulen Apfel zu finden, ich hab ja eben keine Tomaten auf den Augen.
Wenn jetzt aber ein kleiner Papierschnipsel mit einem superwichtigen Hinweis darauf zu finden ist, also etwas, was ich normalerweiser übersehen könnte,
weil es zu klein ist, weil es zu unbedeutend wirkt, weil ich gar nicht weiß, nach was ich eigentlich suche....
ja dann, dann ist ein "Wahrnehungs Wurf " vielleicht angebracht.
Wenn man Wahrnehmung schon für Dinge verwendet, die jedem Menschen mit normaler Sehestärke auffallen würden,
dann gibt es nicht mehr wahrnehmende und nichtwahrnehmende Figuren.
Sondern Sehende und Blinde.
Und das wäre doch suboptimal.
Ich würde die Fertigkeit als besondere Form der Sinnesschärfe bezeichen.
Sherlock beherrscht das ganz gut-
Er sortiert dabei in seiner Mindmap aus- Was passt nicht recht ins Bild? Was ist ungewöhnlich?
Was war das mal früher? Wo hat er das schon mal gesehen, gehört, gerochen?
Wo sieht es aus, als wollte man etwas verstecken oder kaschieren?
usw.
Anderen Menschen würden diese winzigen "Auffälligkeit" und "Unebenheiten" vielleicht nicht auffallen, weil sie nicht so krass in Schablonen denken.
Und ein weniger gutes Gedächtnis haben.- Bzw. die vergangenen Eindrücke nicht ständig mit den gegenwärtigen abgleichen.
Und nicht ständig in ihrem Kopf- "Finde den Fehler" spielen.
Edit. Man könnte Ermittlungen eigentlich auch ohne Wahrnehmung spielen- Denn sehen kann ja jede Figur- Dann finden sie was sie finden, sehen was sie sehen, und die Spieler entscheiden selbst, was davon ungewöhnlich ist.
Will man dennoch mit "Wahrnehmung" spielen, dann können den Figuren eventuell Sachen auffallen, die die Spieler übersehen hätten.
Beziehungsweise- der SL sagt ihnen durch die Fertigkeit gleich- was ungewöhnlich ist, ohne, dass sie selbst für ihre Figur nachdenken und kombinieren müssen.
Oder es sind Dinge, die sie eigentlich mit normalen Sinnen, nicht wahrgenommen hätten, aber durch die Fähigkeit trotzdem mitkriegen.
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