Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
5e - Änderungen/Neue Optionen an/für Ability Score Zuweisung angekündigt
Koruun:
--- Zitat von: YY am 26.06.2020 | 21:18 ---Sieht man ja schön in den Kommentaren zum Artikel.
Vorher waren Orks ganz klar (nur) Platzhalter für Schwarze, aber hinterher: Stimmt, sind ja auch Quasi-Mongolen - jetzt seh ichs auch.
Sprich:
Wenn man will, findet man immer was, um sich auf den Schlips getreten zu fühlen, auch bei/von den Skaven.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß gerade nicht ob ich dich falsch verstehe in deiner Reihenfolge. Er beginnt ja mit den Tolkien-Orcs, für die Mongolen als Vorbild dienten:
--- Zitat von: J.R.R. Tolkien from his Letter #210 ---The Orcs are definitely stated to be corruptions of the 'human' form seen in Elves and Men. They are (or were) squat, broad, flat-nosed, sallow-skinned, with wide mouths and slant eyes: in fact degraded and repulsive versions of the (to Europeans) least lovely Mongol-types.
--- Ende Zitat ---
Wir haben hier doch nicht den Fall, dass aufgrund minimalem Aspekt von Fantasyspezies X gleich ein Bezug zu einer Ethnie gezogen wird. Hier hat sich Tolkien bewusst dafür entschieden, seine Orcs so aussehen zu lassen und spricht offen darüber. Sie sind in seiner Welt bewusst als eine pervertierte Art von Monstermongolen erschaffen worden. Das ist nicht reininterpretiert, das ist Fakt. Die Bezüge zum britischen Zeitgeist während/nach WW1 und WW2, Stichwork yellow peril, sind nachvollziehbar dargelegt.
Im zweiten Teil geht er über zu den Staaten und zu D&D. Und ja, ich sehe auch nicht jeden einzelnen Punkt 1:1 wie er, aber das wird zu ausufernd für diesen Thread und ich habe jetzt eigentlich schon mehr Zeit hier im Forum verbracht als geplant und werde daher erstmal nicht auf das PN-Angebot zurückkommen, worauf ich mit mehr Zeit aber gerne eingegangen wäre. Daher klinke ich mich nach diesem Post hier erstmal für heute aus.
--- Zitat ---Da empfehle ich die Geschichte von Mendez, wie er die Con-Runde gesprengt hat...angesichts dieser Erzählung würde ich schätzen, dass er den Satz so nicht unterschreiben würde.
--- Ende Zitat ---
Naja, er hat ja schon, falls wir das Gleiche meinen, den Dungeon Crawl in der Orkhöhle mitgemacht. Zudem war die Stimmung so schon nicht die Beste:
--- Zitat ---There are at least four other players—I don’t remember precisely how many. They’re brusque and rude to me and Sam. There’s a gate, it seems, and we’re on the wrong side. The DM tells us he’ll make everyone decide in-game actions quickly given the number of players, but when we start play, he only pushes Sam.
--- Ende Zitat ---
Dass er dann beim Töten von Orkkindern nicht mitmacht, wenn die Runde eh schon Mist ist, kann ich nachvollziehen.
Bad_Data:
--- Zitat von: YY am 26.06.2020 | 19:59 ---Ich kann mit dem Repräsentationsgedanken in anderen Medien schon nicht so viel anfangen und im Rollenspiel erst recht nicht.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Der Knackpunkt an guten Charakteren und Geschichten ist doch gerade, dass sie weitestgehend universell sind - so gut wie jeder kann sich hineinversetzen und mitfiebern.
Den Gedanken, dass man sich nur mit Charakteren identifizieren kann, mit denen man möglichst viele (für die Geschichte meist irrelevante (!)) Identitätsmerkmale gemeinsam hat, finde ich einigermaßen absurd.
Und im Rollenspiel noch mal ein bisschen mehr, wo u.A. a) einer der Reize an dem Ganzen ist, mal ein bisschen aus den eigenen Schuhen raus zu kommen und die eigene Identität quasi von außen zu beleuchten oder b) je nach Setting sowieso keine hinreichend "saubere" Entsprechung zu finden ist.
--- Ende Zitat ---
Die Identitätsmerkmale mögen für die Geschichte irrelevant sein, sind es aber nur selten für die Lesenden/Hörenden/Sehenden. Da gibt es nun wirklich genug Beispiele und Belege, Nichelle Nichols und ihr Einfluß als Uhura beispielsweise.
YY:
--- Zitat von: Koruun am 26.06.2020 | 21:55 ---Naja, er hat ja schon, falls wir das Gleiche meinen, den Dungeon Crawl in der Orkhöhle mitgemacht. Zudem war die Stimmung so schon nicht die Beste
--- Ende Zitat ---
Wenn ich das alles so nehme, wie es bei ihm steht, hat sich in der Runde mMn so gut wie jeder ein großes Stück weit zum Depp gemacht.
Und ihn kann man anders als die anderen Beteiligten fragen, warum das so ein Reinfall war, wo das doch genau sein Thema ist.
Hätte da nicht der Anspruch sein müssen, den Leuten zumindest einen Denkanstoß mitzugeben, anstatt den rassistischen, sexistischen Arschgeigen ihre doofe Runde zu zerlegen? So liest sich das nämlich für mich.
--- Zitat von: Bad_Data am 26.06.2020 | 21:57 ---Die Identitätsmerkmale mögen für die Geschichte irrelevant sein, sind es aber nur selten für die Lesenden/Hörenden/Sehenden. Da gibt es nun wirklich genug Beispiele und Belege, Nichelle Nichols und ihr Einfluß als Uhura beispielsweise.
--- Ende Zitat ---
Bei "nur selten" gehe ich nicht mit.
Ja, solche Trailblazer-Effekte gibt es und sie können breite Wirkung entfalten.
Das hat sich aber heute mancherorts gefühlt zu "Wenn wir keinen Schwarzen im Cast haben, kommt kein einziger Schwarzer ins Kino" überhitzt.
Wenn das so massiv wäre, wie manche tun, wäre doch umgekehrt kein Schauspieler aus einer Minderheit jemals erfolgreich gewesen - erst recht, wenn die Mehrheit so systematisch rassistisch wäre wie behauptet.
schneeland (n/a):
--- Zitat von: nobody@home am 26.06.2020 | 21:54 ---Mag sein -- aber ob man diese Skrupel bei seinen Spielern denn auch unbedingt "eliminieren" will, ist dann wahrscheinlich endgültig ein Thema für einen anderen Faden. Thema vielleicht so was wie "Haben wir nicht schon genug Mörderhobos?"... 8]
--- Ende Zitat ---
Ja, ist hier nur noch peripher relevant (wg. Trennung zwischen Real- und Fantasywelt). Von daher: vertagt auf den Moment, wo wir über mörderische Landstreicher reden ;)
Gunthar:
Irgendwie ist jetzt das Thema komplett entgleist. :btt:
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