Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Die Sache mit den Hitpoints
Bad_Data:
--- Zitat von: General Kong am 6.04.2020 | 19:42 ---[...]"Die Dame von E8 auf B2 - Schach! Du verliert 1W4 TP durch die enorme Anspannung!"
-
Wäre ja mal was! Schach bis zum Tod!
[...]
--- Ende Zitat ---
Dann schau dir mal die Schachnovelle an.
Trollkongen:
--- Zitat von: YY am 6.04.2020 | 17:53 ---HP sind ein abstrakter Maßstab dafür, was noch geht. Ihre Spielweltentsprechung ist bestenfalls diffus und den Schuh, jedem Angriff eine Beschreibung zuzuordnen, die dann im Gesamtbild doch wieder ziemlich hanebüchen wirken, ziehe ich mir nicht an.
--- Ende Zitat ---
Ja, mir ist klar, dass sie eine eher abstrakte Ressource darstellen. Aber eben nur so halb. Wie macht ihr das denn konkret?
Oger greift mit Stachelkeule den tapferen Helden Waghalsfried an und zimmert ihm 27 Schaden rein.
Das kann man nun bloß zur Kenntnis nehmen und den Vorgang darauf beschränken, einen Subtraktionsvorgang auf dem Charakterbogen vorzunehmen. Ich persönlich finde das ein bisschen lahm, vor allem, weil der Kampf grundsätzlich ja gar nicht so abstrakt stattfindet: Oger hat Stachelkeule und attackiert mit ihr.
Also wäre da ein konkretes Ergebnis für die Situation ganz hübsch. Ich meine da auch keine elegische Erzählung, aber eben eine kleine Veranschaulichung, die zur Action passt. Klar kann man es als glücklicher Fehlschlag, Streifschlag, mindere Verwundung oder gar noch als Parade oder Ausweichen in größter Not interpretieren, aber wie gesagt, mir fällt es noch ziemlich schwer, damit zu jonglieren. Irgendwie geht's schon, aber vielleicht lerne ich hier ja was. ;)
Und joa, ideal gelöst ist das von den D&D-Machern tatsächlich nicht.
Heilung: Die wollte ich hier nicht thematisieren. Wir spielen ja eh mit langsamerer als die offiziellen Regeln. Aber stimmt natürlich schon, dass sie die Kehrseite der Medaille ist, die die Abstraktion von HP sehr betont.
@Tegres: Danke. Ich habe zwar gesucht, aber ein entsprechendes Thema hier nicht gefunden. War ich offensichtlich unfähig. Mal durchlesen.
YY:
--- Zitat von: Trollkongen am 6.04.2020 | 20:40 ---Wie macht ihr das denn konkret?
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt:
Ich lasse das als SL meist komplett offen.
Wenn der betroffene Spieler es beschreiben will, möge er das tun, aber es ist für mich kein Problem, wenn sich jeder am Tisch was anderes darunter vorstellt, wie es ihm passend erscheint*.
Die "Baseline" für den gemeinsamen Vorstellungsraum kommunizieren wir ja offen, nämlich die Zahlenebene.
Das muss man dann nur auch im weiteren Verlauf, d.h. bei Heilzaubern usw., ähnlich abstrakt halten, weil man sonst in die Vorstellung der anderen eingreift.
In die andere Richtung ist es selten ein Problem:
Die NSCs mit wirklich großen HP-Pools sind meist Monster oder übernatürliches Gedöns, da kann man auch eine Weile "richtig" drauf rum dengeln, ohne dass Fragen aufkommen.
*Wenn ich ein D&D-artiges Regelwerk schreiben würde, wäre es mir ein Bedürfnis, in der Richtung ein paar Worte zu verlieren.
Die meisten Derivate machen es dagegen noch kürzer, was immerhin mehr offen lässt als eine wortreiche Beschreibung oder gar Definition, die sich mehr oder weniger zwingend irgendwann in Unklarheiten verstrickt.
schneeland (n/a):
Bis D&D3 war für uns immer gesetzt - Abstraktion hin oder her - dass Trefferpunkte eine körperliche Sache sind. Und sobald mal eine brauchbare Stufe erreicht hat, bedeutete das dann eine Menge Wunden, bis man wirklich zu Boden geht - gewissermaßen die Fantasy-Variante von Bruce Willis.
In D&D5 ist das schwieriger, da durch die Schnellheilung dieses Narrativ nicht mehr richtig funktioniert. Theoretische Möglichkeit: man beschreibt die Treffer nicht mehr als Wirkungstreffer am Körper, sondern als gerade noch abgewehrte Hiebe, für die man aber die Muskeln schon ordentlich anspannen musste (praktisch haben wir das D&D-Spielen einfach aufgegeben).
--- Zitat von: General Kong am 6.04.2020 | 19:42 ---Man kann m.W. in keiner Edition TP durch einfache Stress verlieren nach dem Motto "Die Dame von E8 auf B2 - Schach! Du verliert 1W4 TP durch die enorme Anspannung!"
--- Ende Zitat ---
In D&D5 kannst Du zumindest Schaden durch Beleidigungen nehmen. Theoretisch könnte Dich der feindliche Barde also mit "Deine Mudda"-Witzen fertig machen.
Trollkongen:
--- Zitat von: schneeland am 6.04.2020 | 21:17 ---In D&D5 ist das schwieriger, da durch die Schnellheilung dieses Narrativ nicht mehr richtig funktioniert.
--- Ende Zitat ---
Unsere Hausregel: Im Schnitt (es wird gewürfelt) heilt man pro langer Rast nur ein Viertel der HP. Insofern ist das bei uns nicht so sehr das Problem. Und der Bruce-Willis-Ansatz ist vermutlich auch der einfachste ... ;)
--- Zitat ---In D&D5 kannst Du zumindest Schaden durch Beleidigungen nehmen. Theoretisch könnte Dich der feindliche Barde also mit "Deine Mudda"-Witzen fertig machen.
--- Ende Zitat ---
Der Zauber ist einerseits natürlich albern (wie auch so mancher Teil des Barden). Andererseits ist es schon noch ein Zauber. Wenn man mit Worten Feuerbälle hervorrufen kann, warum dann nicht ... nunja, da wären wir dann wieder, was das konkret für Schaden ist. ~;D
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