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Die Sache mit den Hitpoints

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Don Kamillo:
Das ist kein Heiltrank, das ist die D&D-Variante von Red Bull, also quasi Troll Juice oder so...

Ich sehe die HP bei D&D als reine Ausdauerpunkte. Man steckt ein, ja, aber erst der kritsische oder der Treffer, der einen auf 0 bringt, ist der Wirkungstreffer.
Da möchte ich dann aber auch, dass das Folgen haben kann.

Feuersänger:

--- Zitat von: YY am  8.04.2020 | 11:04 ---Hatte das nicht auch irgendwelche recht banale Möglichkeiten, direkt auf die Wound Points einzuwirken?

--- Ende Zitat ---

Zumindest gingen Crits an der Stamina vorbei direkt in Wounds. Ich weiß aber nicht mehr, ob es da auch Waffen mit erweiterter Threatrange gab und Möglichkeiten, diese weiter aufzubohren. Man stelle sich einen Lightsabre mit Threatrange 15-20 vor...

nobody@home:
Wie schon gesagt: wenn ich wirklich mehr oder weniger hart wie Butter zwischen "echten Verletzungen" und "upps, noch mal Glück gehabt" unterscheiden will, dann nehme ich ein anderes System. D&D spiele ich, wenn überhaupt, dann auch eben genau deswegen, weil ich weiß, daß ich auf Stufe einundelfzig einen Drachen unter anderem deshalb locker einhändig vermöbeln kann, weil ich mir inzwischen ein hinreichendes Sicherheitspolster angelevelt habe -- das gehört dann einfach mit zum speziellen D&D-Spielgefühl dazu und mehr Erklärung braucht's nicht. :)

Ainor:
Das wirft allerdings die Frage auf welches System denn detailierte Verwundungsregeln hat die wirklich funktionieren ? ggf Rolemaster ?

Dei Berechenbarkeit von Kämpfen durch  HP hilft sicherlich dabei ein "superheldiges" Spielgefühl zu erzeugen, aber HP beschränken sich ja nicht darauf.
HP sind doch der absolute Standard in vielen Rollen- und Computerspielen, inklusive Strategiespiele die versuchen realistisch zu sein.
Es ist doch so dass detailierte Simulation von Verwundung sehr schnell viel zu kompliziert wird. 

YY:

--- Zitat von: Ainor am  8.04.2020 | 13:19 ---Das wirft allerdings die Frage auf welches System denn detailierte Verwundungsregeln hat die wirklich funktionieren ? ggf Rolemaster ?

--- Ende Zitat ---

Z.B. Millennium's End, GURPS, Twilight 2013.
Mit ein paar Vorbehalten Deadlands Classic.

Alle mit (heute) verschwindend kleiner Spielerschaft - auch, weil man vielleicht gerne detailliertere Wundregeln hätte, sich dann am Ende aber mit irgendwelchen Verletzungstabellen zufrieden gibt, wie sie etwa Savage Worlds, Coriolis, Warhammer Fantasy uvm. anwenden, nachdem man das immer noch vorhandene HP-Polster (!) abgetragen hat.

Da reicht dann doch das Gefühl, dass man da ein kleines bisschen Simulation hätte ;)


--- Zitat von: Ainor am  8.04.2020 | 13:19 ---HP sind doch der absolute Standard in vielen Rollen- und Computerspielen, inklusive Strategiespiele die versuchen realistisch zu sein.
Es ist doch so dass detailierte Simulation von Verwundung sehr schnell viel zu kompliziert wird.

--- Ende Zitat ---

Diese Strategiespiele verwenden aber nicht deswegen HP, weil diese so realistisch, sondern weil sie ein tauglicher Kompromiss und vor Allem so intuitiv verständlich sind.

Eine detaillierte Verletzungssimulation wird da zu kompliziert, wo sie Selbstzweck wird und keinen Spielzweck mehr erfüllt - und das passiert in den allermeisten Spielstilen ziemlich früh.
Dann bleiben schnell nur noch Sonderfälle wie Twilight 2013 oder Millennium's End übrig.

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