Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Attributszuweisung
Feuersänger:
--- Zitat von: Bildpunktlanze am 24.04.2020 | 23:58 ---Ganz meiner Meinung. Diese ganze Höher undweiter aufgrund Minimax entwertet Spieler:innenentscheidungen durch schnöde Boni. Außerdem sind hart erkämpfte Erfolge die besten
--- Ende Zitat ---
Seh ich exakt andersrum. Gerade _wenn_ die Spielerentscheidung das maßgebende Element sein soll, kann und darf doch nicht gleichzeitig dem Zufallsgenerator eine so große Bedeutung zukommen. Am Ende muss ja doch immer gewürfelt werden, und da will ich keine Münzwurfwahrscheinlichkeiten mehr haben, die alles was bis dahin an Ideen oder Plänen eingeflossen ist, mit einem Fingerschnippen hinfällig machen.
Nebenbei sehe ich auch nicht, was das purzeln lassen eines Plastikklötzchens mit "erkämpfen" zu tun hat, aber das ist im Prinzip derselbe Misnomer wie mit der Fehlbezeichnung "herausforderungsorientiert", wenn man in Wirklichkeit "zufallslastig" meint.
Edit: Thema ausgelagert; weiter zurück kommt das Threadsplit-Tool nicht, daher der abrupte Einstieg.
YY:
--- Zitat von: Feuersänger am 25.04.2020 | 23:11 ---Am Ende muss ja doch immer gewürfelt werden, und da will ich keine Münzwurfwahrscheinlichkeiten mehr haben, die alles was bis dahin an Ideen oder Plänen eingeflossen ist, mit einem Fingerschnippen hinfällig machen.
Nebenbei sehe ich auch nicht, was das purzeln lassen eines Plastikklötzchens mit "erkämpfen" zu tun hat, aber das ist im Prinzip derselbe Misnomer wie mit der Fehlbezeichnung "herausforderungsorientiert", wenn man in Wirklichkeit "zufallslastig" meint.
--- Ende Zitat ---
Der Knackpunkt ist: Wann wird warum wie gewürfelt und was passiert bei welchem Ergebnis?
Wenn man die Betrachtung auf einzelne Würfe begrenzt oder das tatsächlich vollständig an einzelnen Würfen hängt, kommt natürlich nichts Brauchbares raus.
Aber ihr redet in Sachen Einfluss von Spielerentscheidung auch aneinander vorbei, meine ich. Der eine meint "fest eingebaute" Boni durch stets faire Charaktererschaffung, der andere spricht von erspielten taktischen Boni in Abgrenzung vom umodifizierten Wurf.
Feuersänger:
Die situationalen Boni braucht man sowieso noch obendrauf - wobei da ja 5E erstmal sehr grob ist, da es fast nur Ad/Disad kennt, und eigentlich nicht vorsieht, dass man noch +2 für dies, +1 für das rumrechnet. Man hat halt die BA und kann die nur in Randfällen umgehen.
Auch das ist wieder was, wo das Gewicht von Spielerentscheidungen hart gedeckelt wird: Advantage gibts nur einmal, und selbst wenn du dir 5x Adv erspielen würdest, kann der Gegner durch einen einzigen Disad alles zunichte machen.
Umso schwieriger ist es, ein fehlendes + oder zwei aus der Attributsverteilung zu kompensieren.
Trollkongen:
--- Zitat von: Feuersänger am 26.04.2020 | 13:19 ---Auch das ist wieder was, wo das Gewicht von Spielerentscheidungen hart gedeckelt wird: Advantage gibts nur einmal, und selbst wenn du dir 5x Adv erspielen würdest, kann der Gegner durch einen einzigen Disad alles zunichte machen.
--- Ende Zitat ---
Wobei ich das Blödsinn finde. Wenn die Situation etwas nachteilig, aber sehr vorteilig ist, dann ist sie unterm Strich eben doch etwas vorteilhaft. Sprich: Ich verrechne generell Advantages und Disadvantages durchaus. Da man als SL eh oft überlegen muss, ob das nun überhaupt eine Vorteils- oder Nachteilssituation ist, fließen Pro- und Kontrafaktoren eh ein. Aber auch bei festen Advantages oder Disadvantages (durch Fähigkeiten oder Zauber z. B.) spricht meines Erachtens wenig dagegen, die Seite mit der "Überzahl" "gewinnen" zu lassen. Alles andere wäre meist kontraintuitiv, unplausibel und auch gamistisch wenig sinnvoll. Und wirklich bremsen tut das ja auch nicht.
Feuersänger:
Das ist eine recht häufige Hausregel, und vermutlich nicht die schlechteste.
Andererseits hat es uns durchaus auch schonmal das Popöchen gerettet, dass wir mehrfachen Disad durch 1x Adv aushebeln konnten bzw umgekehrt beim Gegner.
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